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Juror Robin Pietsch: »MasterChef kann dein Leben verändern«

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Blindverkostungen, knallharte Challenges und ein Schwertfisch, der von der Decke fällt – »MasterChef Germany« ist zurück. Juror Robin Pietsch erklärt, warum die Show hierzulande unterschätzt wird, wie hart es wirklich in der Küche zugeht – und woran man einen echten MasterChef erkennt.

Nach mehreren Jahren Pause wagt MasterChef Germany 2025 ein Comeback im deutschen Fernsehen. Die erfolgreichste Kochshow der Welt – mit über 700 Staffeln in mehr als 70 Ländern – feierte hierzulande 2016 Premiere auf Sky, verschwand nach drei Staffeln jedoch wieder aus dem Programm. Nun wagt SPORT1 den Neustart und bringt das Format zurück ins Free-TV.

Das Konzept bleibt unverändert: Ambitionierte Hobbyköche kämpfen in herausfordernden Kochprüfungen um den Titel MasterChef Germany. Dabei müssen sie nicht nur mit herausragendem Geschmack überzeugen, sondern auch technisches Können, Kreativität und Stressresistenz unter Beweis stellen. Der Gewinner erhält neben dem prestigeträchtigen Titel auch eine besondere kulinarische Förderung.

Hochkarätige Jury

Über das Weiterkommen der Kandidaten entscheidet eine neue, hochkarätige Jury: Sternekoch und Falstaff Gastronom des Jahres 2023 Robin Pietsch, TV-Köchin Felicitas Then und Kochprofi Mike Süsser. Pietsch ist nicht nur durch seine zwei Sternerestaurants in Wernigerode bekannt, sondern auch aus TV-Formaten wie »Die Küchenschlacht« und »Grill den Profi«. Then gewann 2013 als erste Kandidatin die SAT.1-Show »The Taste« und machte sich danach als Food-Expertin, Kochbuchautorin und TV-Köchin einen Namen. Süsser begleitet seit über einem Jahrzehnt erfolgreiche Kochsendungen und wurde vor allem durch »Mein Lokal, Dein Lokal« bekannt.

Gedreht wird in Istanbul – dort erreicht Falstaff Robin Pietsch vor einem Drehtag.

Falstaff: MasterChef kehrt nach mehreren Jahren Pause zurück ins deutsche Free-TV. Was hat Sie gereizt, Teil der neuen Jury zu werden?

Robin Pietsch: MasterChef ist weltweit ein Riesenerfolg – nur in Deutschland wird das Format maßlos unterschätzt. Das liegt auch daran, dass Essen und Kulinarik hier nicht die gleiche Wertschätzung erfahren wie in anderen Ländern. In der Türkei zum Beispiel sind die MasterChef-Juroren riesige Stars, die auf der Straße gefeiert werden. Die Rückkehr ins Free-TV gibt uns die Chance, das zu ändern und ein größeres Publikum für Kochkunst und Kulinarik zu begeistern.

 

Die Jury: Mike Süsser, Felicitas Then und Robin Pietsch.
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Die Jury: Mike Süsser, Felicitas Then und Robin Pietsch.

Mit »uns« meinen Sie Ihre Jury-Kollegen Mike Süsser und Felicitas Then. Liegt der Erfolg der Show nun in Ihren Händen?

Die Jury ist definitiv stark besetzt, und wir bringen unsere eigene Handschrift ein. Aber am Ende entscheidet auch die Dynamik mit den Kandidaten und den Challenges. Wir haben spannende Aufgaben – von internationalen Küchen bis hin zu spektakulären Momenten, wenn plötzlich ein Schwertfisch von der Decke fällt.

Solche Überraschungen verlangen Stressresistenz. Kochen allein reicht da nicht aus – was macht einen echten MasterChef aus?

Leidenschaft, Kreativität und Respekt vor den Zutaten. Und ein Verständnis für traditionelle Techniken. Die Show spiegelt den echten Küchenalltag wider – und der ist hart. Hierarchien sind keine Schikane, sondern sorgen für Struktur. Wer es schafft, in diesem Umfeld mit Hingabe zu kochen, wird in der Sendung weit kommen.

Gibt es einen Moment in der Show, der Sie besonders berührt hat?

Definitiv die Challenge, in der die Kandidaten ein Kindheitsgericht von uns Juroren nachkochen mussten. Das geht ans Eingemachte – nicht nur kulinarisch, sondern auch emotional. Auch wenn sie Signature Dishes aus meinen Restaurants nachkochen, beeindruckt mich das jedes Mal. Es ist erstaunlich, auf welchem Niveau Hobbyköche unter Zeitdruck Gerichte kreieren, die sie vorher noch nie gekocht haben. Wenn ich sehe, mit welcher Präzision und Hingabe sie arbeiten, bekomme ich Gänsehaut.

MasterChef Germany: Ab 24. Februar 2025 auf SPORT1 zu sehen.
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MasterChef Germany: Ab 24. Februar 2025 auf SPORT1 zu sehen.

Sternekoch trifft Hobbyköche – wie bewertet man da fair?

Ich versuche, das runterzubrechen. Perfektion zu erwarten, wäre unfair. Klar, wir Jurymitglieder kochen auf Sterneniveau, aber die Teilnehmer stehen noch am Anfang ihres Weges. Die Challenges sind fordernd, manchmal sogar knallhart, aber genau darum geht’s: Sie sollen Geschmäcker analysieren, Techniken verstehen und sich weiterentwickeln. Die Messlatte liegt hoch, aber nicht unerreichbar.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Mike Süsser und Felicitas Then? Gibt es Diskussionen?

Diskussionen gibt es natürlich, aber genau das macht es spannend. Jeder von uns hat einen anderen kulinarischen Hintergrund und unterschiedliche Stärken: Mike hat einen unfassbaren Geschmackssinn, Felicitas kennt sich mit Länderküchen aus, und ich bin der Techniker. Aber am Ende sind wir uns aber einig: Es muss fair und kompetent bewertet werden.

Wie viel ist in der Show echt – und wie viel inszeniert?

Klar gibt es Showelemente, aber die Herausforderungen sind real. Der Schwertfisch zum Beispiel – das war keine Spielerei. Mike hat gezeigt, wie man ihn zerlegt, und die Kandidaten mussten daraus fünf verschiedene Zubereitungen kreieren. Das fordert Technik, Präzision und Wissen – am Ende zählt nur Können.

In anderen Ländern werden MasterChef-Gewinner oft zu großen Stars. Sehen Sie das Potenzial dafür auch in Deutschland?

Definitiv. MasterChef kann dein Leben verändern. In vielen Ländern eröffnen ehemalige Kandidaten eigene Restaurants und bauen echte Karrieren auf. Ich hoffe, dass das auch in Deutschland passiert – verdient hätten es die Teilnehmer allemal.

 

Die neue Staffel von MasterChef Germany startet am 24. Februar 2025 und wird bis zum 09. Mai auf SPORT1 im Free-TV ausgestrahlt. Die Sendung läuft montags bis mittwochs sowie freitags um 20.15 Uhr. Nach der TV-Ausstrahlung sind die insgesamt 41 Folgen in der SPORT1-Mediathek abrufbar.

 


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Anna Wender
Anna Wender
Senior Redakteurin
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