Verona verlangt Eintrittsgeld für Julia-Statue
Die Brust der »Giulia« in Verona zu berühren, bringt angeblich Glück in der Liebe. Wer der berühmten Skulptur nahe kommen oder den Moment per Selfie dokumentieren möchte, der muss nun zwölf Euro zahlen.
Für viele Tourist:innen ist der Besuch der Julia-Statue während eines Verona-Aufenthalts ein Muss: Es gilt als Tradition, ihre rechte bronzene Brust zu berühren – der Legende nach bringt dies ewiges Liebesglück. Wer danach sucht, muss unter dem angeblichen Balkon aus Shakespeares »Romeo und Julia« nun Eintritt bezahlen. Bis zum 6. Januar kostet das Ticket zwölf Euro.
Stadt reagiert auf Weihnachtsandrang
Die Bronzefigur, die zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt zählt, war bisher frei zugänglich, während nur das benachbarte Museum Eintritt verlangte. Nun ist der Hof, in dem die Statue steht, nur noch mit einem Museumsticket betretbar. Die Stadtverwaltung begründet die kurzfristige Einführung der Gebühr mit dem hohen Besucheraufkommen während der Weihnachtszeit.
Hintergründe zur Statue
Die Julia-Figur, ein Werk des italienischen Bildhauers Nereo Costantini, steht seit den 1970er Jahren im Innenhof der »Casa di Giulietta«. Das Original wurde allerdings bereits 2014 aus Schutzgründen ins Innere des Hauses verlegt und durch eine Kopie ersetzt. Generell ist das »Haus der Julia« eher ein touristisches Konstrukt: Julia Capulet ist eine fiktive Figur aus Shakespeares weltberühmten Roman »Romeo und Julia« und keine historische Person. Das Gebäude gehörte einst der Familie dal Cappello und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Stil des angeblichen Shakespeareschen Hauses renoviert.