Streetfood-Guide: Die besten türkischen Adressen in Hannover
Für den besten Döner der Stadt stehen sich die Gäste regelmäßig die Beine in den Bauch. Stark ist der Steak-Döner; selbst das Brot wird frisch gebacken. Wie es die allesamt höflichen Angestellten in diesem Tohuwabohu hinbekommen, den Überblick zu behalten, grenzt an ein Wunder.
Sein Imbisskonzept hat Betreiber Cetin Nayi um türkische Manti gestrickt. Der Klassiker (mit Rindfleischfüllung, Joghurtsauce und Paprikaöl) ist und bleibt zwar der Favorit, aber wer Neues wagt, bekommt hier auch Manti mit Pesto, Trüffeln oder als Chili-Cheese-Version. Lohnt!
Mehr Streetfood-Flair geht kaum: Der Foodtruck steht auf einem Supermarktparkplatz im Stadtteil Döhren und hüllt die Umgebung in seligen Grillgeruch. Das Glück finden aber nur diejenigen, die sich die exzellenten Köfte auch in krosse Baguettes mit hausgemachter Soße stecken lassen.
Grundsolide, türkische Küche, die vor allem beim Teilen in der Tischmitte Freude macht, etwa mit der Mezze-Platte. Oder einzelne Snacks bestellen? Der mild-cremige Hummus ist jedenfalls ein Augenöffner. Und unbedingt die Manti mit Joghurtsoße, Kräutern und Paprikabutter probieren!
In Diskussionen um die beste Dönertasche der Stadt fällt immer der Name des La Muro. In dem Lokal an der Limmerstraße wird zwar nicht alles hausgemacht, gleichzeitig werden die Gerichte mit vielen unterschiedlichen Gemüsen, Soßen und Fleischsorten angeboten. Schmeckt gut!
Das jähe, unschöne Ende der Institution in Linden war am Ende nicht zum Schaden der Qualität: Der Umzug in neue Räumlichkeiten hat dem Betreiber nochmals Auftrieb gegeben. Im Fokus stehen weiterhin türkische Grillspezialitäten, natürlich aus dem holzbefeuerten Lehmofen: Tandur.
Hervorragend (und scharf) ist das krosse Lahmacun, das auch »auf die Hand« eine Freude ist. Das Keulenfleisch vom Huhn im »Chicken Chop« ist saftig, die Köfte etwas überwürzt, aber unterm Strich schmeckt alles. Das Lokal ist modern eingerichtet, man darf also auch Platz nehmen.
Im Akkord wird hier gerne am offenen Lehmofen geschuftet, denn das Lokal ist immer wieder bis auf den letzten Platz belegt. Herrlich ist das pikante, knusprige Lahmacun oder das vegetarische Patatesli, gefüllt mit Kartoffeln, bunten Paprika und Kräutern. Kurz: Teigwaren kann man!
Chili-Cheese-Döner? Ist das noch Stilbruch oder schon Kardinalsünde? Hier versucht man sich jedenfalls an erfrischendem Variantenreichtum, etwa auch beim Babacado-Döner mit Avocado und Avocadosoße. Auch pflanzliche Dönertaschen sind im Angebot. Alles wird ganz solide gemacht.