WIFI Wien-Institutsleiter Christian Faymann, Philipp Stohner und Andreas Skrinjar (Küchenmeister-Lehrgangsleiter WIFI Wien) mit den Prüfungskandidaten.
© Marie-Theres Ehrendorff
Sechs angehende »Küchenmeister« stellen sich der Prüfung der Top-Liga
NQR-Level 6 mag auch vielen Profis nichts sagen. Doch dieses Level macht den »Küchenmeister« des WIFI zur höchsten Ausbildungsstufe für Köche. In vier-tägiger Prüfung stellten sich sechs Köche der Herausforderung.
von Roland Graf
03. Juli 2025
Das Pendant zum Meistertitel im Handwerk nennt sich »WIFI Diplom-Küchenmeister« und gilt als international anerkanntes Gütesiegel für die Arbeit in der Spitzen-Gastronomie. »Der Titel ist ein Türöffner und ein starkes Statement für Exzellenz am Herd«, gab Christian Faymann den Teilnehmern der diesjährigen Ausbildung mit. Und neben dem Institutsleiter des WIFI Wien unterstrich auch der Initiator des Küchenmeister-Lehrgangs Philipp Stohner den Stellenwert des Küchemeisters: »Der Titel ist weltweit bei der Anstellung von Executive Chefs eine wesentliche Entscheidungshilfe für Personalchefs«.

Das nächste Level für Versierte
Daher gilt der Küchenmeister mit NQR-Level 6 national als gleichrangig zu akademische Bachelorausbildungen oder gewerbliche Meisterprüfungen. Dementsprechend richtet sich die Ausbildung an Köche mit mindestens sechs Jahren Berufspraxis (inkl. Lehrzeit) sowie einem Jahr in Führungsposition. Letzteres soll sicherstellen, dass zum Koch-Handwerk auf diesem Niveau auch Management-Fertigkeiten, Kreativität und Verantwortung in einem Betrieb gehören.
Allein die Theorieprüfung (zwei Tage) hat es in sich; neben einer Facharbeit zu einem gastronomischen Thema ist auch eine Wissensprüfung am PC zu absolvieren. Damit nicht genug, müssen Businesspläne erstellt und Fragen zu Themen wie Ernährungslehre, Recht, Hygiene oder BWL beantwortet werden. Erst danach geht es an die vier Tage dauernde, eigentliche Kochprüfung, die mit einem geheimen Warenkorb beginnt. Daraus ist ein Vier-Gang-Menü zu kochen.

Vom Buffet zum »Meister-Menü«
Zeit und Logistik gilt es noch mehr beim Fingerfood-Buffet im Griff zu haben. Diesem zwei-tägigen Herzstück der Praxisprüfung folgt dann das »Meistermenü«, der glanzvolle Abschluss in fünf Gängen. Andreas Skrinjar dürfte als Lehrgangsleiter seine sechs Kandidaten jedenfalls bestens vorbereitet haben – sie bewiesen in der anstrengenden Prüfungswoche Kreativität und das Küchenwissen. Auch Falstaff Profi überzeugte sich von diesen Fähigkeiten im Rahmen der Prüfung. Angetreten sind im Wiener »Modul« Philipp Brabec, Luca Drexel, Ismail Faye, Dana Großschädl sowie Christian Klebinger und Markus Kusche.
Mit einem verbrieften Können stehen den neuen Diplom-Küchenmeistern jedenfalls alle Türen zur internationalen Spitzengastronomie offen, ist man seitens des WIFI überzeugt.
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