Mit dem Kimpton Main Frankfurt bekommt die Bankenstadt ein weiteres Symbol ihrer ästhetischen Metamorphost: Hinter der historischen Fassade der ehemaligen Deutschen Bank verbindet das Hotel internationalen Esprit mit urbaner Frankfurter Identität. Die individuell gestalteten Zimmer und Suiten zitieren die Formensprache der Bauhaus-Ära. Und auch kulinarisch bietet das Haus Erlebnisse, die über das Übliche hinausgehen. Im fünften Stock empfängt das »Lazuli« Gäste mit lässiger Eleganz und einem atemberaubenden Blick auf die Frankfurter Skyline. Das puristisch gestaltete Interieur setzt den Ton für ein gastronomisches Konzept, das auf Reduktion statt Chichi setzt. Verantwortlich dafür ist Jörg Ludwig, der vor vielen Jahren aus der »Sansibar« auf Sylt nach Frankfurt kam und zuletzt als Küchenchef der »Gerbermühle« von sich reden machte. Die Speisekarte liest sich wie eine kleine Weltreise der Klassiker. Den Auftakt macht eine salzige Brise vom Atlantik: Gillardeau-Austern, serviert mit Mignonette-Vinaigrette und Zitrone. Raffiniert und aromatisch folgt die Hummercremesuppe, sanft verfeinert mit Cognac und Estragon. Wer es frischer mag, greift zum Thunfischtatar mit Avocado, Gurke und Ponzu – oder wählt die kräftigere Fleischvariante: Rindertatar mit Kartoffelstroh, pointiert gewürzt. Im Hauptgang überzeugt das Wiener Schnitzel als Schulbeispiel seiner Art: hauchdünn, knusprig und goldgelb, begleitet von Kartoffel-Gurkensalat, Preiselbeeren und Zitrone Zum Finale eine kleine Auswahl französischer Rohmilchkäse – und als süßer Abschluss eine Crème Catalana, deren intensiver Karamellnote in Erinnerung bleibt.