Dubai-Schokolade löst internationale Pistazien-Knappheit aus
Vom Hype zur Knappheit. Ist die Dubai-Schokolade so beliebt geworden, dass sie zu Lieferengpässen führt?
Laut «The Guardian» ist der Preis für Pistazien – unverzichtbare Zutat der ikonischen Füllung der Dubai-Schokolade – von 7.65 auf 10.30 US-Dollar pro Pfund (0.454 kg) gestiegen. Das globale Angebot der Nuss ist ohnehin schon knapp: Eine schlechte Ernte in den USA, dem weltweit führenden Pistazienexporteur, hat die verfügbare Menge spürbar reduziert.
Zusätzlich dazu verzeichnete Iran, der zweitgrösste Produzent, einen 40-prozentigen Anstieg der Pistazienexporte in die Vereinigten Arabischen Emirate innerhalb von sechs Monaten (Oktober 2024 bis März 2025). Extreme Sommerhitze und Stromausfälle beeinträchtigten die Qualität der Ernte, was zu auffallend kleineren Nüsse führte. In Kombination mit der sprunghaft gestiegenen Nachfrage – ausgelöst durch den Hype rund um die Dubai-Schokolade – hat sich die globale Knappheit verschärft.
Der TikTok-Durchbruch
Die Schokolade selbst wurde bereits 2021 vom emiratäischen Chocolatier Fix Dessert Chocolatier lanciert. Sie kombiniert cremige Milchschokolade mit knusprigem Kataifi-Gebäck und einer intensiven Pistazienfüllung – inspiriert von der Levante-Süssspeise Knafeh. Der virale Durchbruch erfolgte Ende 2023, als ein TikTok-Video der Food-Influencerin Maria Vehera über 120 Millionen Aufrufe erzielte und eine weltweite Nachfrage auslöste. In den vergangenen Tagen kommentierten einige User:innen sogar scherzhaft, dass sie für die Pistazien-Knappheit verantwortlich sei.
Internationale Schokoladenhersteller wie Läderach und Lindt reagierten schnell mit eigenen Dubai-Schokoladen, konnten jedoch die Nachfrage kaum decken. Einige Geschäfte begannen sogar, die Anzahl der verkauften Tafeln pro Kund:in zu rationieren. Die Situation verdeutlicht die Macht sozialer Medien, insbesondere TikTok, bei der Beeinflussung globaler Konsumtrends und Lieferketten.