New York isst anders: Snack-Tour durch den Big Apple
Von der dampfenden Suppenküche in Chinatown bis zum sternedekorierten Gourmettempel mit Blick auf den Madison Square Park pulsiert eine kulinarische Energie, die ihresgleichen sucht.
Lauter, bunter, leidenschaftlicher – so mögen es die New Yorker auch hinsichtlich der Kulinarik. Von Haute Cuisine bis Foodtrucks: New York City lebt von Geschmack und Überraschung.
Beispiel gefällig? »Katz’s Delicatessen« stapelt die warmen Pastrami-Scheiben für fast 30 Dollar so üppig, dass sie aus dem Roggenbrot-Sandwich quillen – eine Institution auf der Lower East Side, und ein Paradebeispiel dafür, wie traditionelles Streetfood auch nach mehr als 130 Jahren die Seele der Stadt widerspiegelt.
Vielfalt und Sterneküche
New York schmeckt nach Vielfalt: Pizza in Little Italy, Dim Sum in Chinatown oder afrokubanische Cubanitos in Brooklyn; in letzter Zeit erobert zudem die asiatisch-pazifische Küche die Kulinarik. Und dann ist da der Schweizer Daniel Humm, Chefkoch und Eigentümer des weltberühmten Drei-Sterne-Art-déco-Tempels »Eleven Madison Park«: Im Jahr 2022 wurde das Restaurant nach einem radikalen Schwenk das erste der Welt, das für ein vollständig pflanzliches Menü mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde. Ab Herbst gibt es wieder Fisch und Fleisch – und natürlich auch die Honig-Lavendel-glacierte Ente.
Frische Stars wie das »Semma« in Greenwich Village – 2025 für die New York Times das beste Restaurant der Stadt – feiern kompromisslose Authentizität: Hier gibt es südindische Küche pur, mit Gunpowder Dosa (eine klassische Crêpe aus Reis und Linsen gefüllt mit Kartoffel-Masala) als Signature Dish. Chef Vijay Kumar kocht das Essen seiner Kindheit, unverfälscht, mit Aromen und Herz. Es ist das einzige indische Restaurant in NYC mit einem Michelin-Stern.
Plätze sind Mangelware in einigen New Yorkes It-Adressen
Reservierungen? In manchen Lokalen ein knallharter Sport; bei »Rao’s« in East Harlem sind sie vollkommen unmöglich – hier muss man einen der zehn Tische »besitzen«, oder man kennt jemanden. Ein legendärer Ort mit Mafia-Mythos-Status; einst geadelt von der bekannten New-York-Times-Kritikerin Mimi Sheraton.
MUST-EATS UND MUST-DOS
• Bagels und Appetizing:
Lox, Whitefish und Pickles im »LES-Shop« – früh hin, »hand-rolled« wählen.
• Chinatown und Flushing:
Hand-pulled Noodles und Xiaolongbao – mit der Subway-Linie 7 nach Flushing, kleine Läden hoppen, bar zahlen.
• Queens Spice Crawl:
Jackson Heights für Momos, Chaat und Tacos – je ein Gericht pro Stand, danach Mango Lassi to go.
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