Der »Guide Michelin« hat in Frankfurt seine Auszeichnungen für das Jahr 2026 vergeben.
© Guide Michelin
Michelin Guide Deutschland 2026: Ein neuer Drei-Sterner und 24 Aufsteiger
Der »Michelin Guide« hat seine Restaurantauswahl 2026 veröffentlicht. Die deutsche Spitzengastronomie wächst weiter: Insgesamt tragen nun 339 Restaurants mindestens einen Stern.
von Brigitte Radl
24. Juni 2026
Die höchste Auszeichnung des »Guide Michelin« erhält in diesem Jahr nur ein Restaurant: Das »L.A. Jordan« in Deidesheim wurde von zwei auf drei Sterne hochgestuft und zählt damit erstmals zur exklusiven Gruppe der zwölf deutschen Drei-Sterne-Restaurants. Unter Küchenchef Daniel Schimkowitsch überzeugte das Restaurant mit einer reduzierten, kreativen Küche, bei der Fisch und Meeresfrüchte im Mittelpunkt stehen.
Vier neue Zwei-Sterner, 20 neue Ein-Sterner
Auch in der Zwei-Sterne-Kategorie gab es Bewegung. Gleich vier Restaurants wurden neu mit zwei Sternen ausgezeichnet oder stiegen von einem Stern auf. Dazu zählen das »The Cloud by Käfer« in der Münchner BMW Welt unter Küchenchef Jens Madsen, das Restaurant »The Dune« im »Hotel The Florentin« in Frankfurt mit Niclas Nußbaumer, das Restaurant »Rausch« in Frankfurt sowie die »Mühle in Schluchsee« unter Fabian Obergfell.
Mit 20 Neuzugängen wächst die Zahl der Ein-Stern-Restaurants auf insgesamt 279 Betriebe. Zu den prominentesten Neuauszeichnungen zählt das Erlebnisrestaurant »Eatrenalin« in Rust, das erstmals einen Michelin-Stern erhält.
Auch Nelson Müller bleibt auf Erfolgskurs: Nach dem Umzug seines Restaurants »Schote« von Essen nach Bergisch Gladbach verteidigte er die Auszeichnung am neuen Standort. Ebenfalls erstmals mit einem Stern ausgezeichnet wurde »Das Philippin« in Rutesheim, das sich vom Café zum Gourmetrestaurant entwickelt hat.
Michelin würdigt auch Service und Nachwuchs
Neben den Sterne-Auszeichnungen vergab der Guide Michelin erneut mehrere Sonderpreise. Den Service Award erhielt Karin Weißer vom »Restaurant Sankt Benedikt« in Aachen für ihre langjährige Gastgeberrolle und ihre fachliche Kompetenz.
Als Young Chef of the Year wurde Axel Boesen vom »Restaurant Dopamin« in Saarburg ausgezeichnet. Der Sommelier Award ging an Noris F. Conrad vom Münchner Traditionsrestaurant »Tantris«. Den Titel Opening of the Year sicherte sich das »The Cloud by Käfer«, das mit seinem Konzept des »Culinary Nomadism« auf Anhieb mit zwei Sternen ausgezeichnet wurde.
Innovative Konzepte, junge Küchenchefs
Die neue Michelin-Auswahl unterstreicht einmal mehr die hohe Dynamik der deutschen Spitzengastronomie. Auffällig ist, dass neben etablierten Gourmetadressen zunehmend innovative Konzepte, Hotelrestaurants und junge Küchenchefs ausgezeichnet werden.
Ein Signal für die Branche: Herausragende Produktqualität allein reicht heute nicht mehr aus. Auch ein klares Konzept, Regionalität, Nachhaltigkeit und ein stimmiges Gästeerlebnis gewinnen für internationale Spitzenbewertungen zunehmend an Bedeutung.
Mehr zur Verleihung in Frankfurt und den prämierten Restaurants lesen Sie hier >>
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