Die Sieger des Rotwein Grand Prix 2025
Der Falstaff Rotwein Grand Prix bildet traditionell den Auftakt zu unserer Rotweinprämierung und kürt die besten jungen Rotweine Österreichs. Der Jahrgang 2024 überzeugte auf voller Linie in allen drei Kategorien: Blauer Zweigelt, Blaufränkisch und Cuvée.
Der Falstaff Rotwein Grand Prix bildete einmal mehr den glanzvollen Auftakt zur Rotweinprämierung, die heuer bereits zum 46. Mal stattfindet. Die Verkostung der jungen Rotweine bot die ideale Bühne, um die Stärken des Jahrgangs 2024 zu zeigen: In Österreich brachte dieser Jahrgang außergewöhnlich hohe Qualität hervor. Die Rotweine überzeugen durch Reife und Komplexität – lediglich die Mengen fielen etwas geringer aus als erhofft.
Der Witterungsverlauf des Jahres zeigte sich überaus abwechslungsreich. Spätfröste, Hagelschläge und Starkregen setzten mancherorts den Weingärten zu und ließen die Erträge schrumpfen. Die klassischen Rotweingebiete blieben jedoch von den widrigsten Wetterkapriolen weitgehend verschont. Dank dem frühen Austrieb konnten die roten Sorten optimal ausreifen, und die sommerliche Hitze sorgte für kleine, dickschalige Beeren – die Basis für tiefdunkle, dichte Jungweine. Hohe Zuckergrade und reife Tannine legten den Grundstein für ein herausragendes Ergebnis: Die heimischen Leitsorten Blauer Zweigelt und Blaufränkisch überzeugen ebenso wie die internationalen Spitzenvertreter Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah.
Ein knappes Rennen
Bei diesem vielversprechenden Jahrgang war die Spannung groß, welche Weine sich beim Falstaff Rotwein Grand Prix durchsetzen konnten.
In der Kategorie Blauer Zweigelt erreichten zehn Weine das Finale mit 92 Punkten und mehr. Der Grand Prix in dieser Kategorie geht heuer an Franz »Ferry« Schindler aus Mörbisch für seinen Zweigelt Ried Satz 2024, der mit 93 Punkten bewertet wurde. Im Stechen setzte er sich punktgleich gegen den Zweitplatzierten Paul Achs aus Gols mit dem Zweigelt Alte Reben 2024 durch.
Es folgt eine Gruppe von acht Weinen mit 92 Punkten, Die Bronzemedaille wurde mittels Rangziffernmethode ermittelt und geht an Lisa Kölly-Pfneisl vom Weingut Pfneisl im Deutschkreutz. Zu den weiteren Finalisten mit 92 Punkten zählten das Rotweingut Lang, das Weingut Hundsdorfer, Günter und Regina Triebaumer, Werner Achs und Nestor sowie Philipp Grassl und Gerhard Markowitsch.
Mineralische Frische & Vielseitige Cuvées
Unter den reinsortigen jungen Blaufränkischen von 2024 konnten sechs Weine 92 oder mehr Punkte erreichen. Der Grand-Prix-Sieger heißt Stefan David Wellanschitz vom Label Kolfok aus Neckenmarkt mit seinem Blaufränkisch namens »Intra! the wild red«, ausgezeichnet mit 93 Punkten. Mit 12 % Alkohol entspricht dieser leichtfüßige, mineralische Bio-Wein ganz dem Bild eines modernen, auch für die jüngere Zielgruppe attraktiven, heimischen Rotweins. Im Stechen um die Ränge standen sich fünf Weine gegenüber, die alle mit 92 Punkten bewertet wurden. Der zweite Platz geht an Günter und Regina Triebaumer aus Rust für Blaufränkisch Rust 2024, der dritten Rang an das Weingut Scheiblhofer aus Andau mit Blaufränkisch Classic 2024. Weitere punktegleich gewertete Weine in der Blaufränkisch-Gruppe kamen von Markus Iro (Tradition), Silvia Heinrich (Burgenland) und Paul Achs (Edelgrund).
Die Kategorie Junge Cuvée gewinnt das sonst vor allem für seine tolle Rosé-Palette bekannte Weingut Strehn aus Deutschkreutz. Der Ultra Violett 2024 erreichte 93 Punkte und ist eine für 8 Monate in Beton ausgebaute würzig-fruchtige Cuvée aus Cabernet Franc mit einem kleinen Anteil Blaufränkisch, abgerundet vier Monate im großen Holzfass. Auf dem zweiten Rang platzierte sich mit Silvia Heinrich, ebenfalls aus Deutschkreutz, mit ihrem Ried Siglos 2024. Auf Platz drei rangiert, ebenfalls mit 92 Punkten, die elegante Cuvée Rouge von Nestor aus Halbturn.
Grosse Erwartungen
Die verkosteten Weine des Jahrgangs 2024 geben einen vielversprechenden Vorgeschmack auf den Hauptbewerb im kommenden Jahr, wenn der Jahrgang voll ausgereift in allen Sorten sowie in der Cuvée-Gruppe beurteilt wird. Angesichts der hohen Qualität der Jungweine darf man sich auf herausragende Ergebnisse freuen. Der Rotweinjahrgang 2024 hat das Potenzial, das Niveau seinen exzellenten drei Vorgängerjahre sogar noch zu übertreffen. Einzig die Mengen könnten ein Wermutstropfen sein.