Berner Oberland – Heimat, Höhe und Hirschköpfe
Wo Bergfreunde auf Touren kommen: Die Wintersportgebiete im Berner Oberland sind vielseitig für Skifahren, Rodeln oder anspruchsvolle Aktionen.
Das Berner Oberland gilt als Herzstück der Schweiz, als ihr Abziehbild und Kraftort: Schluchten, Gletscher und tiefe Seen bestimmen die Landschaft; und wer ins Gebirge südlich des Thunersees aufbricht, entdeckt noch nicht so übervölkerte Wintersportgebiete wie rund um Zermatt oder St. Moritz.
Ein Klassiker unter den Berghotels ist das »Bellevue des Alpes«: In diesem historischen Hotel, gegründet 1840, übernimmt das Panorama die Hauptrolle – mit dem Berner Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Jeder Reisende trifft mit der Wengernalpbahn auf 2.070 Meter Höhe ein (es gibt keine Straßen hoch), betritt durch die Drehtür das Hotel und begibt sich auf eine Zeitreise: Treppen knarren, Kaminfeuer lodern, und man ist stolz darauf, die Einrichtung aus den 20er-Jahren im Wesentlichen beibehalten zu haben.
Schneesicherheit bis Ostern
Bis in den späten Frühling hinein liegt hier oben noch genügend Schnee, sodass Wintersportler:innen auch um Ostern herum noch ideale Bedingungen vorfinden. Ein Tal weiter westwärts gibt Adelboden auf rund 200 Pistenkilometern Skifahrern die Möglichkeit, ihr Können zu verfeinern.
Die bekannte Weltcup-Piste am Chuenisbärgli liegt in Sichtweite – besonders für Menschen, die im schicken Hotel »The Brecon« einkehren: Von der Terrasse der Forest-Suite in der vierten Etage kann man im Januar mit dem Fernglas die Wettkämpfe im Riesenslalom verfolgen. Das Boutiquehotel in Adelboden trägt bewusst einen englisch klingenden Namen – er erinnert an einen Berg in Wales; gelebte Heimatverbundenheit der Besitzer, die teilweise von dort stammen und eine Parallele zwischen beiden Regionen ziehen: Beide seien noch Geheimtipps für Urlauber.
Geheimtipp Adelboden?
Eine relative Einschätzung, denn Adelboden vermeldet steigende Übernachtungszahlen, an der Hauptstraße wechseln sich Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants ab, viele im Stil typischer Holzhäuser. Auch das »Brecon« hat so ein Gebäude bezogen. 22 Zimmer bietet das gemütliche Chalet, alle mit Balkon, Holzdielen, Himmelbetten und walisischen Wolldecken ausgestattet. 300 Meter beträgt die Entfernung zum Lift, der von knapp 1.350 Metern auf fast 2.000 Meter Höhe fährt.
Wer danach ins Hotel zurückkehrt, darf sich auf die glamouröseste Treppe freuen, die es je in einen Skikeller gegeben hat: Rote Bisazza-Fliesen weisen den Weg in die untere Etage; daneben gibt eine modische Farbpalette zwischen Petrol und Altrosa den Ton an – und es überzeugen Stilideen, wie man das Bergthema mit Augenzwinkern umsetzt: Hirschköpfe krönen Messingschalen, Kitz-Muster schmücken Kissen – very kitschy!