casanoa
Italienisch inspiriertes Restaurant mit Herz und Vielfalt. Die Mischung aus Apérobar mit Antipasti und Restaurant mit Pasta, Fleisch oder Risotto macht Eindruck. Mit einer überdurchschnittlichen Weinkarte gibt man sich nicht zufrieden, man mixt auch coole Cocktails.
Gastronomie ändert sich – auch die italienisch geprägte Restaurantszene in der Schweiz ist längst nicht mehr die, die sie vor ein paar Jahrzehnten war. Vielleicht sieht sie in Zukunft eher aus wie das von aussen unscheinbare «Casanoa». Mittags Restaurant mit Buffet zwecks Selbstbedienung, ab 16 respektive 17 Uhr italophile Apérobar und nach 18 Uhr auch noch ein Ort mit einer angeblich authentisch italienischen Küche. Ob das alles funktioniert? Wir erfuhren es, nachdem wir eingetreten waren, Garderobe und Küche passiert und den überschaubar grossen Gastraum erreicht hatten. Die Stimmung war bereits kurz vor 19 Uhr blendend: auf den Barhockern an der Theke, an den kleinen runden oder grösseren eckigen Tischen. Gäste haben die Qual der Platzwahl. Nur ein Drink aus dem umfangreichen Cocktailangebot? Gern. Ein Glas Anthilia von Donnafugata oder Nero d’Avola von Feudo Arancio? Selbstverständlich. Das Flaschensortiment ist nicht riesig, aber durchdacht und alles andere als überteuert; den Morellino di Scansano von Le Pupille kann man immer empfehlen. Irgendwann an diesem Abend schneite dann noch eine Kapelle auf einen Kurzauftritt herein, und das Essen verschlechterte die Laune auch nicht. Das Rindstatar war ziemlich gelungen: perfekt in der Konsistenz, schön ge- würzt, von knusprigem Toast begleitet. Etwas Salz fehlte der Parmigiana di melanzane, aber an Frische mangelte es diesem Auberginengericht kein bisschen. Schliesslich noch Tiramisu, schön cremig, nicht zu süss und ohne Fisimatenten serviert. Einen kleinen Cocktail aufs Haus – mit Süssholz und Kaffeelikör, wenn wir es richtig verstanden haben – bekamen wir auch noch spendiert.