Die besten Wellness-Adressen mit japanischer Inspiration
Die Kunst, Körper und Seele in Einklang zu bringen und den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, ist in Japan ein hohes Gut. Ihr nähern kann man sich auch ganz ohne Fernreise: In vielen Wellnesstempeln setzt man inzwischen auf Techniken aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Die Statistik lügt nicht: Mit über 84 Jahren werden die Bewohner Japans im Durchschnitt um ein gutes Stück älter als die meisten anderen Nationalitäten. Manche von ihnen treiben diese Zahl noch ordentlich nach oben, denn nirgendwo auf der Welt gibt es mehr über Hundertjährige als im Land der aufgehenden Sonne.
Dass sich auch die betagtesten Japaner oft bester Gesundheit erfreuen, liegt in einer Vielzahl von Faktoren begründet: Die medizinische Versorgung funktioniert, die Standards in Hygiene, Wissenschaft und Forschung sind hoch, die landestypische Ernährung versorgt Körper jeden Alters mit dem, was sie brauchen.
Und schließlich dürfte auch der Lebensstil der Japaner sein Übriges dazu beitragen: Bewegung und Meditation sind seit jeher fest in der Kultur Nippons verankert.
Kein Wunder also, dass auch hierzulande zunehmend all jene, die sich der Erlangung individuellen Wohlbefindens widmen, gern ostwärts schielen. Japanische Methoden und Techniken haben es längst in den Katalog der beliebtesten Wellness-Anwendungen geschafft.
Denn Wellness meint in Japan eben viel mehr als eine Mini-Auszeit inmitten des hektischen Alltags: eine ganzheitliche Neuausrichtung nämlich, in deren Verlauf Körper, Geist und Seele wieder zueinander und in die richtige Spur finden.
Den Kopf neu programmieren
Geht es um Wohlbefinden, kommt dem Thema Ernährung ein besonderer Stellenwert zu. Und dabei geht es bekanntlich nicht nur um die Frage, was man isst, sondern auch darum, wie viel davon.
In Japan hat sich dabei eine Faustregel etabliert, deren Wurzeln in konfuzianischen Weisheiten liegen und die bis heute besonders in Okinawa verbreitet ist, jener Region, in der die meisten über Hundertjährigen leben. Hara hachi bu meint übersetzt so viel wie maßvolles Essen und dreht sich um das Prinzip, rechtzeitig mit dem Essen aufzuhören.
Was so einfach klingt, erweist sich im Selbstversuch oft als scheinbar unüberwindbare Herausforderung, denn längst hat sich in den Wohlstandsgesellschaften der Welt eine fatale Gewohnheit eingeschlichen: Wir essen zu viel, zu oft und dann auch noch die falschen Dinge.
Um aus diesem Kreislauf auszubrechen, muss der Kopf ganz neu programmiert werden – am besten und nachhaltigsten gelingt dies, wenn das alte japanische Prinzip im Rahmen von Fastenkuren mit modernster Technik und ebensolchen Anwendungen vermählt wird, die nicht auf Verzicht fokussieren, sondern auf maßvollen Genuss.
Gerade in Österreich ist beim Thema Fasten ein Name nie weit: Der Gastroenterologe Franz Xaver Mayr erkannte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass Gesundheit durch den Darm geht und dieser mittels Schonung, Reinigung und vor allem Erlernen eines behutsamem Umgangs wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Professionelle Unterstützung dabei erhält man in den zahlreichen Kuradressen des Landes, und im besten Fall ist eine malerische Umgebung das Tüpfelchen auf dem Gesundheits-i.
So schmiegt sich das »Mayrlife Medical Health Resort« an das Ufer des Altausseer Sees und addiert zur Fastenkur unter ärztlicher Begleitung noch topmoderne Wellness-Anwendungen und einen der schönsten Fleckchen Erde des ganzen Landes.
Auch weiter südlich im »Vivamayr Health Resort« am Wörthersee begleitet die Natur Besucher auf dem Weg in ein neues Wohlbefinden; unweit davon macht man sich im »Bleib Berg F.X. Mayr Retreat« zusätzlich den hauseigenen Heilstollen zunutze oder taucht ins wohltuende Wasser der Thermalquellen ab.
Von Kenshō bis Shinrin Yoku
In Japan pilgert man zum gesundheitsfördernden Baden unterdessen in ein Onsen. Aufgrund seiner vulkanischen Herkunft ist das Land mit derlei heißen Quellen aus dem Erdinneren geradezu übersät, seit Jahrhunderten setzt man auf die heilende Kraft des Wassers.
Im »Reiters Supreme« in Bad Tatzmannsdorf widmet man der japanischen Badekultur deshalb neuerdings sogar einen ganzen Spa-Bereich: Im nagelneuen Kensho-Spa ist der Name Programm. Kensho kommt aus der buddhistischen Zen-Tradition und meint eine Art Erleuchtungs- oder Erweckungserlebnis mit Selbstbezug – man soll dabei also den eigenen Platz in der Welt erkennen und diesen als möglichst harmonisch wahrnehmen.
In der burgenländischen Praxis bedeutet das vor allem die Möglichkeit, zwischen Onsen, Naturbadeteich und Teelounge genussvoll wieder zur eigenen Mitte zu finden. Braucht man dabei zusätzliche Unterstützung, sind die Massage-Experten in der »Therme Geinberg« zur Stelle, denn dort setzt man gerade bei Körperbehandlungen auf asiatische Weisheit und nützt die Unterstützung von Klangschalen oder heißen Steinen.
Im Leobener »Asia Spa« treffen derweil westliche und fernöstliche Einflüsse auch in puncto Architektur aufeinander, Saunafans dürfen sich hier etwa entscheiden, ob sie lieber im heimischen Erzberg-Stollen oder in der japanischen Teehaussauna schwitzen wollen, Behandlungen und Anwendungen changieren ebenso zwischen seit Generationen überlieferten Heilmethoden mit alpinem wie auch exotischem Hintergrund.
Doch es muss nicht immer uraltes Wissen sein. Der Fortschritt schläft auch in Bezug auf das Wohlbefinden nicht. So schwappt aktuell eine auch in ihrem Heimatland verhältnismäßig junge Methode in den Westen: Shinrin yoku ist ein Konzept, das erst seit den frühen 1980er-Jahren in der japanischen Gesellschaft Fuß gefasst hat, zumindest unter diesem Namen, denn seine Grundlagen sind wesentlich älter: Die heilende Wirkung des Walds ist in vielen Kulturen und Gesellschaften der Welt eine seit jeher anerkannte Tatsache, das Waldbaden hat eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf Körper und Geist.
Angefangen bei Luftqualität und Klima über die nachweislich als angenehm empfundene Dominanz der Farbe Grün bis zu den Vorteilen des weichen Waldbodens für den Bewegungsapparat. Im »Feuerberg Mountain Resort« werden Gäste deshalb nicht nur zum Bad im Naturbadesee, sondern auch in den Wäldern der Gerlitzer Alpen angeregt, im Anschluss können die gewonnenen Eindrücke bei einer japanischen Teezeremonie verarbeitet oder im Rahmen der »Spirit am Berg«-Themenwochen mit fernöstlicher Philosophie in Theorie und Praxis ergänzt werden.
So steht einem Leben voller Gesundheit und Genuss nichts mehr im Weg – und der 100. Geburtstag kann kommen.
Adressen
Vivamayr Maria Wörth
Laut F. X. Mayr ist der Darm der Schlüssel zur Gesundheit – am Wörthersee darf das beanspruchte Organ mit Blick aufs Wasser und unter professioneller Begleitung behutsam regenerieren.
Seepromenade 11, 9082 Maria Wörth
vivamayr.com
Lanserhof
Inmitten der malerischen alpinen Landschaft Tirols liegt der Fokus auf Longevity, Langlebigkeit. Die individuell auf jeden Gast zugeschnittenen Kurprogramme widmen sich deshalb sowohl Körper als auch Geist und kombinieren traditionelles Heilwissen mit modernen Methoden.
Kochholzweg 153, 6072 Lans
lanserhof.com
Das Bleib Berg F. X. Mayr Retreat
Ob Stressmanagement, Gewichtsreduktion oder Schlafcoaching – Darmgesundheit ist der Schlüssel. Seit Kurzem setzt man deshalb auch im wunderschönen Bad Bleiberger Resort ganz und gar auf das Wissen F. X. Mayrs.
Thermenweg 28, 9530 Bad Bleiberg
bleib-berg.com
Mayrlife Medical Health Resort
In malerischer Lage begeben sich Gäste hier ganz und gar in Expertenhände und lernen eine neue Definition des Prinzips »Fastenkur«, denn eine solche schließt den Genuss nicht aus. Das Rahmenprogramm von Kryotherapie bis Watsu (Wasser-Shiatsu) spielt dabei alle Stücke.
Fischerndorf 222, 8992 Altaussee
mayrlife.com
Spa Resort Geinberg
Sauna- und Wasserwelten sind karibisch bis orientalisch inspiriert, bei Anwendungen und Behandlungen setzt man auf asiatisches Heilwissen. Auf anspruchsvolle Genießer warten die Private-Spa-Villas mit Butlerservice und Privat-Spa.
Thermenplatz 1, 4943 Geinberg
sparesortgeinberg.at
Reiters Reserve Supreme
Wie ein Kurztrip nach Japan: Seit Februar 2025 wartet in den Onsen des Kenshō-Spa vollendete Entspannung, die verschiedenen Saunen des Yin-Yang-Spa sorgen für noch mehr Wohlgefühl. Traditionelle Ayurveda-Anwendungen komplettieren das Angebot.
Am Golfplatz 1, 7431 Bad Tatzmannsdorf
supremehotel.at
Feuerberg Mountain Resort
Vom Bergplateau auf beinahe 1800 Metern aus haben Gäste beim Wellnessen die Gerlitzer Alpen im Blick, im riesigen Spa widmet man sich dem ganzheitlichen Wohlbefinden: Entspannt wird an elf Pools und ebensovielen Saunen, ein japanischer Teeraum öffnet das Tor nach Fernost.
Gerlitzenstraße 87, 9551 Bodensdorf
feuerberg.at/de/
Asia Spa Leoben
Die Kombination aus heimischen und fernöstlichen Details findet sich nicht nur in der weitläufigen Anlage mit großer Wasser- und Saunawelt, sondern auch in den Anwendungen: Kernölmassage oder doch lieber Shiatsu?
In der Au 1/3, 8700 Leoben
asiaspa.at
Linsberg Asia
Das Adults-only-Haus versammelt zahlreiche Methoden und Techniken aus dem ganzen asiatischen Raum und kombiniert diese mit Wasserwelt, Saunavielfalt und ausgezeichneter Kulinarik. Dank Wien-Nähe auch Ideal für den Tagesausflug geeignet.
Thermenplatz 1, 2822 Bad Erlach
linsbergasia.at