Bis zu 50 Euro Eintritt? Venedig plant drastische Verschärfung für Tagesgäste
Venedig will den Tagestourismus stärker regulieren. Deshalb diskutiert die Stadt eine kräftige Anhebung der Eintrittsgebühr, die an Spitzentagen auf bis zu 50 Euro steigen könnte.
Seit 2024 verlangt Venedig von Tagesgästen eine Eintrittsgebühr, um die Besucherströme besser zu steuern. Nun könnte die Maßnahme deutlich verschärft werden: Der neue Bürgermeister der Stadt lässt eine Anhebung auf bis zu 50 Euro an besonders stark frequentierten Tagen prüfen. Ziel ist es, den Andrang in der Altstadt zu reduzieren und die Belastung für Einwohner:innen und Infrastruktur zu begrenzen.
Wie unter anderem Euronews berichtet, hat der neu gewählte Bürgermeister der Stadt, Simone Venturini, vorgeschlagen, die Tagesgebühr an ausgewählten Tagen auf 50 Euro anzuheben, um den Massentourismus zu bremsen.
Bisherige Tarife ohne Effekt auf Touristenmassen
Die Stadtverwaltung hält die bisherigen Tarife von fünf Euro bei frühzeitiger Reservierung beziehungsweise zehn Euro für Kurzentschlossene für wenig abschreckend. Allein in den ersten 42 Tagen der diesjährigen Saison wurden mehr als 514.000 Eintrittszahlungen registriert – ein Hinweis darauf, dass die Maßnahme die Besucherzahlen bislang nur begrenzt beeinflusst.
Bußgelder bei Zahlungsunterlassung
Wer die Gebühr nicht bezahlt oder sich nicht als befreite Person registriert, riskiert Bußgelder zwischen 50 und 300 Euro. Kontrolliert wird unter anderem an zentralen Zugängen zur Altstadt mittels QR-Code-Scans. Nach Angaben der Stadt läuft derzeit das letzte Testjahr des Modells. Anschließend soll entschieden werden, ob die Eintrittsgebühr dauerhaft eingeführt, auf weitere Zeiträume ausgeweitet oder künftig mit deutlich höheren Tarifen kombiniert wird – etwa während des Karnevals oder anderer Besucher-Hochphasen.