Die verrücktesten Lebensmittel-Diebstähle aller Zeiten
Vom Käseraub über gestohlene Nutella-LKWs bis zu einem U-Boot voller Salami. Das sind die spektakulärsten kulinarischen Raubfälle der letzten Jahrzehnte.
Der Diebstahl von rund 12 Tonnen »KitKat«-Schokoriegel sorgt aktuell für Schlagzeilen. Über 400.000 Riegel verschwanden vergangene Woche auf dem Transportweg von Mittelitalien nach Polen und wurden bisher nicht gefunden. Wo genau der LKW verschwunden ist, weiß man nicht. »Nestlé« betont, dass die Riegel über eindeutige Strichcodes nachverfolgt werden können. »Wir schätzen zwar den außergewöhnlichen Geschmack der Kriminellen, das ändert aber nichts daran, dass Lkw-Diebstähle ein zunehmendes Problem für Unternehmen jeder Größe darstelle«, ließ der Hersteller verlauten. Interessanterweise war erst wenige Wochen zuvor in Deutschland ein Lastwagen mit 15 Tonnen Gummibärchen verschwunden – offenbar hat Food Crime gerade Hochsaison. Die Fälle häufen sich zwar aktuell, doch neu ist das Phänomen keinesfalls. Weltweit gab es schon so einige spektakuläre Lebensmittel-Diebstähle.
Das Salami-U-Boot
Spektakulär war der Fund eines Mini-Tauchboots am Lago di Lugano in der Schweiz im Jahr 1948, das speziell für den Schmuggel von Salami und Käse konstruiert worden war. Das drei Meter lange U-Boot konnte bis zu 450kg Ware transportieren und lief über Pedale, die mit der Schraube verbunden waren. Geschmuggelt wurde damals vor allem zwischen der Schweiz und Italien, um Zölle zu umgehen.
Der große Ramen-Raub
Zwischen dem 25. Juli und 1. August 2018 verschwand in Georgia ein kompletter LKW mit über 300.000 Packungen Instant-Ramen im Wert von rund 98.000 US-Dollar. Der LKW stand auf einem Tankstellenparkplatz als er verschwand. Bis heute gibt es keine Spur von den Tätern oder der Ladung.
Fünf Tonnen Nutella
Anfang April 2013 brachen Unbekannte in Niederaula (Hessen) einen Lastwagen-Container auf und stahlen fünf Tonnen Nutella. Der Warenwert betrug rund 15.000 Euro. Tausende Gläser wurden abtransportiert, doch bei Razzien in Osthessen konnten kurz darauf über 2.000 Gläser wieder sichergestellt werden. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Offenbar ist die Stelle bei Dieben beliebt, denn an der selber Stelle wurden zuvor schon Lastwagen mit Energy-Drinks geplündert.
Ahornsirup-Heist
Zwischen 2011 und 2012 stahlen Diebe rund 2.700 Tonnen Ahornsirup aus der strategischen Reserve von Québec – Wert: fast 18 Millionen Dollar. Unter dem Vorwand, ein Lager zu mieten, zapften sie in Saint-Louis-de-Blandford mehrere Fässer mit Gartenschläuchen ab und füllten sie zur Tarnung mit Wasser. Die Beute verkauften sie in New Brunswick, Ontario und Vermont. Erst bei einer Routinekontrolle fiel der Diebstahl auf. Zwei Drittel des Sirups wurden sichergestellt, ein Drittel blieb verschwunden. Haupttäter Richard Vallières bekam acht Jahre Gefängnis. Der Fall ist so berühmt, dass er es sogar in die Netflix-Doku »Dirty Money« geschafft hat.
Der große Käseraub
Im Oktober 2024 wurde in Großbritannien 22 Tonnen Cheddar im Wert von rund 300.000 Pfund gestohlen. Die Täter gaben sich als Großhändler aus und erhielten 950 Laibe, die 12 bis 18 Monate gereift waren. Das Problem: Der Käse war so exklusiv, dass er schwer weiterverkauft werden konnte. Die Diebe nutzten professionelle Netzwerke, um die 60 bis 70 Paletten verschwinden zu lassen. Der Fall ging sogar so viral, dass sogar Jamie Oliver sich einschaltete und an die Diebe appellierte. Der Starkoch sprach vom »großen Käseraub«: »It's the grate (Achtung Wortwitz!) cheese robbery.« Sechs Verdächtige wurden inzwischen festgenommen, das meiste der Beute blieb allerdings verschwunden.