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Aussichtspunkt gesperrt: Popstar löst Hype um australischen Felsen aus

Social Media

Schon vor drei Jahren postete die südkoreanische Sängerin Jennie Kim ein Foto von sich auf der Klippe am Lincoln's Rock in den australischen Blue Mountains. Und obwohl sie das Bild löschte, pilgern bis heute so viele Besucher:innen an den Ort, dass er nun geschlossen wurde.

Lincoln’s Rock in den Blue Mountains, ein Felsvorsprung mit weitem Blick über Eukalyptus-Täler, nur wenige Kilometer von Sydney entfernt, galt lange Zeit als eher verschlafener Ort. Durch einen viralen Post von K-Pop-Star Jennie Kim wurde der Felsen über Nacht zum internationalen Hotspot und von Selfie-Jägern überrannt. Deshalb wurde er nun aus Sicherheits- und Naturschutzgründen gesperrt.

Die Blue Mountains sind ein UNESCO-Welterbe und zählen zu den größten geschützten Buschlandschaften Australiens. Sie repräsentieren über 22.000 Jahre indigene Geschichte und beherbergen seltene Tierarten wie den Glänzenden Schwarzen Kakadu. Der Felsvorsprung Lincoln's Rock galt als Geheimtipp, um von hier den Blick auf die Täler und Sonnenuntergänge zu genießen.

Social-Media-Post löst Hype um Panoramaplattform aus

Bis zum Social-Media-Post der Sängerin Jennie Kim von der Band »Blackpink« im Jahr 2023: Sie veröffentlichte ein Foto von sich am Rand der Klippe, die Beine über dem Abgrund baumelnd. Millionen Likes folgten, bevor der Beitrag gelöscht wurde – doch wie die CNN berichtet, ging der Post viral und verbreitete sich rasend schnell auf weiteren internationalen Plattformen im Netz.

Seitdem sind die Besucherzahlen im Nationalpark explodiert. Täglich bilden sich lange Schlangen an Menschen, deren alleiniges Ziel es ist, das Foto der Sängerin auf der Klippe nachzustellen. Bisher drängten sich täglich tausende Menschen an den Aussichtspunkt, wie Einheimische berichten. Enge Zufahrtsstraßen und begrenzte Parkplätze werden überlastet.

Lincoln's Rock vorerst gesperrt

Um die Sicherheit der Menschen und den Schutz der Natur zu gewährleisten, hat der Stadtrat den Zugang zu Lincoln's Rock vorübergehend gesperrt. Diskutiert werden nun auch Maßnahmen wie zeitlich begrenzte Eintritte, Tageslimits oder Schutzvorrichtungen, um den Ort zu bewahren.

Orte weltweit haben mit viralen Hypes zu kämpfen

Auch andere Orte weltweit haben einen viralen Hype durch Social Media erfahren und haben seitdem mit dem Massentourismus zu kämpfen. Das Dorf Sankt Magdalena in Südtirol beispielsweise musste zuletzt den Zugang zu einem beliebten Bergmotiv sperren, wie Falstaff TRAVEL berichtete.


Travel-Redaktion
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