Top 10 Restaurants für Mittlere Preisklasse in Deutschland
Zwei Stockwerke unter dem Gastraum hängen sie im Gewölbe, Patron Jockl Kaisers Cuatellos: feinste hauseigene Rohschinken aus bestem schwäbisch-hällischem Schwein, Kaisers ganzer Stolz. 30 Monate lagern sie hier, bis sie nach oben dürfen, in den Raum mit dem Holzofen und dem Blick runter auf Nördlingen. Da bekommt man dann ein Destillat vorgesetzt, mit der Aufforderung zu riechen: frisch, holzig, anregend – Rosmarin. Es ist die alkoholfreie Begleitung, die Kaiser selbst mit einer befreundeten Destille hergestellt hat. In »Meyers Keller« geht es auf traditionelle Weise eigen zu. Es ist nämlich beides zugleich: Gourmetrestaurant und Wirtshaus – im Gebäude einer ehemaligen Brauerei, die Kaisers Mutter einst betrieb. Die Küche, die Jockl Kaiser anbietet, spielt mit diesen beiden Polen, möchte Gäste herausfordern, die für Maultäschle gekommen sind, und jenen, die für den herrlichen Carabinero an Pfirsich und Buttermilch den Weg ins Schwabenländle auf sich genommen haben, zeigen, wo jede Idee wurzelt: in gehobener Hausmannskost. Und das gelingt. Auch weil Jockls Frau Evelin Kaiser eine herausragende Gastgeberin ist, die mit genauso viel Herzlichkeit wie Wissen schon im Service den Weg zwischen Wirtshaus und Gourmetküche vorzeichnet. Natürlich sind Wirtshausschmankerl ein absolutes Muss, genau wie der hausgemachte Schinken. Aber ein echtes Highlight kommt, ganz unscheinbar als Pre-Dessert getarnt: der Jamei-Käse als Creme und gehobelt mit einem Reischip auf einem köstlichen Holunderblüten-Granité. Hier mischen sich Aromen und Texturen zu dem, was eine Karte auf dem Tisch voraussagt: einem Feuerwerk.
Hier speisten 2023 Ex-Kanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Serviert wird »neue preußische Küche« voller Finesse. Das Restaurant ist eine ideale Adresse für besondere Anlässe.
Die beiden Andreasse (Lutz im Service, Hettinger in der offenen Küche) bieten ein nostalgisches Gourmeterlebnis im Gewölbekeller. Zum intimen Rahmen passt eine Weinkarte, die mit Tiefe verblüfft.
Gourmetlokal mit Haltung sowie klarem Fokus auf Handwerk und Produkt. Der fehlende Stern hat den ungezwungenen Kreationen des Küchenteams um Jan Maier und Tobias Becker keinen Abbruch getan.
Trotz einer 400-jährigen Familiengeschichte richtet sich der kulinarische Blick in die Zukunft: Es gibt traditionelle Gerichte wie geschmorte Ente und Modernes wie Nockerl mit Hecht und Zander.
Bodenständige, deutsche Küche und kulinarische Kindheitserinnerungen treffen auf regionale Produktverliebtheit, Sterneexpertise aus dem Rutz und Gastlichkeit mit Weinbar-Anspruch im alten Fachwerkhaus.
Bei pikant-scharfem Papayasalat und Crispy Chicken Burger »Asia Style« hätte Wilhelm Hauffs »Schatzhauser« wohl einen Schreck bekommen, aber es gibt hier auch Linseneintopf und Maultaschen. Schmeckt klasse.
Marcel Görke richtet den Blick auf Gemüse: Heuzwiebel mit Steinpilzen, Wirsing mit Topinambur, fein nuancierte Beurre blanc, Fisch und Fleisch können dazu ergänzt werden. Regionale Produkte geben den Ton an.
Küchenchef Caio Benati bietet täglich wechselnde Mittagsmenüs, à la carte und Tasting-Menüs – mit Gerichten wie Pilz-Consommé mit exotischen Pilzen, Wakame und Zitronengras oder Reh mit Topinambur.
Die Familie Fehrenbacher schafft in ihrem Adler den feinen Spagat zwischen Bodenständigkeit und Hochküche. Hier wird der Klassik gehuldigt, die sich vortrefflich mit modernen Einflüssen und Aromen verträgt.
Wenn Küchenchef Cliff Hämmerle zu Tisch bittet, kommen immer erstklassige und einfallsreiche Gerichte auf den Teller. Gourmetgenüsse vom Feinsten, dazu werden die passenden Weine ausgeschenkt.
Sicher kann man vorher nie sein, was im Hupperts-Menü steht: Der Chef entscheidet nach Marktlage, welcher Fisch und welches Gemüse auf den Teller kommt. Weil das Lokal klein-intim ist, sollte man reservieren.
Ein Ort der Vielfalt: Im ehemaligen Gasthof mit Metzgerei trifft schwäbische Gastlichkeit auf französisch inspirierte Küche mit regionalem Fokus. Mittwochs gibt es das Midweek-Spezial-Menü.
Die Gourmetausgabe der beiden Schwane-Restaurants präsentiert sich auf vornehmste Weise reduziert: neun Gänge, jeder davon einem »Kraut« gewidmet. Dazu ausschließlich fränkische Weine, und zwar nur die besten.
In einem Berliner Hinterhof befindet sich eine Institution des vegetarischen und veganen Fine Dinings. Für pflanzliche Kreationen der Extraklasse ist das Cookies immer einen Besuch wert.
Altmeister Alexander Kunz hält seit vielen Jahren Kurs auf Gourmet. Seine Küche ist entsprechend raffiniert, ohne jedoch die regionalen Wurzeln und das saisonale Angebot zu vernachlässigen.
Hochklassige italienische Küche würde man wohl nicht gerade in Freiburg suchen? Sollte man aber: In der Eichhalde zaubert Federico Campolattano feinsinnige italienische Gerichte zwischen Pasta-Kunst und Wagyu-Zunge.
Stephan Mießner und sein Team bringen im trendig gestalteten Deli, im Restaurant und in der Lounge ausgezeichnete Menüs auf den Tisch. Gäste können sich aber auch ihr eigenes Menü zusammenstellen.
Das Menü beginnt mit hausgebackenem Kartoffelbrot. Die weiteren Gänge bestehen aus Komponenten wie Entenleber-Variationen und Sorbet aus weißem Pfirsich. Gegessen wird in modern-gemütlichem Ambiente.
Die Gerichte von Andreas Sondej sind authentisch und nachhaltig. Alle vier Wochen wechselt die Speisekarte, die auf Obst, Gemüse und Kräuter aus eigenem Anbau setzt, der von Opa Knapp unterstützt wird.