"Nur Eigenwein" Heurige in Burgenland
Jedes Jahr ein neuer Wind: Der mittlerweile Pop-up-Heurige bleibt in Bewegung. 2025 sorgt das MAST-Team um Matthias Pitra und Steve Breitzke für frische Impulse. Dabei bleiben Natural Wines, Gemüse aus Eigenanbau – und natürlich der heiß geliebte Leberkäse.
Ein bisserl tief stapeln die Schwestern mit ihrer Eigenbeschreibung: »Traditionelle Heurigenkost, verbunden mit unseren regionstypischen Weinen«. Denn mit Ideen und Herzblut wird daraus eine Topadresse. Jüngster Streich ist der Themenheurige »Brot & Sprudel«.
Die Region kulinarisch erleben! Gäste genießen klassische Heurigengerichte, saisonale Spezialitäten und regionale Leckerbissen. Die Seewinkler Aufschnittplatte mit Mangalitza-Schinken und Steppenrind passt perfekt zu den hauseigenen »Dankbarkeits-Weinen«.
Serviert wird ehrliche Hausmannskost mit Raffinesse – ergänzt durch pannonische Schmankerln wie ein echtes Szegediner Gulasch, das man heute nur noch selten findet. Die große, saisonal abgestimmte Auswahl überzeugt ebenso wie die durchgehend hohe Qualität.
Der Opa machte einst aus dem Kuhstall einen Weinkeller. Heute ist das liebevoll renovierte Schenk'haus ein veritables Schmuckstück – wie die Weine der »Rosé-Queen« Pia Strehn, einer unkonventionellen, aber motivierten Souschefin. Achtung: nur wenige Termine!
Eine der besten Adressen am Eisenberg. Exquisite Weine, feine Speisen. Wildspezialitäten aus dem Revier vor Ort, Schweinefleisch aus Hausschlachtung. Prämierte Weine, auch aus der Magnum. Top ist etwa der »Ried Saybritz«. Achtung: Die Öffnungszeiten sind rar.
Immer noch als Geheimtipp fungiert der Pop-up-Heurige von Yvonne und Christian Kirnbauer. Zu den spannenden Rotweinen – sie wurzeln auf kalkhaltigen Lehm- und Lössböden – servieren sie Spezereien wie feine Brettljausen und Bratwürstel. Tipp: Cabernet Franc!
Heiß kann's in der namensgebenden Riede »Hölle« schon werden – deshalb gibt es neben den Weinen ja auch Golser Bier. Zu der Qualität der kalten Schmankerln verpflichtet Markus Lentschs Stammhaus Zur Dankbarkeit. Ergo führt er auch den legendären Pinot Gris.
Labern – ein salopper Ausdruck fürs Reden – steht im modernen Heurigenhof der Familie Adrian für Lockerheit mit Leichtigkeit. Bei köstlichem Paprikaschmalz, Labereiplatten und Wein-Flights namens »Kost-Trios« kommt man rasch ins Gespräch. Tipp: chillige Lounge.
Gegessen wird bei den »Piris« gern: Tagesschmankerln, eine umfangreiche Heurigenkarte und dann noch die »Kulinarien« mit Saisonspezialitäten. Dazu kommen die Trauben, die den vier Brüdern nicht nur aus der »Hausriede« Hohen Gieser feine Tröpferl ermöglichen.
Ob im schönen Gastgarten oder in der gemütlichen Stube, hier fühlt man sich sofort wohl. Die Wildspezialitäten sind eine hervorragende Wahl: Salat mit Hirschtafelspitz, Wildsülzchen und Leberkäse überzeugen durch den intensiven Geschmack und höchste Qualität.
Die Strommers haben als Winzer längst bewiesen, was in ihnen steckt. Die nächste Generation brachte frischen Wind und hat das Gewölbe mitten in der Kellergasse stilvoll und modern aufpoliert. Die burgenländische Topküche – Bohnenstrudel! – bleibt natürlich.
Hübscher traditioneller Betrieb mit angebautem Wintergarten über den Rebanlagen am Gaaser Weinberg. Feiner Kümmelbraten und ab 17 Uhr saisonale Gourmandisen zu den stets »groszartigen« Weinen. Auf Anfrage immer gern geöffnet: Raritäten und Großflaschen.
Der Rosé ist ein Markenzeichen der Weinwirtschaft: Ob prickelnd oder still, ist da einerlei. Serviert wird die Spezialität der beiden Winzergenerationen zu saisonal wechselnden Köstlichkeiten wie Römerbrot und Räucherfischterrine. Einfallsreich und geschmackvoll!
Fabian Sloboda hat dem Heurigen Modernität eingehaucht und sowohl Stil als auch Angebot neu interpretiert. Ein Highlight ist das »Kostquartett« mit vier Kostgläsern und passendem Essen. Oder das »Blind Date«: Wein aus schwarzen Gläsern zum gedeckten Verkosten.
Von Oma Gittis Bohnenstrudel über den Blunzenteller und den Heurigen-Wrap (!) bis hin zu Schnecken, Veganem oder gleich dem »Ollahaund Teller«: Die Karte vereint Klassik und Moderne, Rustikales und Elegantes. Alles trägt eine unverwechselbare Handschrift. Chapeau!
Elisabeth und Johannes Rittsteuer haben rund um ihre Bioweine einen mediterran-entspannten Genussort geschaffen. Käse und Oliven sind die Mindestausstattung für Weinbeißer. Etabliert hat sich der Freitag, an dem es immer ofenfrische Buchteln gibt.
Das Südburgenland – und den Csaterberg – erleben, das heißt: Weine vom Opalboden zu genießen, gern ein bisserl mehr zu naschen und den entspannten Charme der Region zu genießen. Die gute Nachricht: Bei Kathrin und »Stuki« ist das nicht nur möglich, sondern Programm.
Viel gemütlicher geht es kaum. Das neu eröffnete Rebstöckl sorgt aber auch kulinarisch für Begeisterung. Kreative Aufstriche (Mandel-Lauch oder Kümmelbraten zum Streichen) als Unterlage laden neben den »Schneewittchen-Schnittchen« zum urigen Weingenuss ein.
Der Urbanikeller ist quasi ein modern-uriges Heurigenlokal. Trotz seiner jungen Jahre trägt er Geschichte in sich – die Holzverkleidung im Gastraum stammt aus 50 Jahre alten Fässern. Die Küche überzeugt mit feinen Fleischspezialitäten vom Mangalitza-Schwein.