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Nach Rekordernte: Bauern werden Kartoffeln nicht los

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Deutschland erlebt die beste Kartoffelernte seit 25 Jahren. Doch während sich die Supermärkte freuen, kämpfen die Bauern mit fallenden Preisen und vollen Lagern.

In Deutschland fällt die Kartoffelernte 2025 außergewöhnlich aus: Mit rund 13.4 Millionen Tonnen ist es die größte Ernte seit einem Vierteljahrhundert. Die Kombination aus erweiterten Anbauflächen, günstigem Wetter und hohen Erträgen pro Hektar hat die heimischen Felder prall gefüllt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das günstigere Preise – im August lagen Speisekartoffeln bereits rund 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Für die Landwirtschaft hingegen stellt die Überproduktion eine Herausforderung dar. Das Überangebot auf dem Markt drückt die Preise, sodass die Erlöse häufig nicht die Kosten für Anbau und Ernte decken. Besonders die Nachfrage nach Verarbeitungskartoffeln, etwa für Pommes, hat zuletzt nachgelassen, unter anderem wegen Produktionsrückgängen in der Industrie und Insolvenzen großer Hersteller in Europa.

Die überschüssige Ware wird daher zum Teil als Tierfutter oder in Biogasanlagen verwendet, während nur Kartoffeln bester Qualität direkt in den Handel gelangen. Viele Betriebe setzen auf verschiedene Absatzwege: regionale Supermärkte, Hofläden, Märkte oder die Belieferung der Industrie. Sie rufen die Verbraucher:innen dazu auf die Angebote ihrer lokalen Bauern wahrzunehmen.


Redaktion
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