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Mondkuchen und das traditionelle Mondfest in China

China
Asien
Tradition

Das chinesische Mondfest hat eine lange Tradition im Reich der Mitte. Das Fest wird nach dem traditionell chinesischen Kalender am 15. Tag des 8. Mondmonats gefeiert – in diesem Jahr fällt der Feiertag auf den 17. September.

Das Mondfest, auch bekannt als Mittherbstfest oder Mid-Autumn Festival, zählt zu den bedeutendsten Feiertagen der chinesischen Kultur. Traditionell wird dieses Fest im Kreis der Familie gefeiert, wobei gemeinsam festlich gegessen und der volle Mond bewundert wird.

Symbolik in der chinesischen Kultur

In der chinesischen Kultur wird dem Mond eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Der Vollmond steht für Frieden und Wohlstand in der gesamten Familie, während seine perfekte Rundung Ganzheit und Zusammengehörigkeit verkörpert.

Seine vollständige Ausfüllung erreicht der Mond in der Mitte des achten Monats des traditionellen chinesischen Kalenders. Auch die Zahl Acht ist symbolträchtig in China: Sie gilt als Glückszahl, da das chinesische Wort für Acht (八 – ba) klanglich dem Wort für Reichtum und Wohlstand (發 – fa) sehr stark ähnelt. Die visuelle Ähnlichkeit mit dem Unendlichkeitssymbol (∞) wird ebenfalls positiv interpretiert, da das Zeichen mit dem unendlichen Fluss von Glück und Geld verbunden wird.

Die Sage von Hou Yi und Chang’e

Das Fest basiert auf der Legende des Bogenschützen Hou Yi und seiner Frau Chang’e. Der Überlieferung nach kreisten einst zehn Sonnen um die Erde, was zu einer verheerenden Hitzewelle führte, die die Ernte der Bauern verbrannte und das Überleben der Menschheit bedrohte. Hou Yi soll die Erde vor der Verbrennung gerettet haben, indem er neun der zehn Sonnen mit seinem Bogen vom Himmel schoss.

Hou Yi schoss der Legende nach neun der zehn Sonnen vom Himmel
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Hou Yi schoss der Legende nach neun der zehn Sonnen vom Himmel

Als Dank schenkte ihm die Königin des Himmels ein Elixier der Unsterblichkeit, dessen Einnahme jedoch dazu führt, dass das Leben auf dem Mond verbracht werden müsse. Da Hou Yi noch mehr Zeit mit seiner Frau Chang’e verbringen wollte, bat er sie, den Trank vorerst für ihn aufzubewahren.

Eines Tages, als Hou Yi nicht zu Hause war, versuchte sein Schüler Feng Meng das Elixier von Chang’e zu stehlen. Als er sie dazu aufforderte, den Trank herauszugeben, wusste sich Chang’e nicht anders zu helfen und trank in ihrer Verzweiflung die gesamte Flasche. Sie wurde daraufhin unsterblich und stieg in den Himmel empor, bis sie den Mond erreichte. Fortan wurde Chang’e zur Göttin des Mondes und steht für Glück und Sicherheit.

Mondkuchen

Der kulinarische Star des Tages: der Mondkuchen. Die kleinen runden Kuchen tragen kunstvolle Muster auf der Oberseite und sind mit unterschiedlichen Füllungen versehen. Von salzigem Ei, süßer Bohnenpaste bis hin zu herzhafter Fleischfüllung findet man in den verschiedenen Regionen Chinas viele Varianten des traditionellen Gebäcks. Die runde Form der Küchlein ist der Form des Mondes nachempfunden, die abgeschlossene Form der Rundung symbolisiert Wohlstand und Einheit der Familie.

Festliches Gebäck: Die Mondkuchen
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Festliches Gebäck: Die Mondkuchen

Brauchtum und Rituale

Ein weiterer Aspekt des Feiertages ist das Ende der Erntezeit, ähnlich dem Erntedankfest oder Thanksgiving in westlichen Ländern. Auch heute noch orientiert sich die chinesische Landwirtschaft stark am Mondkalender, und das Mondfest ehrt die Götter als Dank für eine erfolgreiche Ernte.

Das Fest vereint viele Traditionen und Bräuche, die sich je nach Provinz variieren können. Gemein ist allen jedoch, dass man mit der Familie zusammenkommt, den Mond betrachtet, Laternen steigen lässt und gemeinsam Mondkuchen ist.


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Danina Herrmann
Danina Herrmann
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