"Sonntags geöffnet" Restaurants in Stuttgart
Die »Speisemeisterei« residiert im westlichen Flügel von Schloss Hohenheim in Stuttgart. Die historische Anlage, umgeben von weitläufigen Gärten, bietet die ideale Kulisse für eine klassische Küche mit weltläufigen, oft asiatischen Akzenten. Das achtgängige Menü (245 Euro inkl. Aperitif, Petits Fours etc.) eröffnet – nach präzise gearbeiteten Kleinigkeiten – mit einer pochierten Irish-Mór-Auster mit Ponzu, Kaviar und Kopfsalat. Die zarte, cremige Auster trifft auf knackigen Salat und saftiges Austernblatt, die Ponzu steuert eine feine Süße bei. Es folgen ein erfrischend säuerlich-grün arrangierter »Matjes« von der Seeforelle sowie eine sagenhaft wolkig-weiche Focaccia mit aufgeschlagener Kräuterbutter. Danach wird es mediterran: Die knusprig gebratene Rotbarbe serviert Stefan Gschwendtner mit einem tiefen Sud voller Krustentier-Noten, frischem Fenchelsalat und einem etwas knapp bemessenen Klecks Romesco. Die Agnolotti von der Kalbshaxe mit Parmesan, Spinat und Haselnüssen hätten in der Füllung etwas süffiger sein dürfen, doch das Wagyu-Roastbeef A5, das darauf folgt, ist ein makelloses Stück Edelrind: außen kross, innen von schmelzender Üppigkeit. Knackige Pfifferlinge und Schnittlauchwürze machen den Gang vollends rund. Das Pre-Dessert ist ein Hausklassiker, den man fast schon als finales Dessert akzeptieren würde: cremiges Erdmandeleis mit Zimt, ein Sahnehäubchen, Kaffeesud und Mandelcrunch ergeben einen „Eiskaffee“ der Extraklasse. Das eigentliche Dessert – eine etwas gewöhnlich wirkende Himbeermousse – fällt dagegen leicht ab, das begleitende Sauerrahmeis überzeugt dafür umso mehr. Ein Menü, für das sich der kurze Abstecher aus dem nahen Stuttgart mehr als lohnt.
5 wie »fünf Gänge«, wie »alle fünf Sinne beisammenhaben« oder vielleicht auch wie die »fünf Kontinente«. Alexander Dinters Küche steht jedenfalls für radikalen Geschmack, sein Lokal für ultraherzliche Gastfreundschaft.
Aus dem Gasthaus Hasen wurde vor einiger Zeit Meister Lampe – und die angedeutete Lockerheit ist überall zu spüren. Daniel Stüblers Sülze vom Duroc-Schwein verführt ebenso wie Milchreis mit Aprikosen.
Für manche ist die Terrasse das Highlight, für andere Tobias Schnees Küche. Der Chef schafft es, Klassiker wie Zwiebelrostbraten oder Kreationen wie marinierte Flusskrebse gleichermaßen sorgsam anzurichten.
Mit Matthias Kasprzyk ist hier die dritte Generation aktiv und zeigt, was sie bei Topadressen gelernt hat. Kalbsbacke in Lemberger und Schwarzwaldsaibling mit Kaviar stehen für das kulinarische Spektrum.
Die Fensterplätze des Museumsrestaurants sind ähnlich begehrt wie eine Audienz beim Papst. Aber auch an jedem anderen Tisch kommt der Genuss nicht zu kurz bei Bouillabaisse, exotischen Desserts und tollem Flair.
In dem japanischen Restaurant in Feuerbach kann man sich auf Sushi beschränken (gern vegetarisch) oder kreativ wählen: Miso-Suppe auf Bouillabaisse-Art und das Maronen-Mandarine-Dessert verblüffen.
Schwaben trifft die Welt. Das jugendlich-frische Restaurant begeistert sich für spätzleumkränzten Zwiebelrostbraten, hat aber auch ein offenes Ohr für Vegetarier. Reife Weine zum Schnäppchenpreis.
Im schicken Mix aus Restaurant und Bar, aus Hafenloft und American Diner gibt es Surf & Turf von frischem Hummer bis zum Prime Beef. Die umfangreiche Getränkekarte bietet auch einige offene hochwertige Weine.
Der Name täuscht, denn im urig-gemütlichen Wirtshausambiente gibt es zwar Klassiker wie Maultaschen, Kässpätzle und Rostbraten, die aber mit modernem Twist zubereitet sind. Regionalität wird auch auf der Weinkarte mit über 160 Positionen gefeiert.
Die kreative Fusionsküche ist ambitioniert, das Ambiente hinter der Stiftskirche gleicht einem Loft und öffnet sich zum Schillerplatz. Zu Wolfsbarsch-Ceviche oder Lachs im Miso-Style gibt es außer hausgemachten Limonaden auch eine gute Auswahl erlesener (Schaum-)Weine.
Sonia, Juan und David führen das ihren Eltern gewidmete Restaurant mit ungewöhnlichem Qualitätsanspruch. Hausgemachte Kroketten, schwarze Paella und Mandelkuchen zeigen die Vielfalt der spanischen Küche.
Weil das Restaurant mit seinen großen Glasfronten im Landtag liegt, kann man auch gelegentlich Politiker sehen. Hochwertige Gerichte von Schwäbisch bis International, umfangreiche Weinkarte, sehr schöne Terrasse mit Blick auf Oper und Neues Schloss.
Stammgäste wissen genau, in welchem der fünf Stäffele-Teile sie reservieren. Newcomer sollten sich vom Flair überraschen lassen und beim Essen die Schwäbische Platte, beim Wein Trollinger verlangen.
Im edelrustikalen Ambiente des Familienbetriebs kommen zwar auch ausgezeichnete Pizzen aus dem Steinofen, aber zu guten Weinen bietet die Küche zudem Spezialitäten fernab der Standards bis hin zu Hummerwochen.
Die Lage hinter ist nicht ideal, dafür aber ist das neue Restaurant spektakulär mit Lichtinstallationen von Tobias Rehberger in Szene gesetzt. Die Küche kann mit Tatar vom Wolfsbarsch zu marinierten Artischockenherzen oder Gnocchi mit Entenragout nicht nur optisch mithalten.
Im eleganten Restaurant des Steigenberger Hotels Graf Zeppelin werden Rumpsteak, Chateaubriand, aber auch Secreto Iberico im Southbend bei 800 Grad gegrillt. Außer gute Drinks und Cocktails von der angegliederten Bar gibt es auch hochwertige offene Weine.
Unweit des Schlossplatzes zeigt man sich gerne, aber man sitzt nicht nur schön, sondern isst auch gut. Viele Klassiker, aber auch wöchentlich wechselnde Spezialitäten, dazu Weine aus allen Regionen Italiens.
Einst ließ hier der Herzog seine Buchhaltung führen, heute werden in der Küche saure Kutteln in Lemberger gegart, die ebenso begeistern wie Zwetschgenstreusel zum Dessert. Zwei Terrassen verschönern den Sommer.
Täglich durchgehend geöffnet hat diese schwäbische Institution. Bei Küchenchefin Alina Wolf hausgemachte Maultaschen und Kalbskutteln zu bestellen, ist eine gute Idee. Dazu Trollinger oder Kellerbier.