"E-Tankstelle" Restaurants in Schweiz
Ein Besuch im Memories ist immer ein Erlebnis. Sven Wassmers Kochkunst vereint regionale Traditionen und beste Zutaten zu einer köstlichen Gourmetküche ohne Chichi. Die hervorragende Weinbegleitung von Amanda Wassmer Bulgin schafft eine vierte Dimension des Genusses.
Auf über 1000 Meter und mit Blick über den Bodensee begeistert das Gasthaus zum Gupf mit regionaler Gourmetküche – präzise, leicht und herzlich. In stilvoller Holzstube oder auf der sonnigen Terrasse geniesst man ausgewählte Weine aus dem beeindruckenden Weinkeller.
Nun, hervorragend war das «Igniv» im «Grand Resort Bad Ragaz» schon immer. Doch jetzt hat Joel Ellenberger, seit zwei Jahren der Küchenchef, dem Sharing-Konzept von Andreas Caminada seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Frische, Säure, Abwechslung und eine gehörige Portion Mut machen seinen Stil aus. Forelle mit grüner Mango. Makrele an Sanddorn und Kaviar – verblüffend, wie der Zürcher den Spagat zwischen der fruchtigen Säure und dem jodig-salzigen Korn schafft. Alles eine Frage der Balance für den talentierten Chef. Das brillante Pairing dazu: Sauvignon Blanc «Privat» 2019 vom südsteirischen Weingut Gross, ein rares Weinmonument, das nur in den besten Jahren gekeltert wird. Rinderzungensülze mit Bohnensalat – ein deftiger, bayerischer Landhaus-Klassiker wird zum filigranen Gourmetgericht. Beim panierten Blumenkohl an Miso-Hollandaise weiss der Kenner gleich: Da baut Ellenberger einen Schauenstein-Klassiker ins Menu ein! In die Beurre blanc, die Heilbutt mit Bohnen begleitet, würde man am liebsten eintauchen. Da bleibt kein Tropfen im Teller. Beim Dessert ist auf Patissière Lisa Oestreich Verlass: Das Tonkabohnensoufflé ist ein Gedicht, das Kirschsorbet zum armen Ritter mit Mohn genauso. Bei der Weinbegleitung lässt sich Lorenz Tesar spannende Spielereien einfallen: Der Blindvergleich der 2018er Bündner Pinot Noirs von Gantenbein und Möhr-Nigglis Pilgrim – beide aus der Grossflasche – ist spektakulär. Der klare Sieger heisst: Lassen Sie sich überraschen. Ja, Ellenberger klettert gerade grossen Schritts die imaginäre Rangliste der Schweizer Spitzenköche empor. Viel mehr Spass und Genuss zum Teilen geht nicht.
In stylisher Jachtclub-Atmosphäre mit Blick auf den See trifft mediterran-italienische Finesse auf gelassene Eleganz: offene Küche, grüne Fliesen, Leder-Lounge und eine einzigartige Weinkarte – entspannt, kultiviert, perfekt für das Nizza-Gefühl am Zürichsee.
Direkt am See serviert das Olivo mediterrane Küche mit italienischem Akzent. Fisch, Pasta und Antipasti werden mit Blick auf Wasser und Berge zu kleinen Urlaubsmomenten. Eine umfangreiche Weinkarte rundet das Erlebnis ab – Luzern kann hier sehr südlich wirken.
Herrliche Aussicht, klassische Küche im modernen Gewand, aufmerksamer Service – das Gourmetrestaurant des eleganten Fünf-Sterne-Hotels bietet ein wunderbares Gesamterlebnis. Das Menü ist tessinisch und italienisch, enthält aber auch Aromen aus anderen Weltregionen.
Im Flickflauder trifft stylishe Architektur auf regionale Gourmetküche: Kreative Gerichte – etwa das Emmentaler Milchlamm oder vegetarische Manicotti – rücken feinste Appenzeller Produkte ins Rampenlicht und werden von einer schönen Weinauswahl begleitet.
Health-und-Lifestyle-Küche vom Drei-Sterne-Koch. Hier zaubert Sven Wassmer gesunde Gerichte mit Zutaten aus nachhaltiger Landwirtschaft und fairem Handel. Das verve sei eine Ode an die Lebensfreude und den Genuss. Mehr als nur geniessbar sind hier die innovativen Cocktails.
Das Glacier in Grindelwald setzt auf modernes Design und eine ambitionierte Küche. Fein abgestimmte Gänge holen das Beste aus lokalen Produkten heraus. Die alpine Kulisse und die kreative Handschrift machen das Glacier zu einem Ort für zeitgemässen Gourmetgenuss.
In der gemütlichen Arvenholzstube im historischen Grandhotel kann man sich an exquisiter französisch-mediterraner Küche erfreuen. Hervorzuheben gilt es den herzlichen und professionellen Service, der passende Empfehlungen aus der umfangreichen Weinkarte liefern kann.
Ein Familienbetrieb mit Küche zwischen kreativ und klassisch. Besonders gefragt: die Weinabende mit Gastwinzern im Gewölbekeller, begleitet von feinen Menüs und Kaminfeuer. Wer einfach essen will, wird ebenfalls gut versorgt – aber der Abend darf gern länger dauern.
Ein geschichtsträchtiges Landhaus von 1671 steht am Rande Berns. In der eleganten Gaststube und der rustikalen Rôtisserie serviert man saisonale Küche: etwa Entrecôte in Kräuterbutterschaum oder Grillgerichte unter alten Platanen. Im Dachstock gibt's Livemusik.
Die Schmitte in Grindelwald, vor über hundert Jahren als Schmiede erbaut, bietet heute traditionelle Schweizer Gerichte in rustikalem Ambiente, die aus frischen, regionalen Zutaten zubereitet werden. Ein unverwechselbarer Ort inmitten der faszinierenden Alpenlandschaft.
Das Pinot liegt ruhig am Rand von Fläsch – ein Ort für feine Gerichte, unaufgeregt serviert. Mittags gibt es täglich ein neues Menü, immer donnerstags wird ein Gourmetabend zelebriert. Der Fokus liegt auf regionalem Wein, der Kräutergarten liefert Frische direkt dazu.
Im Spitzenlokal sind die Saison, Schweizer Tradition und mediterrane Einflüsse wichtig. Im Sommer sitzt man unter den Linden und geniesst die Bergsicht. Der aufmerksame Service tischt vom Kindergericht über «Suure Mocke» bis zum Vier-Gänge-Menü für jeden Gusto etwas auf.
In der getäferten Gaststube schwingt die Küche den kreativen Kochlöffel: ein täglich frisches Drei-Gänge-Menü, elegant komponiert mit regionalem Touch – vom dampfenden Alpenlachs übers Kalbsfilet bis zu erlesenen Käsen. Eine perfekte Adresse für Geniesserinnen!
Wer in dieser Küche arbeitet, muss einen grünen Daumen haben und im besten Fall schwindelfrei sein: Auf dem Dach des Park Hyatt in der Innenstadt von Zürich befindet sich tatsächlich ein grosser Kräutergarten. Weiteres Highlight: über 3000 Positionen auf der Weinkarte.
Im Pratum sitzt man oben, wo einst die Heubühne war. Die Küche bringt Garten, Wald und Wiese auf den Teller, ergänzt von klug ausgewählten Zutaten aus aller Welt. Grossartige saisonale Degustationsmenüs wechseln regelmässig, der Blick schweift über Reben und Irchel.
Im Salzano in Interlaken sorgen Patrizios Ravioli und das am Tisch tranchierte Châteaubriand für Höhepunkte, die man nicht vergisst. Dazu ein hochprofessioneller Service und eine Stimmung, die eher ungezwungen als steif ist – genau das macht den Reiz hier aus.
Gegrüsst werden wir mit einem Thunfisch-Tataki und Frischkäse, im Glas schimmert ein orangefarbener Wein von Anne-Claire Schott aus Twann. So starten wir den Abend im «Spettacolo» im luxuriösen «Lenkerhof» an der Lenk. Anders als sonst kann man hier jeden Abend das Gourmetlokal der Küchenchefin Anja Jungo besuchen. Das Menu besteht aus rund 15 Gängen, aus denen man seinen Mehrgänger selbst zusammenstellen darf. Genial gut finden wir das, und haben die süsse Qual der Wahl. Wir starten mit einem Engadiner Reh mit Topinambur und Trüffel. Dann wird Sellerie als Püree und in ganzen Spalten, gedämpft und grilliert, serviert. Dazu Piemonteser Haselnüsse. Das Reh wird überraschenderweise kalt serviert, was etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber mundet. Die Sellerie-Hommage schmeckt vollmundig, auch dank der Raucharomen. Auf dem Menu sind die lokalen Gerichte als «Lenker Klassiker» bekannt. Einer davon ist die tiefgründige Bouillon mit Gemüsebrunoise, in der eine fein-fluffige Ei-Einlage schwimmt. Beim Hauptgang setzt der Begleiter auf einen weiteren Klassiker: Kalb mit blauen Bergkartoffeln aus dem Albulatal und Borettane-Zwiebeln. Für die Testesserin gibts es einen Frutiger Stör mit Oona-Kaviar. Dazu ein schlotziges Risotto, dem der Biss etwas fehlt. An der Käsetheke bekommt dank der 35 Sorten die ganze Region ihre Bühne, so unwiderstehlich, dass es dazu einlädt, den Teller zu überfüllen. Wir reissen uns zusammen, denn wir wollen unbedingt den letzten Klassiker essen: Mango mit Sesam-Glace und dunkler Schokolade von Felchlin. Ein wahres Spektakel zum Abschluss.