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© Kirill Lialin

Hoch die Cocktailgläser! Cuvée der Besten bei der Bars- & Spirits Award Night 2026

Barguide 2025
Barkultur
Spirits

Falstaff prämierte die hochdestillierte Essenz der Spirits-Szene aus Österreich, Deutschland, der Slowakei und Italien.

Frisch destillierte Newcomer und gereifte Szenegrößen trafen bei der Falstaff Gala Night Award Ceremony im »Hilton Vienna Park« auf ein preisverdächtiges Publikum. Noch bevor sich am Montag Cocktail-Aficionados, Produzenten und Mixologen aus dem In- und Ausland in der Hofburg Vienna für das »Bar- & Spirits Festival« einfinden, stieß die Szene auf die Neueröffnungen und Bar-Ikonen des Jahres an. Falstaff-Profi-Chefredakteur Roland Graf gab als Moderator den Takt an, musikalisch begleitet vom »MMC Mobile Music Club«.  Insgesamt durften sich 29 Preisträger über die edle Auszeichnung in Form eines »Riedel«-Rührglases freuen, für das leibliche Wohl sorgte das Team des »Rezniczek«.

Internationale Preisträger

Heuer wurden neben Branchengrößen aus dem deutschsprachigen Raum erstmals auch die Barelite aus Italien und der Slowakei ausgezeichnet. Als erste Preisträger des Abends wurden Peter Marcina und Katarina Nekiov von der »Mirror Bar« in Bratislava auf die Bühne gebeten, welche aktuell auf Platz 25 der »50 Best Bars« rangiert (»Beste Bar« und »Beste Barkarte«). Als »bestes Bar-Team« wurde die Mannschaft der »Sky Bar« prämiert. »Bartender des Jahres« Maroš Potuček holte sich den Sieg für die »Antique American Bar« in Bratislava. Die Auszeichnung für »Best Hospitality« ging an »Phoenix by Heaven«, Juraj Koleno und Martin Durak nahmen den Preis entgegen. »Best Bartender Italy« ist heuer der Sizilianer Juri Romano, der filmreife Cocktails im »San Domenico Palace« im »Four Seasons Hotel« in Taormina mixt. Edle Tropfen von »Laurent Perrier« begleiteten den Augenblick feierlich, als die Gäste zum »Cin Cin« ansetzten. Zu der anwesenden Spirits-Prominenz zählte auch Roberto Bava, Inhaber und CEO von »Cocchi«.

Ein Toast auf die Besten

Die Preise für die besten Weinbars wurden von »Budweiser Budvar« präsentiert. »Das Weindl« , der Sieger in der Kategorie »Klassische Weinbar des Jahres«, wurde von Michael Kolarik-Leingartner gekürt. Kerstin Koll nahm den Preis für die »größte Auswahl« für »Wein&Co« entgegen, Die Auszeichnung für die beste »Restaurantbar des Jahres« ging nach Salzburg an das »Senns«. Die »Neueröffnung des Jahres« ist »Das Robitza« in Eisenstadt.

Crème de la Crème der Cocktail-Szene

Christopher Robl von »Pernod Ricard Austria« stand Pate für die Auszeichnung in der Kategorie »Neueröffnung des Jahres«: Das »Kleinod am Ring« triumphierte mit seinem gesamten Team. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass die Mannschaft die Bühne erklomm. Aber alles nach der Reihe: Die »Hotelbar des Jahres« ist heuer die »Theo’s Lounge & Bar« im Wiener »Anantara«, die Ehrung nahm Karl Wurm (»Johann 1857«) vor. Siegrid Wiegand (»Ammersin«) drückte die »Riedel«-Trophäe für die Kategorie »Speakeasy« in wohlverdiente Hände – heuer geht der Titel an »The Chapel« aus Wien. Camilla Cisterna von »Campari Austria« gratulierte den Preisträgern in der Kategorie »Tagesbar des Jahres«, dem »Pier 69«. Hoch über den Wiener Wolken thronte heuer der  »Organics Sky Garden« und katapultierte sich in den Bar-Olymp: Ab sofort darf man sich »Rooftop Bar des Jahres« nennen. David Gölles überreichte den Preis für die »beste Barkarte« an die »SHF Bar im Schlosshotel Fiss«.

Falstaff Spirits-Chefredakteur Alexander Thürer zeichnete das »Dietrich’s« in Lübeck als »Bar-Juwel des Jahres/Deutschland« aus, nicht ohne anlassbedingten Wermutstropfen. Die Bar musste die Woche zuvor zusperren. »Wir werden immer neue Orte finden, um einander zu treffen, denn es geht nie um den Raum, sondern immer um die Gäste«, versprach Betreiber Clemens Dietrich. »Das war nur das Vorspiel, wir werden weitermachen!«

Michael Wimmer von »Kosmos Tequila« nahm die Ehrung in der Kategorie »Bar-Juwel des Jahres/Österreich« vor: »Frau Dietrich«, eine Linzer Institution, welche in der Herrenstraße eine neue Heimat gefunden hat. Als »Produkt des Jahres« wurde der Aperitivo-Likör »Sarti Rosa« prämiert. Hans Reisetbauer jubelte über 100 Punkte für seine »Elsbeere«. Die »Destillerie Farthofer« nahm als »Brennerei des Jahres« den verdienten Applaus entgegen, Rafael Topf (»Del Fabro Kolarik«) überreichte den Preis an Josef Farthofer.

Nicht nur die etablierten Schwergewichte der Branche bedachte man mit tosendem Beifall, auch die Newcomer wurden vom Publikum lautstark bejubelt. Nora Fritz Herrmann aus der Bar »Miss Saigon« ist »Rookie Bartender des Jahres«. Maurice Wächter von »Spirits of India« holte sich den Rookie-Titel für Deutschland.

Aushängeschilder der Wiener Barszene

Und nun zur Königskategorie, »America Bar des Jahres«. Auch heuer führen zwei Bar-Ikonen als Doppelspitze die Liste des Falstaff Barguides an. Die »Tür 7« und »Dino’s Apothecary« verteidigen ex aequo den Titel. Barlegende Geri Tsai wurde vom Team von »Jsotta« by »Weisshaus« ausgezeichnet, Michael Kolarik-Leingartner (»Budweiser Budvar«) gratulierte Heinz Kaiser. Hochachtung für wahres Können!

Das »Kleinod« bleibt auch 2026 das »Beste Barteam«, dessen Spirit sich trotz Expansion keinesfalls verflüchtigt hat. Gemeinsam glänzte man auf der Bühne.

Daniel Thaler (»Weisshaus«) holte die glamouröse Taste-Makerin Berit Glaser (»Miranda Bar«) auf die Bühne, die als »Barfrau des Jahres« die Konkurrenz ausmixte. Standing Ovations gab es für Marco Pani (»Bar Pani«), der sich als kompromissloser Cocktail-Perfektionist den Titel »Bartender des Jahres« holte. Stephanie Madacs (»Three Cents«) überreichte dem sichtlich gerührten Pani seine Urkunde: »Es ist einfach der geilste Job der Welt!«, sagte er, und erntete lautstarke Zustimmung vom Publikum. Die Gäste erhoben ihr Glas auf die Sieger und kosteten von der Kreation »Under the fig tree« mit Lucano Amaro, Three Cents Fig Leaf Soda, Angostura und Zitrone. Krönender Abschluss des Abends: Der Preis für das Lebenswerk. Hans Reisetbauer hielt die Laudatio auf Alois Gölles, der den Familienbetrieb heuer an seine Kinder übergeben hat. Man erhob das Glas auf ein Lebenswerk, das keineswegs endet, sondern die nächste Generation inspiriert.

Die Bildergalerien werden laufend aktualisiert

Patricia Konarzewski
Patricia Konarzewski
Chefredaktion Digital
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