Das sind die gefährlichsten Länder der Welt 2026
Die neue Risk Map 2026 zeigt: Die globale Sicherheitslage ist vielerorts herausfordernd. »Safeture« und »Riskline« haben analysiert, wohin man im kommenden Jahr bedenkenlos reisen kann – und welche Länder man besser meidet.
Die Lage in der Welt bleibt angespannt – und das spiegelt sich auch in der neuen Risk Map 2026 wider, die das Software-Service-Unternehmen »Safeture« und der Gefahrenanalyst »Riskline« gemeinsam veröffentlicht haben. Die Analyse zeigt, welche Länder und Städte Reisende im kommenden Jahr mit gutem Gefühl besuchen können – und welche Regionen aktuell als besonders riskant gelten.
Was die Risk Map zeigt
Für die Karte wertet »Safeture« Daten des Sicherheitsanalyse-Unternehmens »Riskline« aus. Mehr als 100.000 Quellen fließen ein – von lokalen Medien über Regierungsinformationen bis hin zu Meldungen von Einsatzkräften. Die Weltkarte ordnet Staaten in fünf Risikostufen ein, von »vernachlässigbar« (dunkelgrün) bis »kritisch« (rot). Bewertet werden unter anderem Kriminalität, politische Stabilität, Gesundheitsversorgung, Umweltfaktoren und infrastrukturelle Risiken. Die jährliche Karte gilt in der Reisebranche als wichtige Orientierung, gerade in Zeiten zunehmender globaler Unsicherheiten.
Wo die Risiken 2026 besonders hoch sind
»Die Welt ist leider nicht sicherer geworden«, sagt Marcel Brandt, Chief Sales Officer bei Safeture. Bewaffnete Konflikte, fragile Staaten und hohe Kriminalität prägen die Lage vieler Regionen. Zu den besonders gefährlichen Ländern zählen weiterhin:
Afghanistan, Ecuador, Haiti, Myanmar, Pakistan, Somalia, Sudan, Südsudan, Ukraine und Venezuela
(alphabetisch geordnet, kein Ranking)
In diesen Staaten sind Gewalt, politische Instabilität oder humanitäre Krisen anhaltend oder eskalieren erneut. So verzeichnen die Analysten etwa im Nahen Osten je nach Kriegsverlauf deutliche Schwankungen des Risikoniveaus. Auch andere Regionen zeigen Bewegungen: Während sich Protestlagen etwa in Neukaledonien oder auf Martinique beruhigt haben, stiegen die Risiken in Ländern wie Nepal, Mali oder Mosambik zuletzt an.
Länder mit hohem Gesundheitsrisiko
Zusätzlich bewertet die Karte, wo die medizinische Lage kritisch ist. Schwache Gesundheitssysteme, fehlende Medikamente und ausbrechende Infektionskrankheiten machen Reisen vor allem in folgenden Ländern riskant:
Afghanistan, Papua-Neuguinea, Zentralafrikanische Republik, Südsudan, Syrien, Jemen, Haiti, Venezuela, Guyana, Demokratische Republik Kongo
Diese Länder sind besonders schwer zu bereisen
Manche Staaten gelten weniger wegen akuter Konflikte, sondern aufgrund restriktiver Bedingungen, mangelnder Infrastruktur oder hoher Kriminalität als extrem herausfordernd:
Afghanistan, Nordkorea, Myanmar, Papua-Neuguinea, Libyen, Somalia, Haiti, Venezuela, Guyana
In einigen dieser Länder – etwa Afghanistan – raten Expert:innen besonders Frauen und LGBTQ+-Reisenden dringend von einer Einreise ab.
Wo Reisen weiterhin als sicher gilt
Trotz globaler Krisen gibt es zahlreiche Länder, die für 2026 als ausgesprochen sicher eingestuft werden. Sie erscheinen auf der Karte dunkelgrün – mit »vernachlässigbarem Risiko«. Dazu zählen unter anderem:
Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Island, Irland, Japan, Kanada, Luxemburg, Neuseeland, Norwegen, Portugal, Schweiz, Slowenien, Tschechien
Viele dieser Länder finden sich auch in anderen globalen Sicherheits- und Friedensindizes regelmäßig auf den vorderen Plätzen – etwa Island, das seit Jahren als eines der friedlichsten Länder weltweit gilt.
Auch einige Städte stechen traditionell heraus: Bereits im Vorjahr wurde etwa Bern als sicherste Stadt der Welt genannt.