Greta oto ist ein Schmetterling – und ein besonders faszinierender: Seine durchsichtigen Flügel
dienen ihm als perfekte Tarnung im südamerikanischen Regenwald. Als Hommage an diese filigrane Erscheinung und
an die Vielfalt der lateinamerikanischen Küche trägt das Restaurant im neu eröffneten Hotel»Conrad« in Hamburg seinen Namen. Die bunte Lebenslust Südamerikas strahlt das sparsam beleuchtete Restaurant zwar nicht aus, doch das macht die echte Begeisterung des Service sofort wett. Kompetent werden die Gerichte vorgestellt, die Küchenchef Tilo Sachadä mit seinem Team umsetzt. Im Sharing-Prinzip kommt eine Guacamole aus der offenen Küche, die
erst am Tisch zubereitet wird. Das Ceviche vom Wolfsbarsch wird von einer Süßkartoffelcreme abgerundet und mit knusprigen Maiskörnern aufgepeppt. Die rohen Yellowfin-Thunfisch-Scheiben erleben kleine Säureexplosionen durch Miniperlen von Yuzusaft. Kumquats verleihen einer Art Mojo verde eine neue Tiefe, während Chilis für Schärfe und Tamarindensauce für frische Süße sorgen. Zarte Stücke gegarten Pulpos in Cocktailsauce verbinden sich mit Krautsalat sowie grüner Mango und Papaya. Bei den Hauptgängen dominiert eine fruchtige Pico de Gallo aus Ananasstückchen den knusprig gebratenen Schweinebauch, der von einer Trüffel-Mayonnaise gekrönt wird. Das Pulled Beef, das erst am Tisch aus einem bei Niedrigtemperatur gegarten Stück Rindfleisch am Rippenknochen zerteilt wird, erhält mit rauchiger Habanero-Sauce und tiefem Rinderjus zwei charaktervolle Begleiter.