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© Hype Kitchen

Elif Oskan und Markus Stöckle kochen virales Döner-Rezept im TV nach

Interview
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Bei «Hype Kitchen» kochen Elif Oskan und Markus Stöckle das virale Döner-Rezept nach. Im Gespräch mit Falstaff verraten sie, wer zuhause in der Küche das Ruder übernimmt und wieso man weniger auf andere achten sollte.

Falstaff: Ihr arbeitet jetzt gemeinsam für das Format «Hype Kitchen» auf Joyn. Wie kam es dazu?

Elif Oskan: Wir lieben Joyn – die ganze Sendergruppe mit Sat.1 und ProSieben. Als die Anfrage kam, war für uns schnell klar: Da machen wir mit. Noah Bachofen und Luca Ragnolini, die das Projekt umsetzen, machen das sehr gut.

Markus Stöckle: Was uns gereizt hat, war die Natürlichkeit des Formats. Du begegnest einem Thema online, hast keine Zeit, es auszuprobieren – und wir geben die Antwort.

Elif, du hast bereits bei «MasterChef» TV-Erfahrung gesammelt. Was nimmst du aus solchen Formaten mit?

Elif: Jedes Format bringt mir etwas bei. Was ich am schönsten finde, ist die Entwicklung, die dabei passiert. Es ist immer eine soziale Komponente dabei, genau wie beim Kochen selbst. Wenn es um Essen geht, fühlt es sich einfach natürlich an.

Und wie ist es für dich, Markus, vor der Kamera zu stehen?

Markus: Ich denke gar nicht gross darüber nach, erhlich gesagt. Dass wir das erleben dürfen, ist ein absoluter Glücksfall. Ich bin sehr dankbar dafür. Wir geniessen den Ritt – die mediale Aufmerksamkeit beflügelt unsere Arbeit.

Das «Rosi» hat vor drei Monaten geschlossen. Wie hast du die Zeit seither erlebt?

Markus: Sehr entspannt. Ich bin um halb neun ins Kino gegangen und dachte: «Ah, das machen normale Leute.» (lacht) Ich entdecke Zürich neu. Gleichzeitig ist mein Terminkalender trotzdem übervoll. Ich war schon in Paris, Berlin und Singapur kochen, treffe nebenbei alte Freunde. Es tut gut, einen Moment lang nichts zu tun. Aber ich bin immer am Tüfteln.

Wenn ihr gemeinsam kocht, wer übernimmt welche Rolle?

Elif: Das kommt darauf an, wer zuerst loslegt. Manchmal wünscht sich jemand etwas, manchmal planen wir etwas, manchmal geht es ums Aufbrauchen. Häufig kochen wir zusammen.

Bei «Hype Kitchen» geht es um Social-Media-Hypes. Welche Rolle spielt Social Media in eurem beruflichen Alltag?

Elif: Social Media ist ein Tool, um eine breitere Masse zu erreichen. Mittlerweile pflege ich eine gesunde Distanz dazu. Wenn wir im Ausland kochen oder an einer Messe sind, ist die Hürde für Kontakt viel kleiner geworden: Man folgt sich einfach schnell auf Instagram. Auch mein Vater hat mit 70 Jahren Instagram und teilt Dinge mit mir. Jeder und jede braucht es auf seine oder ihre Art.

Markus: Für einen Betrieb ist es natürlich auch toll. Einem Gast ein neues Gericht zu zeigen, jemandem kurz zu schreiben: «Wir haben uns kennengelernt, wollen wir uns treffen?» Dafür ist es super.

Dient Social Media euch auch als Inspirationsquelle?

Elif: Ja, definitiv. Aber wir müssen aufpassen. Wir leben in einer Zeit des Individualismus und trotzdem sehen wir überall dieselben Phänomene. In Japan, Amerika und Europa, überall Smashburger und Sauerteigpizza. Diese virale Gleichschaltung fasziniert mich, aber sie beunruhigt mich auch.

Markus: Deshalb ist es so wichtig, seine Eigenheit zu zelebrieren. Das «Gül» ist das «Gül», das «Rosi» war das «Rosi». Nicht vergleichbar. Nicht jedes Essen muss überall gleich sein.

Elif: Dafür muss man mehr in sich selbst gehen. Das kann überall passieren – beim Spazierengehen, beim Filmschauen, beim Musikhören. Was fühle ich? Was fühlt sich richtig an? Das ist bei niemandem gleich. Jeder Mensch, der seine Eigenheit gefunden hat und sie lebt, hat auch Erfolg. Weniger auf andere schauen, mehr auf sich selbst – das ist fast eine Pflicht gegenüber der Gesellschaft.

Hype Kitchen
Hype Kitchen läuft ab dem 12. April 2026 auf Joyn.
Ab dem 19. April 2026 folgt wöchentlich eine neue Episode – jeweils sonntags um 19.55 Uhr auf Sat.1 Schweiz.

Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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