Aus is und gar is: Das Oktoberfest 2025 in Zahlen
Zum Ende des Münchner Oktoberfestes blickt die Stadt auf 16 Tage ausgelassenes Feiern zurück. Die Wiesnwirte sind zufrieden. Nur der Umgang mit dem enormen Besucherandrang sorgt in der Bilanz für kritische Töne.
Zum Abschluss des 190. Oktoberfestes in München hat die Stadt eine insgesamt positive Bilanz gezogen. Rund 6,5 Millionen Menschen besuchten in diesem Jahr die »Wiesn« – etwas weniger als 2024, als 6,7 Millionen Gäste gezählt wurden. Oktoberfest-Chef Christian Scharpf (SPD) sprach bei der alljährlichen Pressekonferenz von einer »Achterbahn-Wiesn«: Das Oktoberfest startete mit einem Temperaturrekord von 30,7 Grad. Am zweiten »Wiesn«-Samstag musste das Gelände erstmals wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen werden – und am 1. Oktober sorgte eine Bombendrohung für eine weitere Sperrung bis zum Abend. Ein Jahr, das in die Geschichte eingehen wird.
6,5 Millionen Maß und mehr Essen – Wiesnwirte sind zufrieden
Auch wenn die »Wiesn« ihre Höhen und Tiefen hatte, zeigten sich Festleitung, Wirte, Schausteller und Marktkaufleute – trotz kleinerer Rückgänge – zufrieden. Besonders die großen Festzelte konnten beim Essensumsatz zulegen – um bis zu sechs Prozent, kleinere Betriebe um bis zu vier Prozent.
Beim Bierkonsum zeigte sich ein leichter Rückgang: Statt sieben Millionen Maß im Vorjahr wurden diesmal »nur« rund 6,5 Millionen ausgeschenkt. Dafür stieg der Absatz von alkoholfreiem Bier je nach Zelt um sechs bis zehn Prozent.
Gäste aus aller Welt
Der 3. Oktober war mit Abstand der besucherstärkste Tag – das Gelände musste am »Tag der Deutschen Einheit« sogar wegen drohender Überfüllung gesperrt werden. Durchschnittlich kamen an Wochentagen 200.000 bis 250.000 Besucherinnen und Besucher auf das Festgelände. Etwa ein Fünftel der Gäste reiste aus dem Ausland an, vor allem aus den USA, Italien, Großbritannien, Österreich, Polen, Spanien, Frankreich, Indien und Schweden.
Den Rückgang der Besucherzahlen führt die Stadt vor allem auf die zeitweise Sperrung der »Wiesn« am Mittwoch, 1.10., zurück, als das Fest nach einer Bombendrohung erst mit mehrstündiger Verzögerung beginnen konnte.