"Sonntags geöffnet" Restaurants in Köln
Kölns einst plüschigstes Sternerestaurant hat sich in den letzten Jahren neu positioniert. Dafür sorgt vor allem Leon Hofmockel mit einer äußerst kreativen, spannungsgeladenen Crossover-Gourmetküche.
Marlon Rademachers Gourmetküche setzt vielfach auf Luxusprodukte, die er mit großer Hingabe zu eingängigen Genussmomenten verwebt. Da nimmt man die abseitige Lage im Rechtsrheinischen gern in Kauf.
Thomas Lösche kocht noch immer nach alter Schule – frei von Moden, Allüren und Provokation. Extraschön der Rheinblick. Das Interieur ist etwas in die Jahre gekommen. Stammgäste lieben diesen Stil.
Auch unter neuer gastronomischer Führung bleibt die traditionsreiche »gute Stube« im altehrwürdigen Grandhotel ihren Leitlinien treu. Lars Wolfs französisch-rheinische Hochküche wirkt sehr vertraut.
Der Ableger des nebenan gelegenen Gourmetrestaurants überzeugt mit gehobener gutbürgerlicher Küche sowie einem herrlichen Blick auf den Rhein. Der Weinhandel bietet Gutes aus Österreich.
Mit viel Herzlichkeit geführtes Speiselokal mit bodenständiger Wirtshausküche und hervorragender, deutsch-österreichischer Weinauswahl. Der erste Donnerstag im Monat ist für saftig-krosse Backhendl reserviert.
Was in den Metropolen der Welt längst Alltag ist, füllt in Köln eine Lücke, die bisher kaum jemand bewusst wahrgenommen hat. Zwischen Streetfood-Spots und Sternerestaurants bietet das »Kluth« eine gefühlvolle Marktgartenküche, für die sich erst allmählich eine Zielgruppe formt. An gleicher Adresse hatte sich zuvor die »Frohnatur«-Weinstube versucht, bevor in diesem Sommer Kevin Rademacher und »Kluth«-Mitbegründer Hannes Radeck das Zepter übernahmen. Beide kennen sich aus ihrer Zeit im »Ox&Klee« und haben gemeinsam den Weg von Luxus und Performance hin zu Nachhaltigkeit und Nahbarkeit eingeschlagen. Gemüsepopcorn, Steinpilz-Chawanmushi, Kaffeesatz-Shoyu, nordisch-lässige Gemütlichkeit und Musik vom Plattenspieler öffnen den Horizont für eine neue Vorstellung von zeitgemäßer Gastronomie. Rademacher und Radeck verarbeiten ausschließlich ganze Tiere – etwa für ein Lammgericht mit roter Zwiebel und schwarzem Reismiso, bei dem verschiedenste Schmorstücke über Stunden zu einem intensiven Ragout verschmelzen. Herz, Niere und Lunge werden mehrfach gesalzen, getrocknet und geräuchert. Die so konservierten Innereien lassen sich, ähnlich wie Bottarga, hauchfein über den Kartoffelschaum reiben – ein echtes Aromenfeuerwerk. Spitzengastronomische Finesse zeigt sich auch in der Kunstfertigkeit, mit der aus einfachen Zutaten wie Mehl, Wasser, Zitronensalz, Waldfrüchten und Molkenkäse aromenstarke Ricotta-Agnolotti entstehen – in einer Sauce, die gleich- zeitig schaumig, erdig, tief und zitrisch-frisch ist.
Seit der Schließung des Astrein im Januar kann sich Eric Werner nun voll und ganz auf sein Zweitrestaurant konzentrieren. Gekocht wird gutbürgerlich-ambitioniert sowie französisch inspiriert. Solide Weinkarte.
Mit türkisfarben gestrichenen Säulen und frisch bezogenen Polsterstühlen herausgeputztes Ecklokal im Kölner Süden. Hier kocht der Chef selbst: optisch kunstvoll und dabei geschmacklich solide.
Jaspreet Dhaliwal-Wilmes hat bei Wildkräuterpapst Jean-Marie Dumaine gelernt und rasch zum eigenen Stil gefunden. Seine auf großer Klassik basierenden Adaptionen sind von indischen Aromen geprägt.
Szeniger Steak- und Seafood-Tempel der Extraklasse. Im Sommer genießt man Premium Cuts, karibischen Langustenschwanz und Meeresfrüchte-Tower auf der großen Terrasse mit altem Baumbestand.
Alteingesessenes Japan- beziehungsweise Sushi-Restaurant an neuer Adresse mit nun deutlich stylisherem Interieur. Die Küche bietet einen guten Mix aus Beständigkeit und Wandel, Sashimi und Crispy Rolls.
Rooftop-Restaurant mit levantinischer Wohlfühlküche im Balagan-Style: Hummus, Hamshuka, Popcorn-Falafel, Wagyu-Rinderkebab, Freekeh und mehr auf einem Tisch zum gemeinsamen Entdecken und Teilen.
Klassische Austro-Küche und kreative Schmankerlgerichte: Michael Scherz liebt Multitasking. Neuester Streich: Weine by the glass und kleine Gerichte vom Konro-Grill im vorderen, umgebauten Bereich.
Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen, auch in dieser Kölner Institution. Gastraum und Serviceoutfit haben sich seit Jahrzehnten nicht verändert, die Speisekarte ist ebenfalls herrlich retro.
Brauhausküche 2.0 in bester südstädtischer Lage mit rustikalem Speisenkonzept. Hochwertige Produkte aus Köln und Umgebung gleichen die schwankende Küchenleistung der rotierenden Küchenbrigade aus.
Mit viel Elan hat Mark Junglas, Ex-Kult-Metzgerei-Betreiber, Adenauers einstige Stammkneipe auf links gedreht. Auf der Karte? Gute Brauhausküche. Hausgemachte Flönz, Wildbratwurst aus eigener Jagd.
Die gern als Touristenfalle abgestempelte Altstadtschenke entpuppt sich als gemütlich-uriger Wohnzimmerersatz mit fast schon musealer Ausstattung. Die Speisen sind vor allem eines: deftig-rustikal.
Wie gut Gemüse schmecken kann, erfahren die Gäste ohne steife Etikette im cool-modern gestylten Restaurant. Saisonal und regional inspiriert, wird alle sechs Wochen das Menü geändert.