Die besten Restaurants in 1003 Lausanne
Hoch über Lausanne serviert Franck Pelux französisches Fine Dining mit Ecken und Kanten zwischen Bergen und See. Intensiv im Geschmack, klar in der Technik – etwa pochierte Dorade oder Gnocchi mit Kaviar. Auch der Service von Sara Benahmed ist hochprofessionell.
Wie japanische Köche begrüsst die «L’Appart»-Brigade jeden neuen Gast. Das Spitzenlokal, das vor zweieinhalb Jahren eröffnet hat, ist praktisch ausgebucht. Das Menu besteht aus sieben Gängen mit zwei Verlängerungsoptionen. Eingestimmt werden wir auf die Küche von Luis Zuzarte mit einem Mille-feuille und Sbrinz und Swiss-Shrimp-Tartelette. Perfekte Kreationen, auf die bereits die erste Vorspeise folgt: Uns wird eine Bouillon aus gesammelten Kräutern mit Beurre noisette eingeschenkt. Aus dem Krug lugt ein Kräuter-Bouquet, ein vielsagendes Detail. Feine Noten, feiner Start. Delikat sind auch die hauchdünnen Zucchetti mit Blüten von der Studentenblume und Bärenklau. Auf dem Blumenkohlmousseline thront Kaviar mit fermentiertem Himbeeren. Perfektioniert wird das Gericht mit Beurre blanc. Nach einem Tomaten-Duo mit mexikanischem Maispilz können wir dem Zusatzgang Agnolottis nicht widerstehen. Die Teigtaschen hätten einige Sekunden länger im Salzwasser kochen sollen, aber sie schmecken dank der Füllung von geräucherter Ricotta, Champagner-Sud und Swiss-Shrimps-Bisque grossartig. Gemüse eine Bühne zu bieten, ist echte Kochkunst. Gelungen ist das bei der Aubergine, die eine noch nie probierte Konsistenz mitbringt. Dank Sous-vide wird sie geschmeidig, und Miso und die ersten Steinpilze verleihen dem Ganzen die Umami-Note. Im Hauptgang folgt 45 Tage gereiftes Rindfleisch, das wuchtig im Geschmack ist und von Ysop-Gurken-Jus und gepickeltem Bärlauch flankiert wird. Die leichten Desserts sind angenehm in der Grösse: ein Aprikosen-Sorbet mit Shiso in einem Kelch serviert, darauf folgen mit Estragon pochierte Kirschen mit frischen Mandeln und rosiertem Joghurt. Das junge Team hat sämtliche Register gezogen. Und das liebevoll, locker und lustvoll.
Ein Besuch in der Brasserie im Hotel «Lausanne Palace» lohnt sich eigentlich immer, vor allem für Liebhaber der klassischen französischen Küche. Er ist auch fast immer möglich, denn das Restaurant ist 7 Tage die Woche durchgehend von mittags bis abends geöffnet. Beim Eintreten macht sich sofort eine nostalgische Stimmung breit, dank der Einrichtung mit viel dunklem Holz, Marmor und weisser Tischwäsche. Dazu passt auch das Speisenangebot mit seinen Klassikern wie Caesar Salad, Oeufs à la florentine und Malakoffs als Vorspeisen und Schnecken, Eglifilets und Blanquette de veau im Hauptgang. Beim Anschauen des Menus merkt man allerdings, dass nicht steif auf das Konzept der traditionellen Küche beharrt wird – es gibt auch leichtere Gerichte und vegetarische Optionen. Wir essen zur Vorspeise eine Auswahl an Meeresfrüchten, die geeist auf einer Platte serviert wird. Austern, Kaisergranat und Crevetten sind frisch und von höchster Qualität, da gibt es nichts zu tadeln. Auch die Königinpastete «Bouchée à la reine», die im nächsten Schritt aufgetischt wird, ist hervorragend: knusprig, luftig, gefüllt mit einem Ragout mit Sôt-l’y-laisse und Kalbsmilke. Den Reis dazu hätten wir nicht unbedingt gebraucht, man kann mit ihm aber wunderbar die feine Sauce aufputzen. Zum Dessert dann noch das Pièce de Resistance: ein grosses Baba à la Williamine mit Birne und Doppelrahm. Es schmeckt hervorragend, wir kämpfen uns durch, schaffen aber nur die Hälfte. Sehr zu loben sind auch der aufmerksame Service und die gute Weinkarte. Seit Anfang Oktober gibt es jeden Tag zudem 30 Chasselas aus der Schweiz im Offenausschank, darunter viele spezielle Tropfen.
Das Angebot dieses eleganten japanischen Restaurants basiert auf hochwertigen Fisch- und Seafood-Spezialitäten. Die Sushi-Master bereiten daraus köstliche Kreationen auf Topniveau und machen auch einen Abstecher nach Südamerika: Die Ceviche mit Yuzu ist eine Wucht.
Das Bistro im französischen Stil bietet ein gemütliches Interieur und eine schmackhafte, unkomplizierte und zeitgenössische Küche aus marktfrischen Zutaten. Präsentiert werden die Gerichte auf einer Schiefertafel, bei der Auswahl hilft der zuvorkommende Service gern.
Ein Muss für Fleischliebhaber in Lausanne: Beef'Or widmet sich ganz dem perfekt gegrillten Wagyu, Kobe oder Schweizer Rind vom Josper‑Grill mit hausgemachten Pommes in Rindsfett und feinen Saucen. Im Sommer lockt die Dachterrasse für Apéro mit Tapas und Drinks.
In der historischen Casino-Rotunde von 1908 trifft moderne Bistroküche auf lokale Tradition. Ob Cordon bleu, Féra‑Salate oder Antipasti, hier ist von überall und für alle etwas dabei. Der herrliche Blick über den Genfersee macht die Brasserie zum Lausanne-Klassiker.
In einem charmanten Winkel der Altstadt serviert man hier norditalienische Küche in Form von Spezialitäten wie Agnolotti del Plin mit Salbei-Jus oder Kalbleber-Saltimbocca mit Polenta. Die Weinkarte ist gekonnt kuratiert und der Service ist angenehm ungekünstelt.
Qasti heisst «meine Geschichte». Bei Chef Alan Geeam speist man hausgemachte Mezze wie Hommos, Makanekh oder Soujouk in warmen Räumen in der Innenstadt. Der Fokus liegt auf Sharing-Gerichten. Einladend, authentisch und nah am Libanon. Orientalische Spitzenklasse!
La Bavaria in Lausanne ist eine Belle-Époque-Brasserie von 1881, in der man bis heute in historischem Ambiente speist. Über 50 Biere begleiten Klassiker wie das berühmte Sauerkraut mit Bratwurst – solide Küche, zeitgemäss interpretiert und stilsicher präsentiert.
Im charmanten Café ist alles, was von morgens bis abends auf die Bistrotische kommt, hausgemacht. Die Speisen sind kreative Leckerbissen, die ein breites, internationales Spektrum abdecken. Der üppige Brunch am Wochenende lässt keine kulinarischen Wünsche offen.
Das älteste Restaurant von Lausanne (seit 1780) punktet mit bodenständiger Küche aus der Waadt: klassisches Fondue moitié-moitié, Rösti, saisonale Fleisch- und Fischgerichte, ergänzt durch eine der besten Schweizer Weinsammlungen. Der Saal aus Holz atmet Geschichte.
Im zauberhaften Ambiente eines historischen Hauses von 1340 werden im Grütli nachhaltige, frische Klassiker wie Fondue oder saisonale Jagdspezialitäten – etwa Hirsch oder Chamois mit selbst gemachten Spätzli – gekonnt mit lokalen Bioweinen gepaart.