"Hunde willkommen" Restaurants in Wien
Jeder Gang eine präzise komponierte Offenbarung aus spannenden Produktwelten, feinen Aromen und harmonischen Texturen. Dazu Brot- und Käsewagen. Tolle Weinkarte. Ein außergewöhnliches Gesamterlebnis.
Im Gewölbe dominieren Stil und Purismus, Ähnliches gilt auch für Fabian Günzels kreative Küche. Ihm geht es merklich um Topprodukte, perfekte Zubereitung und einen Hauch von Spieltrieb. Tolle Weine!
Sehen, gesehen werden und ganz formidabel italienisch genießen – seit der Eröffnung 2002 blieb hier zur Prime Time kaum je ein Sitz leer. Serviert wird »Essen mit Charakter«. Exzellenter Service.
In der unkomplizierten Atmosphäre eines Beisls wird raffiniert aufgekocht. Gemüse ist Hauptdarsteller der ausschließlich vielgängigen Menüs, samt Weinraritäten von kleinen Produzenten ein Gesamtkunstwerk.
Aus der offenen Küche im modernen Lokal kommen wahlweise fünf oder sieben Gänge – man kocht dabei äußerst kreativ einmal um die ganze Welt. Außergewöhnlich guter Service. Und sehr gute Weinselektion.
Seit der japanstämmige Geiger, Dirigent und Gourmet Joji Hattori 2015 sein »Shiki« eröffnete, bot das Restaurant zwei Linien: Brasserie-Küche mit Sushi-Bar vorne und Fine Dining mit Menü in den ruhigen hinteren Räumen. Dort erhielt man einst einen Michelin-Stern, der später verloren ging. Vielleicht auch deswegen, weil – so Hattori – »zu oft europäisches Essen reingerutscht ist«. Zudem durfte Hattori dank Verhinderungsbürokratie nie einen Koch aus Japan anstellen. Nach dem Abgang von Langzeit-Co-Küchenchef Alois Traint war nun die Zeit gekommen, das Mutterlokal neu aufzustellen – das exzellente »Shiki Omakase« kam Ende 2025 noch dazu. Gemeinsam mit Küchenchef Gerhard Bernhauer entwickelte Hattori eine neue, viel »japanischere« Karte und hob die alte Zonen-Einteilung auf – alles gibt’s überall. Einige der Innovationen: Thunfisch-Toro-Sashimi – Top-Qualität – mit Sommertrüffel in Tsukuri-Soja-Emulsion oder für die vegetarische Fraktion ein wirklich stimmiges Carpaccio von Zucchini und Kohlrabi mit Akazu-Essig-Soja-Dashi und Sojaöl. Ganz puristisch auf den reinen Geschmack orientiert wird’s bei den Hauptgängen: Goldbrassenfilet Sake-gedämpft mit hausgemachter Ponzusauce und Daikonrettich oder 24 Stunden in Miso eingelegtes, gegrilltes französisches Stubenküken mit Saikyo-Misosauce. Originellste Neuentwicklung: Da beim – pardon – sauteuren Wagyu-Beef für die Steaks stets Abschnitte anfallen, erfand man aus einer faschierten Mischung von japanischem und australischem Wagyu in Panko frittierte, hocharomatische Kugerln mit Jalapeño und Teriyakicreme. Nicht unerwähnt bleiben darf die Weinexpertise von Herrn René.
Seit geraumer Zeit einer der besten Italiener Wiens. Kreative Küche überlässt man anderen – hier freut man sich auf »Variazione di pesce crudo« oder »Branzino in crosta di sale«. Gute Weinselektion.
In den ehemaligen Hallen des Dorotheum Fünfhaus zelebriert Sören Herzig große und kleine kreative Fine-Dining-Menüs mit einer schönen Portion Witz und Charme (»Bikini-Toast«!). Großartige Weinauswahl!
Das Lokal gibt’s schon länger. Jetzt wurde es neu definiert als High-End-Steakhaus mit außergewöhnlicher Weinselektion – von guten Tischweinen bis hin zu Pétrus, Cheval Blanc oder Romanée-Conti.
Seit Jahren Spitze in Sachen Wein, das Essen spielt in der gleichen Liga. Küchenchef Michael Gubik steht für eine kreative, produktfokussierte Küchenlinie. Mehrgängige Menüs. Oder einfach perfekten Chilileberkäse.
Beisl, aber in hip: Mit Fingerspitzengefühl und Verve entstaubt Julian Lechner Wirtshauslieblinge wie Backfleisch und Innereien, während Simon Schubert dazu immer genau die richtige Flasche parat hat.
Der sizilianische Sternekoch Ciccio Sultano hat ein gutes Auge auf seine Filiale im Wiener Ritz-Carlton Hotel. Unter anderem exzellente Meeresfrüchte- und Pastagerichte. Tolles Service, legendäre Weinkarte.
Lokale kommen und gehen, wechseln Wirt und Name. Was »Hansen«-Wirt Leo Doppler 2000 ersann und dann Schwester Veronika und ihr Mann Christian Domschitz übernahmen, hat seit 26 Jahren Bestand. Architekt Luigi Blau mutierte die kaiserliche Kutscheneinfahrt des Burgtheaters zum »Vestibül«. 2009 hatte Domschitz die Idee einer »Wiener Brasserie«. Nun erfolgte wieder ein Schritt in diese Richtung, umgesetzt vom formidablen Christoph Schuch. Denn Domschitz steht schon seit Jahren nicht mehr in der Küche. Die gescheiteste Innovation: Wiener Küche »klein« zu machen. Denn die Deftigkeit vieler Gerichte verunmöglicht meist mehrgängigen Genuss. Großartig: Wildschweinbratl als glasiertes Röllchen mit Kimchi-Chinakohl, Aschantinuss und heimischem Wasabi. Kalbskopf gebacken bekommt als frischen Begleiter Spargelsalat und Pommery-Senfsauce. Auf frische Pasta wird hausgemachter »Wiener Alpen-Bottarga« aus geräuchertem Lachsforellen-Rogen gehobelt – hatte man sogar als Großportion sehr gern. Noch kleiner lässt sich das Gros der Gänge in Menüform genießen. Auch neu: Bis kurz vor Mitternacht gibt’s Happen aus der Schankkarte. Ein von manchen vergessener Klassiker gibt ein starkes Lebenszeichen.
Peter Friese ist es gelungen, das neue Restaurant Beletage so aussehen zu lassen, als wäre es schon immer da. Zweigeteilt die Karte: Klassiker plus ein Jahreszeiten-Angebot von Koch Werner Pichlmaier.
Internationale Fusionsküche mit lateinamerikanischen Akzenten bedeutet ein sensorisches Erlebnis. Das unaufgeregte Lokal überlässt den Tellern die Bühne: spektakulär komponiert und voller Spannung.
Während Marcel Ruhm in der Küche tolles Sushi und kreative Nikkei-Küche zubereitet, sorgt sein Bruder Sascha für die passende Wein- und Sakebegleitung – beide mit spürbarer Leidenschaft.
Seit Jahrzehnten wird im urigen Gasthausambiente der authentischen Wirtshausküche gehuldigt. Beste Grundprodukte bilden die Basis, geliebte Klassiker von Krautfleckerl bis Beuschel das Ergebnis.
Unter der Ägide von Martin Pichlmaier und dank verfeinerter Gerichte von Roman Artner erlebt der Herkner eine echte Blütezeit. Traumhafter, begrünter Innengarten. Tipp: Vier- oder Fünf-Gänge-Menüs. Tolle Weine!
»Brasserie deluxe« ist die Ansage des Hotelrestaurants in der früheren Kassenhalle der Länderbank. Es gibt Zwiebelsuppe und Pâté en croûte, aber auch »steirisches« Tuna-Tataki oder Hamachi-Ceviche.
Daniel Horner schickt zeitgemäße Kreativküche in sechs Gängen aus seiner Küche, dabei nutzt er sowohl heimische als auch asiatische Aromen. Spannend: Statt Wein gibt’s auch eine Teebegleitung!