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Die besten aus dem Restaurant- und Beizenguide 2024 in der Ostschweiz

Copyright (c) 2016 Alexander Kazarin/Shutterstock. No use without permission.
Wir verraten die besten Restaurants und Beizen in Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau.

Dieses romantische Schloss ist der siebte Himmel für Gourmets. Hier lässt man die Seele baumeln und sich von Kochikone Andreas Caminada und seinem Team kulinarisch verwöhnen. Er zeigt immer wieder, dass Gourmetküche auch ohne exotische Zutaten hervorragend funktioniert.

Obergass 15, 7414 Fürstenau, Schweiz

Ein Besuch im Memories ist immer ein Erlebnis. Sven Wassmers Kochkunst vereint regionale Traditionen und beste Zutaten zu einer köstlichen Gourmetküche ohne Chichi. Die hervorragende Weinbegleitung von Amanda Wassmer Bulgin schafft eine vierte Dimension des Genusses.

Bernhard-Simon-Strasse 14, 7310 Bad Ragaz, Schweiz

In der oberen Etage des Hotels Einstein entfalten präzise thematisierte Fine‑Dining-Menüs mit vier bis sechs Gängen pure Eleganz. Die Küche verzichtet auf Effekthascherei und die Weinauswahl aus dem Gewölbeweinkeller liefert grosse Namen, aber auch spannende Überraschungen.

Berneggstrasse 2, 9000 Sankt Gallen, Schweiz

Ein wunderbares Fine-Dining-Erlebnis dürfen die Gäste der eleganten Taverne zum Schäfli geniessen. Küchenchef Christian Kuchler verarbeitet erlesene Zutaten zu himmlischen Kreationen. Die Basis der Gerichte ist klassisch, sie sind aber gespickt mit kreativen Noten.

Oberdorfstrasse 8, 8556 Wigoltingen, Schweiz

Der Sellerie im «7132 Silver» – da war doch mal was … Schon Vorgänger Mitja Birlo verblüffte mit diesem unscheinbaren Gemüse die Gäste im Zweisterne-Restaurant des «7132 Hotels» in Vals. Nachfolger Marcel Koolen tut es ihm gleich. Jedoch in einem Thai-Gericht. Aber dazu später. Wir starten mit einem Glas Cristal 2015 in der Küche. Dabei sticht ein Snack hervor: die Frikandel, ein Gruss an die niederländische Heimat des Chefs. Anstelle der frittierten Wurst setzt Koolen auf Rauchaal und – damit das Häppchen nicht zu intensiv wird – Wolfsbarsch, getoppt von eingelegten Zwiebeln, einer Dill-Emulsion, in Yuzu gepickeltem Kohlrabi und Kristal-Kaviar. Mehrmals im Menü lebt der Chef sein Faible für die asiatische Küche aus, wie etwa beim zwei Stunden lang gegarten Sellerie. Anschliessend glasiert er diesen mit einer Reduktion aus Soja, Agave sowie geröstetem Knoblauch, Chili und Sternanis. Eine Emulsion aus jenem Öl, in dem er davor die drei letztgenannten Zutaten röstete, verstärkt den Geschmack. Darüber: ein Sellerie-Chip an Five-Spice-Würze. Und Karottensalat, angelehnt an einen klassischen Thai-Papaya-Salat, und eine leichte Sauce auf Basis von Kokosmilch und Zitronengras. Erdige, süssliche Noten, Frische und Säure, zitrischer Kick durch Galgant-Öl und Fingerlime – ein Wahnsinnsgericht! Zwei Highlights neben dem perfekt gegarten Hummer und der Bisque aus der geräucherten Hummermousse: ­­ das frittierte Bällchen, gefüllt mit einem Ragout aus den Hummerscheren, und die Hummerschale, die Koolen zum kunstvollen Präsentierteller umbastelt.

Poststrasse 560a, 7132 Vals, Schweiz

Gut drei Jahre ist es her, dass James Baron und seine Frau Natacha die Leitung der «Krone Säumerei am Inn» in La Punt übernommen haben. Ein schmuckes, modernes Hotel inmitten der Engadiner Bergwelt mit rund 20 Zimmern in einem renovierten Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert. Ruhesuchenden Gourmets sei es empfohlen, hier zu übernachten, denn besser und erholsamer geschlafen haben wir selten irgendwo auf der Welt. Dem Konzept der hauseigenen Gourmet-Stube «La Chavallera», die erstklassige Produkte aus der Umgebung in den Fokus stellt, bleibt Baron bis heute treu. Einiges gedeiht im hauseigenen Garten, den man mit dem Alpenkulinarikspezialisten Dominik Flammer angelegt hat. Die Pflanzen, die hier gedeihen, wurden so ausgewählt, dass sie mit der verkürzten Vegetationsperiode auf etwa 1.600 Metern zurechtkommen. Darunter auch Szechuanpfeffer, in den Baron das zarte Lamm hüllt, das mit Brokkoli serviert wird – ein perfekter Fleischgang. Serviert werden auch Baron-Klassiker wie der erfrischende, elegante Saibling mit Radieschen und Kopfsalat oder Birnenravioli mit brauner Butter und Salbei. Letzteres leicht süsslich, ein absolutes Comfort-Dish. Genauso wie das Weisswurst-Amuse mit Brezeleis, von dem wir eine grosse Portion hätten essen können. Der Rotbarbe stiehlt die dazu servierte Zucchettiblüte die Show. Ein vermeintlich einfaches Produkt, das in Barons Händen zu einer Geschmacksexplosion wird. Auf der Weinkarte finden sich neben Weinen aus Frankreich und Italien zahlreiche Crus aus der Bündner Herrschaft, und der Service ist unglaubich herzlich. Tipp: Gegenüber von der «Krone» haben die Barons kürzlich das «Fö e Flamma dal Barun» eröffnet – eine hervorragende Bäckerei mit Beiz.

Via Cumünela 2, 7522 La Punt Chamues-ch, Schweiz

Auf über 1000 Meter und mit Blick über den Bodensee begeistert das Gasthaus zum Gupf mit regionaler Gourmetküche – präzise, leicht und herzlich. In stilvoller Holzstube oder auf der sonnigen Terrasse geniesst man ausgewählte Weine aus dem beeindruckenden Weinkeller.

Gupf 21, 9038 Rehetobel, Schweiz

Nun, hervorragend war das «Igniv» im «Grand Resort Bad Ragaz» schon immer. Doch jetzt hat Joel Ellenberger, seit zwei Jahren der Küchenchef, dem Sharing-Konzept von Andreas Caminada seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Frische, Säure, Abwechslung und eine gehörige Portion Mut machen seinen Stil aus. Forelle mit grüner Mango. Makrele an Sanddorn und Kaviar – verblüffend, wie der Zürcher den Spagat zwischen der fruchtigen Säure und dem jodig-salzigen Korn schafft. Alles eine Frage der Balance für den talentierten Chef. Das brillante Pairing dazu: Sauvignon Blanc «Privat» 2019 vom südsteirischen Weingut Gross, ein rares Weinmonument, das nur in den besten Jahren gekeltert wird. Rinderzungensülze mit Bohnensalat – ein deftiger, bayerischer Landhaus-Klassiker wird zum filigranen Gourmetgericht. Beim panierten Blumenkohl an Miso-Hollan­daise weiss der Kenner gleich: Da baut Ellenberger einen Schauenstein-Klassiker ins Menu ein! In die Beurre blanc, die Heilbutt mit Bohnen begleitet, würde man am liebsten eintauchen. Da bleibt kein Tropfen im Teller. Beim Dessert ist auf Patissière Lisa Oestreich Verlass: Das ­Tonkabohnensoufflé ist ein Gedicht, das Kirschsorbet zum armen Ritter mit Mohn genauso. Bei der Weinbegleitung lässt sich Lorenz Tesar spannende Spielereien einfallen: Der Blindvergleich der 2018er Bündner Pinot Noirs von Gantenbein und Möhr-Nigglis Pilgrim – beide aus der Grossflasche – ist spektakulär. Der klare Sieger heisst: Lassen Sie sich überraschen. Ja, Ellenberger klettert gerade grossen Schritts die imaginäre Rangliste der Schweizer Spitzenköche empor. Viel mehr Spass und Genuss zum Teilen geht nicht.

Bernhard-Simon-Strasse 14, 7310 Bad Ragaz, Schweiz

Ausgezeichnet ist hier nicht nur die Küche, auch das Panorama kann punkten: Im Da Vittorio trifft italienische Spitzenküche auf alpinen Luxus. Klassiker wie Paccheri alla Vittorio und Maialino da latte con tartufo kommen kunstvoll angerichtet auf den Teller.

Via Johannes Badrutt 11, 7500 St. Moritz, Schweiz

In dem ehemaligen Kapellenraum unter der Erde trifft alpine Ruhe auf kreative Fine-Dining-Magie. Ein Zwei-Sterne-Tastingmenü mit Fokus auf saisonale Aromenkunst sorgt für Feuerwerke auf dem Teller. Puristisch, elegant – spektakulär im Engadiner Style.

Via Maistra 3, 7512 Champfèr, Schweiz

Im Mammertsberg servieren Silvio Germann und Team eine kreative, vielfach ausgezeichnete Küche mit regionaler Verankerung. Das stilvoll renovierte Haus bietet ein Fine-Dining-Erlebnis mit Blick auf den Bodensee – und die Möglichkeit, gleich vor Ort zu übernachten.

Bahnhofstrasse 28, 9306 Roggwil (Thurgau), Schweiz

Im Jägerhof wird Gourmetküche auf sehr hohem Niveau geboten. Fein komponierte Teller mit intensiven Aromen und exakter Technik prägen den Stil. Ein Ziel in St. Gallen für alle, die Handwerk und Kreativität schätzen und sich auf jeden Gang wirklich freuen wollen.

Brühlbleichestrasse 11, 9000 Sankt Gallen, Schweiz

La Brezza in Arosa ist der alpine Gourmet-Hotspot von Marco Campanella. «Ispirazione» setzt auf feine Fisch- und Fleischgerichte, «Moving Mountains» denkt pflanzlich. Beide Menüs zeigen Haltung statt Effekte. Einmaliges Erlebnis mit Blick auf verschneite Berge.

Tschuggentorweg 1, 7050 Arosa, Schweiz

Der Küchenchef muss doppelt abliefern, denn Kommunikation mit den Gästen gehört in Fürstenau dazu. Kunden sitzen an der Küchentheke und verzehren, was Simeon Nikolov unter dem Motto «From garden to table» zu einem Veggie-Menü verarbeitet. Spannend ist auch das Wine Pairing.

Obergass 2, 7414 Fürstenau, Schweiz