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»Japanese Walking«: Der Fitness-Trend aus Japan

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Ein Spaziergang, der es in sich hat. Beim »Japanese Walking« wechseln sich schnelle und langsame Gehphasen ab. Das Ergebnis: ein überraschend effektives Cardio-Workout, das sich mühelos in den Alltag integrieren lässt.

Ein Spaziergang mit System

Gehen gehört zu den natürlichsten Bewegungsformen überhaupt. »Japanese Walking« wird auch kurz ITW oder »Japanese Walking Routine« genannt. Doch während viele Spaziergänge eher gemütlich ausfallen, setzt man hier auf Struktur: Statt konstantem Tempo wechseln sich intensive und entspannte Geh-Phasen ab. Diese Intervallmethode macht aus einem gewöhnlichen Spaziergang ein kleines Ausdauertraining, jedoch ohne Fitnessstudio und Geräte.

Der Trend hat seine Wurzeln in Japan und basiert auf einem Trainingskonzept, das ursprünglich von Forschenden der Shinshu University entwickelt wurde. Ihr Ziel: eine Trainingsform, die für möglichst viele Menschen zugänglich ist und dennoch messbare gesundheitliche Effekte erzielt. Das Ergebnis war das sogenannte Interval Walking Training, eine Kombination aus zügigem und langsamem Gehen.

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Für Herz und Muskulatur

Der Schlüssel liegt im Tempo-Wechsel. Während der schnellen Phasen steigt die Herzfrequenz deutlich an, wodurch das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur stärker gefordert werden. In den langsameren Phasen kann sich der Körper kurz erholen, bevor der nächste Intensitätsschub folgt. Studien zeigen, dass dieses Intervallprinzip nicht nur die Ausdauer verbessern kann, sondern auch Muskelkraft, Stoffwechsel und Blutdruck positiv beeinflussen kann. Gleichzeitig bleibt die Belastung deutlich gelenkschonender als beim Joggen. Ein Grund, warum das Konzept besonders für Menschen attraktiv ist, die sich mehr Bewegung wünschen, aber keine hochintensiven Sportarten ausüben möchten oder können.

Ein weiterer Grund für die wachsende Popularität: »Japanese Walking« ist denkbar unkompliziert. Alles, was man braucht, sind bequeme Schuhe und etwa eine halbe Stunde Zeit. Parks, Promenaden oder selbst der Weg zur Arbeit können zur Trainingsstrecke werden. Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen nach einfachen Wegen suchen, Bewegung in ihren Alltag zu integrieren, trifft die Methode den Zeitgeist. Statt komplexer Trainingspläne setzt sie auf ein simples Prinzip.

So funktioniert »Japanese Walking«

  1. Drei Minuten zügiges Gehen, bei dem das Tempo deutlich höher ist als beim normalen Spaziergang.
  2. Drei Minuten langsames Gehen, um Puls und Atmung zu beruhigen.
  3. Dieser Wechsel wird etwa fünf Mal wiederholt, sodass insgesamt rund 30 Minuten Training entstehen.

Tipp: Idealerweise sollte man Japanese Walking drei bis vier Mal pro Woche betreiben.

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Mehr als nur ein Spaziergang

»Japanese Walking« zeigt, dass effektive Bewegung nicht kompliziert sein muss. Ein strukturierter Spaziergang kann bereits ausreichen, um Herz und Muskulatur zu trainieren – und gleichzeitig die mentale Erholung zu fördern, die viele Menschen mit einem Aufenthalt im Freien verbinden. Manchmal braucht es kein intensives Workout, sondern nur ein wenig mehr Tempo beim nächsten Spaziergang.

Christina Janik
Autor
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