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Ella Olsson / Unsplash

Oxford-Studie: Wie gut sind Fleischalternativen wirklich?

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Pünktlich zum Veganuary räumt eine neue Studie der Universität Oxford mit Vorurteilen gegenüber Fleischalternativen auf. Besonders Hülsenfrüchte und Tempeh punkten mit Gesundheitsvorteilen, geringerer Umweltbelastung und günstigeren Preisen.

Im Januar dreht sich alles um pflanzliche Ernährung – schließlich ist Veganuary, der weltweite Aktionsmonat für eine vegane Lebensweise. Doch wie schneiden Fleisch- und Milchalternativen tatsächlich ab? Eine neue Studie der Universität Oxford gibt Antworten und zeigt, dass pflanzliche Alternativen nicht nur gesünder und nachhaltiger, sondern oft auch günstiger sind. Besonders überzeugen dabei Hülsenfrüchte und Tempeh – ein fermentiertes Sojaprodukt mit beeindruckenden Vorteilen.

Tempeh, ein traditionell fermentiertes Produkt aus ganzen Sojabohnen, gilt laut der Oxford-Studie als Spitzenreiter unter den Fleischalternativen. Es ist reich an Proteinen und Ballaststoffen, enthält deutlich weniger gesättigte Fettsäuren als Rindfleisch und kann das Risiko für chronische Krankheiten wie Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Krebs senken. Auch die Umweltbilanz von Tempeh überzeugt: Seine Produktion verursacht bis zu 97 Prozent weniger Treibhausgasemissionen und benötigt deutlich weniger Wasser und Land als die Herstellung von Fleisch.

Gesundheits- und Umweltbewusstsein

Doch nicht nur in Sachen Gesundheit und Nachhaltigkeit punktet Tempeh. Preislich liegt es etwa 20 Prozent unter Rindfleisch und ist zudem erschwinglicher als viele stark verarbeitete Fleischalternativen. Im DACH-Raum ist Tempeh zunehmend auch in herkömmlichen Supermärkten zu finden, unter anderem durch das Start-up Better Nature, das sich zum Ziel gesetzt hat, Tempeh als gesunde und nachhaltige Proteinquelle bekannt zu machen.

 

Tempeh Teriyaki.
Samantha Couzens
Tempeh Teriyaki.

Verarbeitete Produkte wie Veggie-Burger und pflanzliche Milchalternativen schneiden in der Studie zwar nicht ganz so gut ab wie unverarbeitete Lebensmittel, bieten aber dennoch zahlreiche Vorteile. Sie reduzieren das Risiko für chronische Krankheiten und belasten die Umwelt weniger stark als tierische Produkte. Besonders in der Kategorie Gesundheits- und Umweltbewusstsein übertreffen sie Fleisch deutlich, auch wenn sie im Schnitt rund zehn Prozent teurer sind.

Rindfleisch als Schlusslicht

Die Studie, die in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht wurde, zieht ein klares Fazit: Pflanzliche Alternativen sind in nahezu allen Bereichen überlegen. Während unverarbeitete Hülsenfrüchte und Tempeh mit Spitzenwerten von bis zu 82 von 100 möglichen Punkten glänzen, erreicht Rindfleisch nur magere 13 Punkte – vor allem aufgrund seiner enormen Umweltbelastung und negativen gesundheitlichen Effekte. Selbst Schwein und Geflügel liegen mit 46 bis 59 Punkten weit hinter den pflanzlichen Alternativen.

Die Oxford-Studie macht deutlich: Wer sich für pflanzliche Alternativen entscheidet, tut nicht nur der Umwelt und der eigenen Gesundheit etwas Gutes, sondern schont oft auch den Geldbeutel. Und im Veganuary bietet sich die perfekte Gelegenheit, Tempeh, Veggie-Burger & Co. auszuprobieren.


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