Brasserie Belvedere
Die schmucke Brasserie im kürzlich renovierten «Grand Hotel Belvedere» ist bis auf den letzten Platz besetzt. Ein Blick auf die Karte offenbart einen Mix aus klassischen Brasserie-Gerichten, moderner «Pop-Küche» und sommerlichen veganen Speisen. Küchenchef Will Gordon ernährt sich selbst pflanzenbasiert, er achtet deswegen auf ein ausgeglichenes Angebot. Wir überlassen die Auswahl der Küche und bekommen eine Mischung unterschiedlicher Gerichte und Stile, beginnend mit verschiedenen Vorspeisen zum Teilen. Ein cremiges «Gazpacho» aus Haselnüssen mit Trauben und Shiitake-Pilzen, ein Salat mit Stracciatella, Auberginen, Tomaten und Focaccia-Croûtons und ein «Cheeseburger-Tartare» mit Senf, Cornichons, Mayonnaise und einer Käsekruste – ein Traum für Fast-Food-Fans. Die frischen, sommerlichen Optionen gleichen das intensive Tatar gut aus. Auch die Hauptgänge teilen wir uns. Es gibt eine schön saftige Lachsforelle mit Kräutersalat und einer sattgelben Kurkuma-Sauce und wunderbar zarte, 48 Stunden eingelegte und langsam gegarte Rindskopfbäckchen in einem herzhaften Jus mit Spargeln. Dazu wird ein tadelloser Kartoffelgratin gereicht und der sogenannte Superfood-Salad mit Bittersalaten, Himbeeren, Nüssen und Quinoa, der für unseren Geschmack mit etwas viel von der recht süssen Sauce angemacht wurde. Bei den Desserts – es sind alle vegan – entscheiden wir uns für eine Heidelbeertarte mit Meringue und den «Fruchtsalat»; letzterer entpuppt sich als eine überraschend köstliche Mischung aus Rande, Karotte, Kokosnuss-Glace und Zitronenverbene-Sauce. Die Weinauswahl ist solide, mit schönen Optionen aus der Schweiz.