Siegreiche Sommelier-Rookies im Dreier-Pack: Sophie Winkelhofer, Christoph Bleier und Franziska Kaufmann (v.l.n.r.).
© Roland Graf
Bester Nachwuchssommelier 2025: Christoph Bleier machte das Rennen
Ein kräftiges Lebenszeichen des heimischen Gastro-Nachwuchses lieferte die Suche nach dem besten Rookie-Sommelier. Mit einer Rekord-Beteiligung zeigte die »Sommelier Union Austria«, wie attraktiv Serviceberufe sein können.
von Roland Graf
04. November 2025
Die Nachwuchsarbeit ist eine der wichtigsten Säulen der »Sommelier Union Austria«. Und während die Suche nach dem besten Sommelier des Landes – nach Unstimmigkeiten über die letzte Ausscheidung – auf 2026 verschoben wurde, glänzte die nächste Generation schon jetzt mit Serviceleistungen am Gast. Das »Hilton Double Tree« in Wien gab den perfekten Rahmen für die Suche nach den besten Talenten ab, der zum wiederholten Mal von Philipp Künemund als Juryvorsitzendem geleitet wurde.
Ständig gefordert sein
Der Vizepräsident der »Deutschen Sommelier Union« sorgte nicht nur für Internationalität. Er gab den 19 Teilnehmern – ein neuer Rekord! – auch ausführliches Feedback. »Erwartet immer Überraschungen«, lautete einer der Tipps. Denn auch während eines angesagten Rotwein-Services kann sich ein Gast spontan umentscheiden. Dann sind in der Sekunde »weiße« Empfehlungen gefragt. Dieser hohe Realitätsgrad der gestellten Aufgaben ist auch Annemarie Foidl als Präsidentin der »Sommelier Union« bei diesem seit 15 Jahren veranstalteten Wettbewerb wichtig. »Lasst euch die Angst nehmen und habt einfach Spaß«, gab die langjährige Vorsitzende den neuen Kräften Mut.

Ohne Publikum, dafür mit starken Anforderungen, mussten die Teilnehmer nicht nur den Wissenstest zu Rebsorten und Weinregionen absolvieren. Freche Gäste, die einfach Platz nahmen, waren ebenso Teil der zu meisternden Aufgaben. Dazu galt es parallel einen Tisch voller Fehler (schmutzige Tischwäsche, falsche Gläser etc.) für das Service vorzubereiten. Aber auch eine Blindprobe von Weinen und Spirituosen stand an. Schwarze Gläser verwiesen die 19 Teilnehmer rein auf ihre Sensorik: Marillenbrand, Tennessee Whisky und Gin waren mit diesen eingeschränkten Sinnen ebenso zu benennen wie drei Weine. Sommelier-Profis wie Natalie Lang, Ivana Kuspita oder Florian Grasmuk (Tourismusschulen MODUL) bewerteten die Performance des Nachwuchses.
Ein starkes Trio im Finale
Am Ende gingen drei Finalisten aus dem Bewerb für alle Servicekräfte unter 22 Jahren hervor. Sie matchten sich um den Sieg, der unter anderem mit Weinen von Peter Szigeti und Martin Pasler versüßt wurde. Auffällig stark zeigten sich die Sommelièren: Platz 2 ging an Franziska Kaufmann (HLW Hertha Firnberg, Wien), der dritte Rang war Sophie Winkelhofer (HLF Krems) nicht zu nehmen. Die meisten Punkte erhielt aber ein Mann, der in der »Wein&Co«-Filiale Mariahilfer Straße Weine Kunden schmackhaft macht: Christoph Bleier nahm die Preise von Brad Knowles, Vizepräsident der »Sommelier Union Austria«, entgegen. Hauptgewinner ist mit diesen engagierten 19 Servicekräften aber ohnehin Österreichs Gastronomie.

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