Das Almanac Palais hat 2023 eröffnet.
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Wiener »Hotel-Pipeline« gut gefüllt
Die Hotellerie in der Hauptstadt zeigt sich krisenfest und in den kommenden zwei Jahren wird die Anzahl der Zimmer deutlich aufgestockt.
von Alexander Schöpf
22. September 2023
Wien, laut »Economist«-Index zum wiederholten Male zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt, darf sich freuen: Die touristische Nachfrage hat sich, nach dem dramatischen Einbruch durch die Corona-Pandemie, wieder deutlich erholt.
Die Nächtigungsbilanz zwischen Jänner und Juli 2023 konnte sich sowohl in Wien als auch in ganz Österreich im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern, wie eine aktuelle Untersuchung des Immobiliendienstleistungs- und Investment-Unternehmens CBRE zeigt. Die anhaltend hohe Inflation scheint die Reiselust und die Sehnsucht nach unbeschwertem Reisen nicht zu brechen.
Die wichtigsten Projekte im Überblick
Das wirkt sich offenbar auch positiv auf den Wiener Hotelmarkt aus. Die Zinswende und das damit einhergehende schwierige Marktumfeld führen zwar zu einer Zurückhaltung der Investoren, aber in der Hotellerie kann von einer weiterhin guten Entwicklung ausgegangen werden. Bis 2025 sollen rund 2.850 neue Hotelzimmer auf den Markt kommen. »Trotz zahlreicher Eröffnungen in den vergangenen Jahren, bleibt die Hotel-Pipeline in Wien weiterhin gut gefüllt«, konstatieren die Experten von CBRE. Bei den zukünftigen Fertigstellungen handelt es sich überwiegend um Hotels aus dem Midscale- und Upper-Midscale-Segement in zentrumsnahen Lagen.
2023 sollen insgesamt 630 Hotelzimmer eröffnen. Anfang des Jahres haben etwa die beiden Luxus-Hotels »Almanac Palais« (111 Zimmer) und »The Amauris« (62 Zimmer) im 1. Bezirk und das »Greet Wien City Nord« (96 Zimmer) in der Brünner Straße aufgesperrt. Weitere 360 Zimmer in insgesamt drei Häusern sollen noch dieses Jahr folgen. Etwas mehr als die Hälfte des zu erwarteten Angebots, knapp 1.680 Zimmer, soll im kommenden Jahr dazukommen. Darunter befinden sich etwa das »Hampton by Hilton Vienna City West« mit 355 Zimmern oder das »Schani Hotel« im 22. Bezirk mit rund 200 Zimmern. Für 2025 wird die Eröffnung von insgesamt 550 Zimmern, alle in den oberen Segmenten angesiedelt, erwartet.
Trend zu Serviced Apartments hält an
Neben Hotels werden vermehrt auch Serviced Apartments, die sich insbesondere seit der Corona-Pandemie etablieren konnten, in den kommenden Jahren erbaut und eröffnet. Die Vorzüge von Serviced Apartments, wie beispielsweise eine vergleichsweise schlanke Kostenstruktur durch wenig bis kaum Personal, wettbewerbsfähige Zimmerpreise und höhere Profitmargen, wecken das Interesse von Investoren und Betreibern.
Zwischen 2023 und 2025 sollen knapp 1.300 Serviced Apartments fertiggestellt werden. Bereits eröffnet hat etwa das »Citadines Danube City Vienna« im 22. Bezirk mit 223 Zimmern und das »Residence Inn Vienna City East« von Marriott mit 43 Zimmern. Bis 2025 sollen weitere Serviced Apartments im »Tlapa« und in den »Danube Flats« folgen.
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