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Santorin, Griechenland

Santorin, Griechenland
© Shutterstock

Eintrittsgebühr für Griechische Inseln?

Griechenland

Griechenland plant, auf den beliebtesten Inseln künftig Eintrittsgeld für den Besuch von Stränden, Häfen und Altstädten zu verlangen. 34 Inselgemeinden der Südägäis fordern die Regierung in Athen auf, ein offizielles Eintrittsgeld für Tagesgäste zu genehmigen.

Nach dem Vorbild des Eintrittsgelds für einen Besuch in Venedig fordern Gemeinden zahlreicher griechischer Inseln die Regierung auf, eine »Ausgleichsgebühr« für Tagesgäste einzuführen, wie die Tageszeitung Kathimerini berichtet. Vertretungen von 19 Inseln der Kykladen und 15 der Dodekanes beauftragten den Rechtsprofessor Michael Papageorgiou, eine entsprechende Gesetzesvorlage auszuarbeiten, die der Zentralregierung vorgelegt werden soll.

Hintergrund der Forderung

Insbesondere Inseln wie Symi und Santorin verzeichnen täglich Tausende von Tagesgästen, die nicht übernachten und daher keine Beherbergungs- oder Gästetaxe zahlen. Dennoch beanspruchen sie die Infrastruktur – etwa Wasserversorgung, Strom, Abwasser und Abfallentsorgung. Hinzu kommt, dass steigende Strompreise und der Betrieb energieintensiver Meerwasserentsalzungsanlagen die Kosten für die Gemeinden zusätzlich erhöhen.

Anstoß konkreter Projekte

Auf Symi wurde bereits ein Vorschlag vorgelegt: eine Gebühr von 3 Euro pro Person für Tages­besucher:innen. Die Einnahmen sollen direkt in die Gemeindekasse fließen und für Reinigung, Infrastruktur, Recycling und Denkmalschutz verwendet werden. Der Vorschlag gilt als Pilotprojekt – bis eine allgemeine gesetzliche Regelung geschaffen ist.

Wendepunkt für Tourismus in Griechenland?

Art, Höhe und Verwaltung der Tages­gebühr sowie deren Auswirkungen auf den Tourismus werden nun im Parlament debattiert. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, stünde Griechenland vor einem Wendepunkt – weg von rein wachstumsfokussiertem Tourismus, hin zu einer stärker regulierten und nachhaltigen Besuchspolitik.


Travel-Redaktion
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