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Symbolbild © Shutterstock

Selbstgemachter Döner Kebab: Ein Muss oder nur Social-Media-Hype?

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Der DIY-Döner erobert gerade Social Media – aber hält der Trend, was er verspricht?

Die Internet-Community läuft derzeit auf Hochtouren: Überall tauchen Cocktail-Mix-Videos, Blitzrezepte, »Last Meal«-Clips mit Schauspieler:innen und immer neue Varianten der beliebten Dubai-Schokolade auf. Doch mitten in diesem Trendfeuerwerk gibt es einen Content-Star, der derzeit alles überstrahlt – der selbstgemachte Döner Kebab, der sich zum absoluten Liebling der Nutzer:innen entwickelt hat.

Das orientalische Streetfood-Sandwich vereint alles, was viele lieben – knusprig-aromatisches Fleisch, frisches Gemüse, würzige Joghurtsauce und ein warmes, knuspriges Brot, das alles zusammenhält. Für manche ist der Döner längst eine kleine Kunstform. Doch kann man diesen Klassiker wirklich so zubereiten, wie man ihn vom Imbiss kennt – und vor allem: Sollte man das überhaupt versuchen? Genau diese Frage und gleichzeitig der Herausforderung hat sich die Falstaff-Redaktion gestellt.

Fingerspitzengefühl gefordert

Das in den Videos gezeigte Rezept wirkt auf den ersten Blick unkompliziert: Etwa 500 Gramm frisches Faschiertes, eine fein gehackte Zwiebel, etwas Joghurt, ein bis zwei Esslöffel Semmelbrösel sowie eine Gewürzmischung aus Salz, Knoblauchpulver, schwarzem Pfeffer, Chili und Paprikapulver. Für die typische Aromatik darf vor allem eines nicht fehlen: Kreuzkümmel. Tipp am Rande: Die Semmelbrösel spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie sorgen dafür, dass die Masse stabil bleibt und sich gut verarbeiten lässt.

Ist die Masse gut vermengt und – durch die Semmelbrösel – formbar, wird sie auf Backpapier verteilt. Dieser Schritt erfordert stellenweise etwas Fingerspitzengefühl: Die Fleischmischung sollte möglichst gleichmäßig und eher dünn ausgerollt werden. Um ein Ankleben am Teigroller zu vermeiden, kann ein zweites Stück Backpapier auf die Masse gelegt werden. Eine exakte Dicke gibt es nicht – die Schicht sollte dünn genug sein, um im Ofen vollständig durchzugaren, aber gleichzeitig stabil genug bleiben, um sie anschließend problemlos zu einer Rolle zu formen. Vielleicht schwer vorzustellen, aber es erinnert ein wenig an das Aufrollen einer Biskuitroulade. In den Videos wird zwar nichts von Vorheizen erwähnt, schaden kann es aber nicht. Daher wurde das Backrohr zuvor rund 10 Minuten bei etwa 90 Grad vorgeheizt. Ist die Rolle fertig, kommt sie auf ein Backblech und wird bei etwa 200 Grad für 20 – 25 Minuten »gebacken«.

Einen Döner bitte

Nachdem die gebackene Fleischrolle wieder entrollt wird, zeigt sich ein überraschender Effekt: Die Oberfläche löst sich teilweise in kleinen Stücken, an anderen Stellen als großes Stück, die optisch ein wenig an die Fleischstücke erinnern, die vom klassischen Dönerspieß geschnitten werden – an manchen Stellen dünner als an anderen aber eine gewisse Ähnlichkeit zum Original ist da.

Fazit? Ja, der Kebab lässt sich grundsätzlich auch zuhause nachmachen. Allerdings sollte man bedenken, dass für das gründliche Durchmischen der Fleischmasse und das Ausrollen genug Platz benötigt wird. Außerdem erfordert das Einrollen etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, damit die Rollen im Ofen stabil bleiben. Wer das berücksichtigt, kann sich über einen überraschend authentischen DIY-Döner freuen – und der schmeckt übrigens nicht nur im Brötchen, sondern auch auf Reis oder Couscous genauso gut.


Redaktion
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