Mehr als Gurkensalat: Die besten Ideen für die grüne Sommerernte
Gurken wachsen oft schneller, als man sie essen kann. So einfach gelingt es, mit dem Sommergemüse einen kulinarischen Vorrat anzulegen.
Verstärkung gibt's für die Gurke seit kurzem auch auf der Emoji-Tastatur: Neben der bekannten Salatgurke soll künftig eine eigene Essiggurke zur digitalen Auswahl stehen. Auf Smartphones dürfte es voraussichtlich ab dem Frühjahr 2027 zur Verfügung stehen. Die Gurke gehört zu den beliebtesten Sommergemüsen, erfrischt mit ihrem hohen Wasseranteil und lässt sich weit vielseitiger einsetzen, als es der Gurkensalat vermuten lässt.
Doch wer selbst gärtnert, weiß, dass das Gemüse im Sommer selten in kleinen Mengen aufkommt, sondern vielmehr in viel zu großen Mengen. Wer plötzlich täglich neue Früchte erntet, sollte zuerst nach Größe sortieren: Kleine, feste Gurken eignen sich besonders gut zum Einlegen, größere Exemplare für Suppen, Saucen oder Schmorgerichte. Sehr große Gurken werden am besten geschält und von ihren oft wässrigen Kernen befreit.
Allerlei Essiggurken
Der Klassiker für den Vorratsschrank sind Essiggurken. Interessanter wird das Glas mit Senfsaat, Dillblüten, Estragon, Koriandersamen oder einer Scheibe Kren. Für länger haltbare Vorräte braucht es einen ausreichend sauren Essigsud und sauber sterilisierte Gläser. Schneller gehen sogenannte Quick Pickles, diese werden auch gerne auf Social Media vorgestellt: Dünn geschnittene Gurken ziehen wenige Stunden in einem Sud aus Essig, Salz und etwas Zucker.
Noch komplexer schmecken milchsauer fermentierte Gurken. Dafür werden sie vollständig mit einer etwa zweiprozentigen Salzlake bedeckt und einige Tage bei Raumtemperatur vergoren. Knoblauch, Dill und Weinblätter sorgen für Würze; deren Gerbstoffe können zudem helfen, die Gurken knackig zu halten. Hier ist es wichtig, sauber zu arbeiten, denn das Gemüse muss während der Fermentation immer unter der Lake bleiben.
Eine andere Option ist es, ein würziges Relish zu kochen. Fein gehackte Gurken werden dafür mit Zwiebeln, Essig, Zucker und Gewürzen eingedickt. Wer es schärfer mag, verarbeitet die Ernte mit Ingwer, Chili und Senfsamen zu einem Gurken-Chutney.
In warmen Gerichten
Gurken müssen aber nicht zwangsläufig ins Glas. Mit Joghurt, Kräutern und Zitronensaft werden sie zur kalten Suppe; mit Tomaten, Paprika und altem Brot zu einer grünen Gazpacho. Weniger bekannt ist, dass man Gurken auch schmoren kann: Kurz in Butter angebraten und mit Obers, Dill und etwas Senf vollendet, können sie sehr gut schmecken.
Selbst für den süßen Abschluss taugt die Gartenernte. Gurkensaft lässt sich mit Limette, Minze und Zuckersirup zu Granita frieren – oder mit Gin und Tonic zu einem Sorbet für Erwachsene verarbeiten. Nur pur einfrieren sollte man Gurken nicht: Nach dem Auftauen werden sie weich.