Projektleiter Wolfgang Rieß und Agnes und Alois Seyrling (v.l.) blicken zuversichtlich in die Zukunft.
© Florian Lechner
Millionenbrand in Seefeld: So geht es für das »Hotel Klosterbräu« weiter
Zwei Monate nach dem verheerenden Brand steht der Fahrplan für den Neustart fest. Die Gastgeberfamilie Seyrling lässt sich nicht unterkriegen – und peilt eine Wiedereröffnung am 1. Dezember 2026 an.
von Brigitte Radl
22. Juni 2026
Der Brand war am 13. April im Dachstuhl des traditionsreichen Hotels ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist jedoch erheblich. Nach ersten Ermittlungen der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung steht das Feuer mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit laufenden Renovierungsarbeiten. Brandstiftung wurde ausgeschlossen, die Untersuchungen von Landes- und Bundeskriminalamt dauern noch an.
Wie hoch der Schaden letztlich ausfällt, lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Nach aktuellem Stand rechnet die Betreiberfamilie jedoch mit einer Schadenssumme im zweistelligen Millionenbereich.
Wiederaufbau in mehreren Etappen
Dennoch, die Unternehmerfamilie Seyringer lässt sich von dem Rückschlag nicht unterkriegen und macht sich engagiert ans Werk: Die Abbrucharbeiten sind mittlerweile großteils abgeschlossen, der Wiederaufbau läuft bereits. Insgesamt wurde das Projekt in 17 Bauabschnitte gegliedert, die schrittweise umgesetzt werden. Parallel werden bereits geplante Investitionen – darunter die Erweiterung des Wellnessbereichs, zusätzliche Zimmer und ein Naturbadeteich – weiterverfolgt.
Die Wiedereröffnung des Hotels ist für den 1. Dezember 2026 vorgesehen. Einzelne Bereiche könnten allerdings erst im Frühjahr 2027 fertiggestellt werden.

Restaurant öffnet bereits im Sommer
Ein erstes Lebenszeichen gibt das »Klosterbräu« schon früher: Das Pop-up-Restaurant »Phoenix« im ehemaligen Bräukeller soll am 2. Juli 2026 den Betrieb aufnehmen. Auch für die rund 150 Mitarbeiter wurden nach Angaben des Unternehmens individuelle Lösungen gefunden. Ein Teil unterstützt derzeit den Wiederaufbau, andere konnten vorübergehend in Betrieben der Region untergebracht werden.
Der Fall zeigt, wie wichtig heute Krisenmanagement und Mut in der Gastronomie und Hotellerie sind: Trotz des Millionenschadens halten die Betreiber an ihren Investitionsplänen fest – und zeigen sogar schon vor der Eröffnung mit dem Pop-up-Projekt Präsenz. Wir blicken weiter gespannt auf den engagierten familiengeführten Betrieb in Tirol.

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