Bald werden in der Küche auch Bachelor-Studierende ausgebildet.
© Der Öschberghof
Bachelor statt Lehre? Der Öschberghof bietet neuen Studiengang an
Der Öschberghof setzt auf moderne Ausbildungsformen und möchte die Kochausbildung mit dem Studiengang »Hotel Management – Schwerpunkt Culinary Management« revolutionieren.
von redaktion
03. Februar 2022
Der Direktor des Öschberghofs, Alexander Aisenbrey, ist zusammen mit der IST-Hochschule für Management aus Düsseldorf Initiator des neuen Schwerpunkts »Culinary Management«. Der Bachelor-Studiengang soll dabei die Wissensvermittlung einer Kochlehre mit einem akademischen Studium zum Bachelor kombinieren. Kulinarik und Betriebswirtschaft stehen gleichermaßen im Mittelpunkt. »Der Bachelor ist die neue Lehre für Abiturienten«, sagt Aisenbrey und betont, dass es Gymnasiasten in der Regel weniger reize, nach dem Abitur allein die Berufsschule zu besuchen und als Lehrling in der Küche zu stehen. Und weiter: »Es ist unsere Aufgabe, diesen jungen Menschen eine für sie ansprechende und qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen. Gleichzeitig sichern wir so unsere Zukunft, weil dieser Kreis der möglichen Azubis sonst nicht den Weg zu uns findet.«
Bachelor soll die neue Lehre werden
Mit der neuen Ausbildung am Öschberghof hat man jedenfalls Großes vor: Sie soll weit über den Betrieb hinaus wirken und die Kochausbildung revolutionieren. »Die bestehende und seit Jahren nahezu unverändert gebliebene Ausbildung ist nicht mehr zeitgemäß, spricht viele junge Menschen nicht mehr an und muss reformiert werden«, beschreibt Aisenbrey – und da Politik, Verbände, Gewerkschaften und Kammern nicht handeln würden, ergreife der Öschberghof nun eben selbst die Initiative. »Unsere Branche krankt daran, dass junge Menschen auf eine antiquierte Ausbildung treffen.«
»Wir müssen die Ausbildung modernisieren und gerade für junge Menschen sowie für Quereinsteiger attraktiver machen, indem wir die Inhalte an die digitale und agile Gedankenwelt der jungen Menschen anpassen.«
Alexander Aisenbrey, Direktor des Öschberghofs
Absolvierende des Studiengangs erhalten Kenntnisse, von denen sie später im Beruf nicht nur in der Küche, sondern in sämtlichen Bereichen der Hotellerie und Gastronomie profitieren sollen, unter anderem in den Bereichen BWL, Personalführung und Management. Das qualifiziert sie auch außerhalb der Küche für Führungsaufgaben in Hotel- und Gastronomiebetrieben. Der Öschberghof übernimmt dabei alle Kosten, finanziert das Studium und trägt die Vergütung. Gleichwohl hat die Kochlehre in ihrer bisherigen Form am Öschberghof kein Ablaufdatum, sie wird nach wie vor angeboten.
INFO
Bachelor-Studiengang »Hotel Management – Schwerpunkt Culinary Management«
Anbieter: Der Öschberghof und die IST-Hochschule für Management aus Düsseldorf
Dauer: dreieinhalb Jahre
Vermittlung: Blended-Learning-Verfahren von küchenrelevanten theoretischen und praktischen Inhalten sowie Managementfähigkeiten und BWL-Kenntnisse; Einblicke in Service, Personal, Rezeption, Housekeeping, Warenannahme/Cost Control sowie Marketing oder Veranstaltungen
Abschluss: Bachelor
Kosten: trägt der Öschberghof
Lesenswert
Zurückgekehrt, um zu bleiben: Daniel Bhogal ist neuer Direktor des »Flesslers Lenggries«.
© Signo Hospitality
Rückkehr nach Lenggries: Daniel Bhogal übernimmt das »Flesslers«
Nach der Neupositionierung des Hauses stellt »Signo Hospitality« die Führung des »Flesslers Lenggries, a Tribute Portfolio Hotel« neu auf. Mit Daniel Bhogal übernimmt dabei ein Manager das Haus, der den Standort bereits kennt.
Sehen Sie die goldenen Balkone glänzen? Davor (v.l.): Künstler Joerg Waehner, Silke Greven (PR) und Guido Zöllick (GM »Hotel Neptun«).
© Hotel Neptun
Trump lässt grüßen: Was Hoteliers vom »vergoldeten« Hotel Neptun lernen können
Mit einer Kunstaktion will das »Hotel Neptun« in Warnemünde zu seinem 55-jährigen Bestehen Aufmerksamkeit erzeugen. Die Inszenierung zeigt, wie Hotels mit ungewöhnlichen PR-Ideen Sichtbarkeit, Social-Media-Reichweite und ihr Markenprofil stärken können.
Auf sich gestellt: Nicht nur bei Check-in und Check-out ist man auf sich gestellt, Hotel-Services fehlen in Airbnbs.
© pexels/cottonbro
Nie mehr Ärger mit »Airbnb«: Welche Regeln wo für Kurzzeitvermietung gelten
Wien, Salzburg oder Innsbruck haben die Vorgaben verschärft, die EU-Regelung tritt im Mai in Kraft. Doch die Umsetzung läuft recht unterschiedlich an. PROFI hat den Überblick.
Große Gala: Der Hotel Guide 2026 wurde in Stockholm vor hochkarätigem Publikum präsentiert.
© canva.com/Vladislav Zolotov
Falstaff Nordics Hotel Guide 2026: Das sind die ausgezeichneten Häuser
Mit dem neuen Nordics Hotel Guide rückt Falstaff die besten Hotels Skandinaviens und des Baltikums ins Rampenlicht. Präsentiert wurde der Guide im »Hotel At Six« vor führenden Vertretern der nordischen Hotellerie.
Als Ausbildungsbetrieb für Lehrlinge genießt das Hotel einen exzellenten Ruf.
© Foto beigestellt
Mitarbeiterkultur als Erfolgsfaktor im »Hotel Hochschober«
Advertorial
Das wertschätzende Miteinander und viele Benefits zeichnen den Top-Arbeitgeber »Hotel Hochschober« aus.
Das Ziel ist klar: jungen Talenten nicht nur eine Ausbildung, sondern echte Perspektiven zu bieten.
© Foto beigestellt
Next Generation – Ausbildung mit Zukunft im »Forsthofgut«
Advertorial
Talente fördern, Perspektiven schaffen und gemeinsam über sich hinauswachsen im »Forsthofgut«.
Meist gelesen
Jubiläumsinszenierung in London: »Louis Vuitton« denkt Pop-Up neu und eröffnet temporäres Hotel ohne Übernachtungsmöglichkeit.
© unsplash.com/Cody Gallo
»Louis Vuitton« denkt Pop-up neu: »Hotel« zieht Gäste an – und das ohne Übernachtung
Pop-up-Konzepte sind in der Gastronomie längst etabliert. Jetzt greift auch das Modelabel »Louis Vuitton« diese Idee auf und überträgt sie auf ein ungewöhnliches Format: ein Hotel, das eigentlich keines ist.
1969 wurde im Hotelzimmer der James-Bond-Film »Im Geheimdienst Ihrer Majestät« gedreht.
© Hotel Schweizerhof Bern & Spa
James-Bond-Thrill im Hotel: Erlebnisformate werden zum Erfolgsfaktor
»Experience« statt reiner Übernachtung: Immer mehr Hotels setzen auf inszenierte Aufenthalte, um sich im Wettbewerb zu differenzieren. Ein Beispiel aus Bern zeigt, wie sich Geschichte gezielt vermarkten lässt.
Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam (4.v.r. vorne) mit den Preisträgern des Hotelguides 2026.
© Andreas Tischler
Hotelguide 2026: Falstaff kürt die besten Häuser 2026
Mit dem neuen Falstaff Hotelguide rückt die Spitzenhotellerie im deutschsprachigen Raum erneut ins Rampenlicht. Ausgezeichnet wurden die besten Häuser und Persönlichkeiten der Branche.
In der GAFA produzieren die Schüler jetzt Pizza mit einem Profi-Ofen.
© Gastgewerbeschule am Judenplatz
Heißes Geschenk für den Nachwuchs: Schüler testen »Gorenje« Pizza-Innovation
Moderne Küchentechnologie hält zunehmend Einzug in die Ausbildung, ist sie doch für die Gastro der Zukunft zentral. So auch am Wiener Judenplatz: »Gorenje« stellt den Schülern einen Pizza-Backofen zur Verfügung.
Der Nachwuchs durfte schnuppern: Im »Rascher Landhaus« in Gamlitz.
© Ratscher Landhaus
Gegen den Fachkräftemangel: Steirisches Projekt zeigt Schülern die Gastronomie
Bei der Initiative »Gastro-Vibes« lernen Schüler die Gastronomie direkt im Betrieb kennen. Ein Schnuppertag im »Ratscher Landhaus« zeigt, wie Betriebe versuchen, früh Interesse für Berufe im Tourismus zu wecken.
Luxus ist gefragt, wie im »JW Marriott Crete Resort & Spa« in Griechenland
© Marriott International
230 neue Hotels, Deutschland unter den Top-Märkten: »Marriotts« Bilanz
Mit über 230 neu unterzeichneten Hotelverträgen und mehr als 31.000 gesicherten Zimmern blickt »Marriott International« in EMEA auf ein Wachstumsjahr 2025 zurück. Deutschland zählt zu den dynamischsten Märkten der Region.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

