Die besten Restaurants mit 2 Falstaff-Gabel(n) in Nordrhein-Westfalen
Roberto Carturans kunstfertige Interpretation der Cucina italiana lebt weniger von Show-Effekten als von tadelloser Produktqualität und klassischer Schlichtheit. Purezza bis zur Perfektion!
Aus der Küche von Hamid Heidarzadeh kommen fein gesponnene, ideenreiche Aromenkombinationen, die – der Name verspricht es – große Freude bereiten, ob im Drei- oder Fünf-Gänge-Menü, ob vegetarisch oder karnivor.
Die Wilbrand-Brüder sind seit vielen Jahren eine feste Größe in der rheinischen Gourmetszene. Im hübschen Gasthaus entsteht eine ausdrucksstarke Frischeküche, auf Wunsch auch als vegetarisches Menü.
Auch unter neuer gastronomischer Führung bleibt die traditionsreiche »gute Stube« im altehrwürdigen Grandhotel ihren Leitlinien treu. Lars Wolfs französisch-rheinische Hochküche wirkt sehr vertraut.
Szenelokal mit toller Weinkarte. Frei nach dem Motto »geteilte Teller sind doppelter Genuss« kann man sein Programm individuell gestalten. Zur Auswahl stehen je eine Handvoll kalte und warme Speisen.
Nelson Müller hat eine neue Bühne als Gastgeber gefunden: Die Diepeschrather Mühle ist ein aufwendig saniertes Kleinod mitten im Wald zwischen Köln und Bergisch Gladbach. Dort führt Müller ein schickes Boutiquehotel, eine Brasserie und sein von Essen umgezogenes Gourmetrestaurant. Die »Schote«, 14 Jahre mit einem Stern ausgezeichnet, präsentiert sich im stilvollen Ambiente deutlich aufgewertet. Auch kulinarisch legt Müller mit raffinierten Kompositionen noch eine Schippe drauf – seinem Stil bleibt er dabei treu.Der 46-Jährige kocht klassisch mit zeitgemäßen Akzenten. Topprodukte, präzises Handwerk und harmonische Aromenkombinationen zeichnen seine geschmacksstarken Gerichte aus. Die Gäste erleben Nelson Müller in der offenen Küche und freuen sich, wenn er selbst zum Servieren an den Tisch kommt. Doch auch ohne ihn agiert der Service tadellos. Besonders eindrucksvoll ist die Lachsforelle aus dem eigenen Teich, die das Zeug zum Signature Dish hat: gebeizte Lachsforelle mit Räuchermousse und Prunier Caviar, flankiert von einem nur leicht temperierten Stück geräucherter Lachsforelle in Apfel-Gin-Sud, ergänzt um ein aromatisches Tatar. Kohlrabi-Wan-Tan und schmelzendes Beurre-blanc-Eis setzen spannende Säureakzente. Die mit Kalbsbäckchen und Kalbsschwanz gefüllten Maultaschen in Hochzeitssuppe sowie eine Creme aus Brennnesseln und Wildkräutern vom eigenen Grundstück huldigen Müllers schwäbischer Heimat. Ein weiteres Highlight ist die Kombination aus glasiger Jakobsmuschel und fester Seezunge mit Spinat, umspült von schaumiger Seeigelbisque in einem Kranz aus wildem polnischem Blumenkohl.
Das Duo Hermann und Kerstin Berger wirkt als kulinarisch-kreatives Powerteam im Gasthaus mit stimmungsvollem Ambiente. Gäste werden mit einer feinen Marktküche – à la carte oder als Menü – verwöhnt.
Gekonnt bricht Kengo Nishimi im fünfgängigen Omakase-Menü die traditionelle japanische Küche durch internationale Aromen auf, etwa beim Rochen mit Lauch-Barigoule, Tomaten-Dashi und Vadouvan.
Nach dem Umzug kocht das Duo Sonja Baumann und Erik Scheffler nun mit deutlich mehr Platz. Geblieben sind der Fokus auf echte, naturnahe Küche und der Mix aus Frühstück und Casual Fine Dining.
Der Ableger des nebenan gelegenen Gourmetrestaurants überzeugt mit gehobener gutbürgerlicher Küche sowie einem herrlichen Blick auf den Rhein. Der Weinhandel bietet Gutes aus Österreich.
Nach Jahren als Sternekoch zog es Christian Penzhorn 2019 raus aufs Land. Die Idee einer auf Saison, Region und Wertschätzung basierenden Küche setzt er hier auf seine ganz eigene, besonnene Weise um.
Immer wieder erstaunlich, was aus der Küche der Hattinger Gastro-Perle kommt. Philipp Diergardt kocht in vierter Generation zwischen Wirtshaus-, Bistro- und Gourmetküche. Und auch die Weinkarte macht richtig Spaß.
Dirk Brendel am Herd, Yvonne Specht im Service – eine tolle Kombi, die das kleine Lokal zur echten Gastro-Perle macht. Das Überraschungsmenü mit persönlicher Note ergänzt die kuratierte Weinauswahl.
Tobias Rocholl ist nicht nur ein Meister seines Fachs, sondern beweist auch eine ruhige Hand an der Pinzette. Seine aus vielen Komponenten aufwendig arrangierten Gerichte wirken wie gemalt.
In der schlichten Gastwirtschaft geht es – anders als im Gourmetrestaurant – sicht- und schmeckbar zünftig zu, etwa bei Schnitzel »Wiener Art« vom Eichelmastschwein oder Tatar vom Simmentaler Rind.
Rustikale Gaumenfreuden sind die Kernkompetenz in dieser besonderen Rôtisserie. Ein Traum das extragroße Kaiserschnitzel vom Milchkalb. Das getrüffelte Carpaccio vom Almrind wird auf Eis serviert.
In Bochums erster Klimaschutzsiedlung wird in mutigem Ambiente eine couragierte Küche angeboten. Der Name ist Koketterie: Patrick Faragos Fähigkeiten gehen weit über Kantinenniveau hinaus.
Detlev Hufschmidts Frischeküche braucht weder Wimpel noch Pokale, um bei den Gästen im Rampenlicht zu stehen. Zur Auswahl stehen drei klassisch geprägte Menüs, eines davon ist immer vegetarisch.
Ruhrpott-Perle mit sehr besonderer Weinkarte und schlichtem, heimeligem Wohnzimmerflair. Aus der Küche von Jessica Pahl und Florian Kohl kommen schwäbische Wohlfühlgerichte mit weltoffenem Pfiff.
Alen Radics Gourmetbistro im Belgischen Viertel blieb lange unter dem Radar. Völlig zu Unrecht, denn aus der winzigen Kombüse kommen handwerklich präzise, elegante Kreationen – als Menü und à la carte.