»Bonvivant«-Chef Jules Winnfield © Sarah Schlopsnies

»Bonvivant«-Chef Jules Winnfield © Sarah Schlopsnies

Kulinarische Talente im Fokus: Auszubildende servieren 4-Gang-Dinner im »Bonvivant«

Der Abend in dem Berliner Lokal steht ganz im Zeichen der vegetarischen Küche.

von Alexandra Gorsche
12. Juli 2024

Zukunft der Gastronomie: Am 21. Juli 2024 übernimmt der Nachwuchs des »Bonvivant Cocktail Bistro« in Berlin-Schöneberg die Küche und den Service, um den Gästen ein außergewöhnliches 4-Gang-Dinner zu präsentieren.

Dies ist nicht nur eine Gelegenheit für die Auszubildenden und dualen Student:innen aus dem Fachbereich »Culinary Management«, ihre Fähigkeiten zu zeigen, sondern auch ein Schritt in Richtung einer modernen und nachhaltigen Gastronomie. Der Abend steht ganz im Zeichen der vegetarischen Küche – ein Thema, das in Österreich ab 2025 durch die neue vegane/vegetarische Lehre eine noch größere Bedeutung erlangen wird.

Ein Vorgeschmack auf die Zukunft

»Wir schließen einen Gap in der Berufsschulausbildung, die in den 1960er Jahren stehengeblieben ist«, sagt »Bonvivant«-Inhaber Jules Winnfield. In der aktuellen gastronomischen Ausbildung fehlt oft der Fokus auf vegetarische und vegane Gerichte, obwohl die Nachfrage stetig steigt. Mit dem rein vegetarischen Menü setzen die Auszubildenden ein klares Zeichen und bereiten sich auf die Zukunft der Branche vor.

Nachhaltiges Personalmanagement und innovative Ausbildung

Jules Winnfield betont die Bedeutung eines nachhaltigen Personalmanagements: »Uns ist es wichtig, unseren Nachwuchs in allen Punkten zu fördern und ihm beständig die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln. Das Dinner soll ihm zeigen, dass wir ihm die Gestaltung des Abends zutrauen, und zugleich nach außen präsentieren, wie groß seine Bedeutung für die Gastronomie ist.« Diese Philosophie steht im Einklang mit der neuen Ausbildungsordnung in Österreich, die ab 2025 die Lehre zur »Fachkraft für vegetarische Kulinarik« einführt.

Neue Ausbildungswege ab 2025 in Österreich

Ab dem 1. Januar 2025 startet in Österreich die Ausbildung zur »Fachkraft für vegetarische Kulinarik«, die als Doppellehre mit der traditionellen Kochausbildung kombiniert werden kann. PROFI hat bereits berichtet. Diese drei Jahre dauernde Ausbildung wurde trotz anfänglichem Widerstand von Branchen- und Arbeitnehmervertretern durchgesetzt und soll den Beruf auch für jene zugänglich machen, die bisher aufgrund ihrer Ernährungsweise eine Kochlehre ausgeschlossen haben.

»Mit der vegetarisch-veganen Kochlehre macht die Gastronomiebranche einen wichtigen Schritt Richtung Nachhaltigkeit!«, sagt Joachim Ivany vom Fachverband Gastronomie. Felix Hnat von der »Veganen Gesellschaft« erwartet sich von dem neuen Lehrangebot attraktive und moderne Lehrinhalte, die der pflanzenbasierten Küche gerecht werden.

Ein Abend der Talente im »Bonvivant«

Die Gäste des 4-Gang-Dinners im »Bonvivant« können sich auf kreative und hochwertige vegetarische Gerichte freuen, begleitet von passenden Getränken, die ebenfalls vom Nachwuchs ausgewählt und serviert werden. »Der Dinner-Abend ist keine Prüfung, sondern ein wichtiger Schritt in der Ausbildung«, erklärt Küchenchef Nikodemus Berger. Das gesamte Team steht den Auszubildenden zur Seite und unterstützt sie bei der Menü-Entwicklung und der Vorbereitung des Abends.

Barchef Elias Heintz (re.) unterstützt die Azubis. © Sarah Schlopsnies
Barchef Elias Heintz (re.) unterstützt die Azubis. © Sarah Schlopsnies

Für nur 99 Euro pro Person – inklusive Getränkebegleitung und Wasser – erwartet die Gäste ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art. Das Dinner beginnt um 18.30 Uhr und die Plätze sind auf 60 limitiert. Es besteht die Möglichkeit, einen eigenen Tisch zu reservieren oder sich am »Family & Friends«-Tisch platzieren zu lassen.

Vergünstigtes Angebot für Auszubildende anderer Betriebe

Auszubildende aus anderen gastronomischen Betrieben haben die Möglichkeit, das Menü wochentags vergünstigt kennenzulernen. Mit einem Nachweis über den Ausbildungsplatz und einer kurzen Begründung, warum sie das Menü probieren möchten, können sie das 5-Gang-Menü für nur 62 Euro genießen.

Lesenswert

Rawlston Williams Karibik Rezept - Falstaff PROFI

Winzige Weißfische, mit Gewürzen knusprig gebraten: Damit können Sie Ihre Gäste im Sommer überraschen!

© NICO SCHINCO

Streetfood aus der Karibik: Rawlston Williams’ Tri Tri Fritters

Karibische Küche lebt von Gewürzen, Texturen und mutigen Aromen. Rawlston Williams bringt mit seinen Tri Tri Fritters ein Stück Saint Vincent auf den Teller. Ihre Gäste werden das Gericht lieben, vor allem im Sommer!

Rawlston Williams Karibik Rezept - Falstaff PROFI

So bunt wie die Karibik sind auch die Rezepte in Rawlston Williams »Caribbean Cookbook«.

© Phaidon Verlag, canva.com

Buch der Karibik: Rawlston Williams exotisches Koch-Kompendium

Am Image kann es nicht liegen! Und doch erfuhr die Karibik als eine der wenigen Weltgegenden kaum Beachtung als Kücheninspiration. Der New Yorker Chef Rawlston Williams ändert das. Bunte Rezepte, die ideal für den Sommer sind und die er in 28 Inselnationen sammelte.

ZU TISCH - Falstaff PROFI

Tausende Besucher strömten in den kleinen oberfränkischen Ort Wirsberg.

© Jesper Hilbig

Genuss und Wissen: »ZU TISCH!« zeigt, wie Foodfestivals heute funktionieren

Über 80 Manufakturen und Köche sowie mehr als 50 Workshops, Tastings und Talks: Das Festival »ZU TISCH!« erzeugt Aufmerksamkeit weit über die Grenzen Frankens hinaus – und hat sich längst vom Genuss-Event zur Plattform entwickelt.

Kulinarisches Paznaun - Falstaff PROFI

TVB Paznaun-Ischgl

© Von Juli bis Oktober 2026 verwandeln sich neun ausgewählte Hütten und Almen im Paznaun in besondere Genussstationen.

Gipfel der Genüsse: Gourmetköche warten im Paznaun auf 2.000 Metern

Regionale Produkte allein reichen oft nicht mehr aus, um Gäste zu begeistern. Im Paznaun setzt man deshalb auf eine enge Zusammenarbeit von Produzenten, Hüttenwirten und Spitzenköchen – und macht daraus ein touristisches Gesamtkonzept.

Rezept Massimo Bottura - Falstaff PROFI

Optisches Highlight: Diese Lasagne erfreut nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge.

© Lena Staal / STAAL & JOHS

Lasagne à la Bottura – italienische Glückseligkeit für Gaumen und Auge

Spitzenkoch Massimo Bottura verwandelt die klassische Lasagne in ein komplexes Gericht für Profis – vielschichtig, geschmacklich ausbalanciert und perfekt ausgeführt. Falstaff empfiehlt dazu einen rubinfarbenen Roten vom Weingut »Drei Donà« in der Emilia-Romagna.

Wer seine Karte modernisieren, jüngere Zielgruppen ansprechen oder einfach einen starken Eyecatcher braucht, liegt mit dem Crunchy Kimchi Burger genau richtig.

© Foto beigestellt

Produkt der Woche: Crunchy Kimchi Burger

Advertorial

Der Crunchy Kimchi Burger bringt frischen Wind auf Ihre Karte – laut, bunt und maximal im Trend. Der Food-Hype aus Südkorea liefert genau das, was Gäste heute lieben: echte Gemüsestücke, internationale Trendgeschmäcker und richtig viel Crunch.

Meist gelesen

Köche kochen für die Krebshilfe

Prominente Unterstützung für die »Österreichische Krebshilfe«: Jenny Frankl und Bernhard Murg vom »Kabarett Simpl« mit Bio-Spitzenköchin Clara Aue und ihrer Charity-Kreation.

© Moving Stills

Im Marktrestaurant Gutes tun: »HEU & GABEL« kocht für die »Krebshilfe«

Bio-Spitzenköchin Clara Aue, Jenny Frankl und Bernhard Murg vom Kabarett Simpl zeigten bei Sonnenschein am Meidlinger Markt, wie viel Wärme entsteht, wenn Genuss und guter Zweck aufeinandertreffen.

Hilton Tapestry Collection Köln - Falstaff PROFI

Direkt neben dem Kölner Dom: Das »Senatshotel« wird zum ersten deutschen Boutique-Hotel der »Tapestry Collection« umgebaut.

© canva.com/Xurzon

Individuell & lokal: »Hilton« bringt »Tapestry Collection« nach Deutschland

Internationale Hotelgruppen suchen zunehmend nach Konzepten, die Markenstärke mit lokalem Charakter verbinden. Genau darauf setzt »Hilton« nun auch in Deutschland.

Familie Blochberger Eis-Greissler - Falstaff PROFI

Milch übrig: Georg und Andrea Blochberger machten aus einer kreativen Idee eine erfolgreiches Unternehmen.

© Eis-Greissler

Eis

15-Jahr-Jubiläum: Wie der »Eis-Greissler« aus einer Notlösung ein Geschäftsmodell machte

Mit »Schnitzel«- und »Grammeleis«: Der »Eis-Greissler« feiert Jubiläum und zeigt, wie sich aus einem einfachen Produkt durch Storytelling, Erlebnisse und mutige Ideen eine starke Freizeitmarke entwickeln lässt.

»Avita« Falafel stehen damit für hohe Gästeakzeptanz, maximale Flexibilität im Einsatz und wirtschaftliche Effizienz im professionellen Küchenalltag.

© Foto beigestellt

Produkt der Woche: »Avita« Falafel

Advertorial

Die tiefgekühlten »Avita« Falafel überzeugen durch hohe Gästebeliebtheit, flexible Anwendung und starke Wirtschaftlichkeit.

Vina Graz - Falstaff PROFI

Hommage an die Mama: Thi Ba Nguyen (links) und ihre Suppe dürfen auch auf dem Top-Level nicht fehlen!

© Roland Graf

Fine Dining auf Vietnamesisch: Das »Vina« Graz schwimmt gegen den Strom

Es ist ein Statement gegen Spar-Wahn. Und eines, das dem Gästewunsch folgt: Zusätzlich zu den Streetfood-Klassikern bietet Robert Nguyen ein aufwändiges Sechs-Gang-Menü. Mit dabei natürlich auch: die Suppe von seiner 85-jährigen Mutter.

Branchentagung - Falstaff PROFI

Manfred Ronge präsentiert bei der 17. Branchentagung der Österreichischen Gemeinschaftsverpfleger Zukunftsthemen – darunter KI, Robotik und Digitalisierung.

© Schörg VISUALS

KI, Kosten und Robotik – das treibt Österreichs Gemeinschaftsverpfleger derzeit um

»Zukunft nicht abstrakt diskutieren, sondern gemeinsam greifbar machen« – unter diesem Motto trifft man sich bei der 17. Branchentagung der Gemeinschaftsverpflegung zum Austausch über Digitalisierung, Automatisierung und Sicherheit.

Der Newsletter für echte Profis

Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!