»Modern Nonna«: Warum wir alle mehr »na oko« kochen sollten
Zeit sparen, Nährwert pimpen, Erinnerungen servieren: Die »Modern Nonna« zeigt, dass Gefühl statt Gramm reicht – darauf haben wir gewartet!
Wer bei »Nonna« an eine italienische Großmutter denkt, die mit mehlbestäubten Händen Ravioli füllt, liegt nicht ganz falsch – aber auch nicht ganz richtig. Denn die »Modern Nonna« ist keine 80-jährige Signora, sondern Snejana Andreeva, eine in Toronto lebende Food-Creatorin mit Wurzeln in Bulgarien und Griechenland. Ihr Ziel: Die Rezepte ihrer Kindheit retten – aber bitte mit einem zeitgemäßen Twist.
Bekannt wurde die »Modern Nonna« durch virale Hits wie den »Jennifer-Aniston-Salat« oder ihre legendären »Feta Fried Eggs«. Beides Rezepte, die so simpel wie genial sind. Doch wer denkt, Snejana sei nur auf den Social-Media-Zug aufgesprungen, unterschätzt ihre Mission.
Meine Rezepte sind Geschichten. Ich habe kaum Fotos aus meiner Kindheit, aber ich habe die Erinnerungen an die Gerichte meiner Großmütter.
Von der Balkan-Küche zum Hype
Aufgewachsen in den bescheidenen Küchen ihrer »Bapches« in Bulgarien, lernte Snejana schon früh: Gutes Essen braucht keine fancy Geräte. Keine Waagen, keine Messbecher – gekocht wird »na oko«, also nach Gefühl. »Das klingt furchteinflößend, aber je öfter man es probiert, desto besser wird man«. Ihre Devise: Probieren, anpassen, nicht sklavisch nach Rezept leben.
Dann kam Griechenland, wo sie als Kind den Geschmack von Olivenöl und salzigen Käsen entdeckte. In Kanada wartete schließlich die Welt der »Health Foods«: Quinoa, Avocadoöl und Co. Diese Mischung aus Balkan-Herzhaftigkeit, mediterraner Leichtigkeit und nordamerikanischem Wellness-Hype prägt ihre Küche bis heute – mit einem großen, fetten Extra: »Ich packe Feta auf so ziemlich alles«, gesteht sie lachend. Ihr Hintergrund ist vielschichtig und diesen Vorteil nutzt sie:
Mehr Experimentieren macht uns kreativer, trainiert den Geist und macht glücklich – vor allem, wenn wir etwas ganz ohne Rezept schaffen.
Und auf die Frage, welche Gerichte sie unbedingt für kommende Generationen bewahren will, antwortet die »Modern Nonna«: »Banitsa, Honig-Feta-Pita und gefüllte Paprika – das ist Balkan pur.« Und wenn sie mal nicht für Millionen kocht? Dann gibt's »Bulgarian Makaroni«: Pasta mit Butter, Feta und Zucker. »Klingt verrückt, schmeckt nach Kindheit«, sagt Snejana.
Wohin die Reise geht
Ihre Community ist riesig, die Fangemeinde loyal. Und die Pläne? Vielleicht ein Kochbuch, vielleicht ein neues Produkt. Details? »Noch geheim«, sagt sie verschmitzt. Sicher ist: Wer Snejana folgt, bekommt mehr als Rezepte – man bekommt ein Stück Kultur, verpackt in TikTok-tauglichen Clips.