Berlin: Rave, Rausch und Hedonismus
Berlin ist die Stadt der Kontraste, der Freiheit und des stetigen Wandels. Zwischen Rave und Vernissage, Szenebar und Späti vereint die Metropole Stil, Hedonismus und eine ganz eigene Leichtigkeit.
Roter Samt, antike Holzbänke, elegante Wandmalereien und eine goldene Discokugel als Wahrzeichen und Reminiszenz an die glorreiche Historie des Hauses: Im behutsam renovierten Tanzsaal von »Clärchens Ballhaus«, der Berliner Institution an der Auguststraße, hat vor rund einem Jahr das Restaurant »Luna d’Oro« eröffnet.
»Clärchens Ballhaus« erzählt die Geschichte Berlins
Wo vor hundert Jahren Charleston und Foxtrott durch die Nächte wirbelten, kommen nun deutsche Küchenklassiker und exzellente Espresso Martinis auf den Tisch. Eine Etage drüber, im alten Spiegelsaal, wird auch heute noch getanzt: Swing, Salsa, Tango. Auch draußen sitzt man wunderbar, unter Bäumen mit Lichterketten im hinteren Außenbereich. Am nahen Gipsdreieck mit seinen Weinbars trifft sich die Mitte-Bohème im schwindenden Nachmittagslicht, um später in Richtung Torstraße weiterzuziehen.
Das »Clärchens« zeigt, wofür Berlin steht: eine wechselvolle Geschichte, legendäre Nächte und die Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden. Das Tanzlokal erzählt auch von einer Heiterkeit, die viele erst mal nicht mit Berlin in Verbindung bringen.
Berlins Mythos als ewige Partystadt
In dieser Stadt ist die Nacht zwar roher und anarchischer als in wohl jeder anderen Metropole Europas; sie lebt vom Ruf der Freiheit, vom Exzess ohne Sperrstunde und von ihrer Elektronischen-Musik-Szene – doch was den Mythos Berlins als der ewigen Partystadt begründet, ist mehr als Rave und die hemmungslose Lust am Rausch. Ob Gallery Weekend, Art Week oder kleine Vernissage, ob Partydinner, Naturweinlokal, Szenebar oder lockerer Umtrunk am Späti: Berlin verbindet stets Stil mit Hedonismus.
Die Ausgehviertel sind Mitte, Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain. Der alte Westen (Charlottenburg, Kantstraße, Savignyplatz) lohnt sich für einen Abstecher. Queere Szene rund um den Nollendorfplatz, aber eigentlich überall. »Berghain«, »Tresor« und »Sisyphos« zählen zu den legendären Techno- Clubs. Kultrestaurants mit Promi-Faktor: »Borchardt« (Politik, Medien), »Paris Bar« (Kulturschaffende, Künstler), »Grill Royale« (alle). Für einen guten Drink zu »Veronika« im Fotografiska-Museum, »Buck & Breck« (Speakeasy), »Green Door Bar« (Schöneberg), »Bar Tausend« (versteckt unter S-Bahn-Gleisen) und »Velvet«. Für Theater, Shows, Varieté, Performance, Diskurs: Friedrichstadt-Palast (größte Bühne Europas), Berliner Ensemble, Volksbühne.
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