Rauchen erlaubt – Restaurants in der Schweiz
Das Segreto ist längst kein Geheimtipp mehr. In diesem schönen Restaurant im Industriegebiet tischen Martin Benninger und sein Team eine exzellente, mediterran angehauchte Küche mit klassischer Basis auf. Dazu gibt es erlesene Tropfen, darunter auch seltene und gereifte.
Bittersalate mit eingelegten Mirabellen und Haselnüssen an einer Vinaigrette. Sanft geräucherter Saibling mit Radieschen, Meerrettich und Kräuteröl. Quitten-Ceviche mit geflammtem Kingfish und Kohlrabi. Welch geschmeidige Textur dieser in Essig gebeizte und in Öl eingelegte Kingfish doch aufweist! Ein angenehm leichtfüssiger Start ins Dinner: So speist man also neuerdings in der Herrliberger «Buech». Ein Facelift gehört an der Zürcher Goldküste ab einem gewissen Alter zum guten Ton. Der plastische Chirurg der «Buech»: Andreas Caminada. Er hat einen Top-Job gemacht. Die beliebten Hütten entstaubt, der Patina eine würdige Bühne gegeben, die Menukarte aufgefrischt. Der Charme ist zurück. Caminada beweist wie bereits bei der «Casa Caminada», dass er nicht nur Fine Dining beherrscht. Mit Nicolas Schröder, der zuletzt im Zürcher «Igniv» arbeitete, gibt er einmal mehr einem Koch aus den eigenen Reihen die Chance, sich als Küchenchef zu beweisen. Gastgeberin Fabiola Reimund wird im Hintergrund von Ines Triebenbacher – man kennt sie als «Igniv»-Gastgeberin in Zürich – unterstützt: Top-Weinkarte, die vom regionalen Pinot Noir bis zum raren Winzer-Champagner alles enthält, faire Kalkulation. Zander mit Sauerkraut, caramelisierten Trauben und Beurre blanc. Dazu Kartoffelstock mit Nussbutter – zum Reinlegen gut. Der caramelisierte Apfel mit Zimtwaffel, Apfel-Butter-Glace und Apfelsud zum Dessert betont abermals: kein Fine Dining, aber kreative Kompositionen, die man einfach lieben muss. Wer ein Dinner in der «Buech» erleben möchte, muss gut planen – derzeit ist fast jeder Abend über einen Monat im Voraus ausgebucht!
Der Name macht dem Lokal schon alle Ehre: Rund ums «Schöngrün» ist es schön und grün. Wir starten mit einem Gruss aus der Küche von Alexis Jauregui. Der Lachs-Happen wird mit Yuzu-Sesam und fein gehackten Kräutern getoppt. Alsbald folgt die Vorspeise: eine Gazpacho aus gelben Tomaten, geräuchertem Labneh und Basilikumsorbet. Perfekt für den Sommermonat Juli. Der Begleiter ist ebenfalls glücklich mit dem French Toast mit Tomaten, Freiburger Mozzarella und Sonnenblumenkernen. Obwohl die Küche unterbesetzt ist – als wir vor Ort sind, werken zwei Köchinnen für die Verköstigung des ganzen Restaurants – bekommen wir einen Zwischengang: eine kühle Gurken-Melonen-Aguachile und sommerliche Peperoni-Gnocchi. Beide Happen sind grandios. Den Vegi-Hauptgang – Falafel aus Schweizer Linsen – findet der Begleiter etwas trocken, aber in Zucchetti-Sauce und Pico de Gallo getunkt trotzdem fein. Der Brioche-Burger ist elegant klein und akkurat angerichtet: Das gezupfte Duroc-Schweinefleisch passt gut zur Brombeer-BBQ-Sauce, Rucola, Pickels und Kabis. Dann ein Prädessert: Jauregui liebt Tee, weshalb sie einen Eistee in ein Dessert verwandelt hat. Das geht so: Pfirsichkompott und -sorbet, «Earl Grey»-Panna cotta, Zitronen-Thymian-Gel und Minzen-Hippen. Kreativ, erfrischend und gut. Beim Dessert verschmelzen zwei Kindheitserinnerungen: im Sommer Kirschen vom Baum pflücken und im Winter zimtigen Milchreis mampfen. Der Reis ist mit Zucker getoppt und geflämmt, die Früchte – halbiert und als Coulis – sind im wahrsten Sinne die Kirschen auf der Torte.
Im idyllischen Weindorf Fläsch serviert das Restaurant Adler saisonale, modern interpretierte französische Küche. Die über 600 Etiketten umfassende Weinkarte ergänzt die kreativen Gerichte aus regionalen Produkten in den gemütlichen, holzvertäfelten Stuben perfekt.
Im eleganten Schlössli geht es traditionell zu und her, jedoch nicht ohne Finesse. Auf der Karte findet man regionale Köstlichkeiten und solche von etwas weiter her. Dazu lagern im Weinkeller besondere Trouvaillen aus allen Schweizer Regionen und aus dem Ausland.
Fehlt nur noch die frische Meeresbrise, ansonsten fühlt man sich in der Seerose wie an der Côte d'Azur im Urlaub. Französisch-mediterrane Küche, weisses Dekor und blaue Sommerschirme, die Seerose lädt zum mehrstündigen Verweilen ein. Im Sommer ein absoluter Hotspot.
Im hübschen Riegelhaus zwischen Thur und Rebbergen gibt es klassische Küche, hin und wieder wartet die Karte aber mit Überraschungen wie Thai-Curry auf. Diese findet man auch auf der Weinkarte, die regionale und internationale Tropfen enthält – darunter viele gereifte.
Über oder zumindest in der Wolke muss die Freiheit wohl grenzenlos sein – oder zumindest die Aussicht über Zürich und den See. Im 35. Stock werden mediterrane Speisen auf höchstem Niveau serviert und durch eine ausladende Cocktailkarte sowie spannende Weine begleitet.
Am Bleicherweg, gleich beim Paradeplatz, steht das Coco Grill & Bar, diskret, charmant, wie ein altes Schiff, das gemütlich über dem Trubel schwebt. Der Grill ist die Bühne für wunderbare Fleischstücke. Die Weine kann man sich im umwerfenden Weinkeller selber aussuchen.
Am Malojapass wird mit zwei Seelen in der Brust gekocht: Die Bergwelt kommt in den Gerichten ebenso zum Zug wie eine Auswahl an raffinierten Fischgerichten. Eine Leidenschaft, der seit 1995 gefrönt wird: Muscheln und fangfrischer Fisch gelangen von Mailand in die Berge.
Die Hiltl Dachterrasse zeigt, wie vielseitig vegetarische Küche sein kann. Urbanes Setting über den Dächern von Zürich trifft auf kreative Gerichte, die international inspiriert sind. Ein Ort, der entspanntes Essen mit einem Hauch Grossstadtflair verbindet.