Spatenstich in Innsbruck-Kematen: Thomas Panholzer, Manfred Hayböck und der Standortgeschäftsleiter Daniel Herb.
© Bernhard Schösser
Lösungen für die Gastronomie: »Transgourmet« investiert 2026 weiter
Der Gastro-Großhändler hat 2025 trotz schwieriger Marktbedingungen ein Umsatzplus von 1,6 % erreicht und setzt weiter auf Zustellung, ein breites Sortiment und Standortinvestitionen. Eine Neueröffnung steht in Innsbruck an.
von Brigitte Radl
18. Februar 2026
Im Jahr 2025 erzielte »Transgourmet Österreich« einen Netto-Umsatz von 910,2 Mio. Euro – das ist ein Plus von rund 14,5 Mio. Euro gegenüber 2024. Die Geschäftsführer Thomas Panholzer und Manfred Hayböck sehen das Ergebnis als Bestätigung der Strategie, Gastronomen in einem von Preisdruck, Kostensteigerungen und kurzfristiger Nachfrage geprägten Umfeld verlässlich zu unterstützen. »2025 war für viele Gastronomiebetriebe ein Jahr der Zurückhaltung und des Kalkulierens. Umso wichtiger sind Verlässlichkeit, Nähe und Lösungen, die im Alltag wirklich helfen«, so Panholzer.
Service und Zustellung im Mittelpunkt
Rund 70 % des Umsatzes entfällt auf Zustellaufträge. Ein Zeichen für die steigende Bedeutung von Serviceorientierung in der Branche. Der Gastronomie-Großhändler betreibt aktuell 17 Standorte und beschäftigt 2.195 Mitarbeitende, darunter 70 Lehrlinge. Im Herbst 2026 soll mit Innsbruck-Kematen ein weiterer Zustellstandort eröffnet werden, um die Versorgung der Gastronomie in Tirol und Umgebung zu stärken. In das Projekt fließt ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag.
Überhaupt investiert »Transgourmet« laufend und gezielt: Rund 50 Mio. Euro flossen2025 in Standortstärkung, Logistik und Nachhaltigkeit. E-LKWs und moderne Klimatechnik führten bereits zu spürbaren Energieeinsparungen.

Sortiment und Eigenmarken für die Gastro
Mit einem breiten, mehrstufigen Sortiment will der Großhändler unterschiedliche Nachfrageentwicklungen gleichzeitig abdecken. Markenartikel bleiben zentral, gleichzeitig baut er das preisattraktive Eigenmarkensegment aus – basierend auf gestiegener Nachfrage: Die Eigenmarke »Economy« verzeichnete 2025 ein Umsatzplus von 23 %. Die Bio-Eigenmarke »Natura« legte um 22 % zu, die Hälfte der 325 Artikel stammt aus Österreich. Auch das Liefergeschäft für Bio-Produkte wuchs, getrieben durch institutionelle Aufträge und Ausschreibungen.
Ausblick 2026
Für 2026 plant »Transgourmet«, Kundennähe, flexible Preiseinstiegsprodukte und Frische weiter auszubauen. «Der Markt befindet sich im Wandel, und wir gestalten diese Entwicklung aktiv mit«, sagt Panholzer. »Unser Anspruch ist es, Gastronomen nicht nur Produkte anzubieten, sondern sie mit durchdachten Lösungen nachhaltig zu unterstützen.» Das sieht man beispielsweise an der Convenience-Marke »Smart Cuisine«: Die Produkte sollen Prozesse erleichtern und die Arbeit in der Profi-Küche effizienter machen. Damit begegnet »Transgourmet« einer drängenden Herausforderung der Gastronomen: dem Fachkräftemangel.
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