Zum Inhalt springen
© Shuttertsock/Kristi Blokhin/Symbolbild

Expansion in Montalcino: La Faretra kauft Traditionsweingut Querce Bettina

Wein
Toskana
Übernahme

Mit der Übernahme des historischen Weinguts Querce Bettina in Montalcino setzt La Faretra aus Gavorrano einen strategischen Schritt. Ziel ist die Stärkung des Premiumsegments und der internationalen Märkte.

Das toskanische Weingut »La Faretra« mit Sitz in Gavorrano hat das historische Weingut Querce Bettina im Herzen von Montalcino gekauft. Der Ankauf ist ein wichtiger Schritt für das Weingut »La Faretra«.

Ziel ist es, die Präsenz in einer der bekanntesten Weinregionen Italiens auszubauen, das Sortiment um weitere »Brunello-di-Montalcino-DOCG-Weine« zu erweitern und die internationale Marktposition zu stärken.

Das Profil von Massimo Guercilena

Hinter dem Projekt steht Massimo Guercilena, Geschäftsführer von »La Faretra«. Der studierte Wirtschaftswissenschafter war viele Jahre als Manager in Italien und im Ausland tätig, bevor er 2014 in die Landwirtschaft wechselte. Seine Idee ist ein Betrieb, der wirtschaftlich arbeitet und zugleich auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und natürliche Kreisläufe setzt.

Am Stammsitz in Gavorrano bewirtschaftet »La Faretra« rund 75 Hektar – Weinberge, Olivenhaine, Wälder und Ackerflächen. Produziert wird biologisch, in einem integrierten Modell, das die Region langfristig stärken soll. Mit der Übernahme von Querce Bettina in Montalcino steht Guercilena nun vor einer neuen Aufgabe: die gewachsene Identität eines traditionsreichen Brunello-Weinguts zu erhalten und zugleich weiterzuentwickeln.

Massimo Guercilena, AD La Faretra e Querce Bettina
Foto fornita
Massimo Guercilena, AD La Faretra e Querce Bettina

Bettina Oaks, Identität und Zahlen

Das 1992 gegründete Weingut Querce Bettina liegt auf 440 Metern Höhe am Südwesthang der Gemeinde Montalcino und erstreckt sich über insgesamt 29 Hektar, von denen 1 Hektar Brunello und 1,4 Hektar Rosso di Montalcino sind.

Die Produktion – etwa 15.000 Flaschen pro Jahr, von denen 70% für den Export bestimmt sind – umfasst:

  • Brunello di Montalcino DOCG

  • Rosso di Montalcino DOC

  • Brunello Riserva (nur in den besten Jahrgängen)

  • Brunello Grappa

  • Natives Bio-Öl extra

Der neue Kurs, der dem Önologen Giacomo Tonini anvertraut wurde, geht einher mit der Renovierung und Erweiterung des Kellers, wobei der Schwerpunkt auf Qualität und Nachhaltigkeit liegt.

Eine langfristige Vision

Für Montalcino beginnt damit ein neues Kapitel. Für La Faretra ist es ein Schritt, der die Rolle der Gruppe im gehobenen italienischen Weinsegment stärkt. In einer Zeit, in der der Brunello di Montalcino nach wie vor eine weltweite Referenz für Sangiovese darstellt, entscheidet sich La Faretra für ein ehrgeiziges Spiel, in dem er Managementfähigkeiten und landwirtschaftliche Wurzeln miteinander verwebt.

 


Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12