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Halloween: Einmal Gruseln um die Welt

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Halloween

Nicht überall auf der Welt wird »Halloween« gleich gefeiert. Lateinamerikaner zelebrieren den »Día de los Muertos«, während Iren Keltenbräuche zum Leben erwecken – so vielfältig können Traditionen rund um Tod und Gedenken sein. Falstaff TRAVEL geht auf schaurige Spurensuche.

Weltweit gedenken Menschen den Verstorbenen auf ihre eigene Weise. Das Datum, an dem der Tag der Toten gefeiert wird, fällt oft auf die Nacht des 31. Oktobers. Ob »Halloween«, »Samhain« oder »Día de los Muertos« – alte Traditionen und Bräuche werden auf der ganzen Welt an diesem Tag zum Leben erweckt.

Iren feiern »Samhain«

»Halloween«, so wie wir es heute kennen, geht auf das keltischen Fest »Samhain« zurück. Am Abend vom 31.10. auf den 1.11., so glaubten die Kelten, wird das Tor zur Totenwelt geöffnet und Verstorbene kommen auf die Erde – einerseits, um ihre Verwandten zu besuchen, oder aber auch, um sich an den Lebenden zu rächen. Um böse Geister abzuschrecken, verkleideten sie sich die Kelten in schaurigen Kostümen. Für gute Geister wurden kleine Gaben und Willkommenslichter bereitgestellt – die heutigen »Treats« und geschnitzten Kürbis-Lampen.

Heute zelebrieren die Iren das einst keltische Fest beispielsweise im Rahmen des The Spirits of Meath Festival, eine Fahrstunde von Dublin entfernt.

»Día de los Muertos« in Lateinamerika

Spätestens seit dem Disney-Film »Coco« ist der »Día de los Muertos« allseits bekannt. Auf Deutsch »Tag der Toten«, wird er in Mexiko und anderen Teilen Lateinamerikas gefeiert. Man glaubt, dass sich um Mitternacht des 31. Oktobers die Tore zum Himmel öffnen und sich die Seelen der Verstorbenen zu ihren Familien gesellen. Gaben wie Essen, Wasser, Kerzen und Familienandenken sollen die Ahnen willkommen geheissen und ihren Hunger nach der langen Reise stillen. Anders als »Halloween« ist der »Día de los Muertos« eine Feier voller Farben, Gesang und Tanz.

Die Stadt Oaxaca de Juárez, die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca, ist überregional bekannt für die prächtigen Feierlichkeiten.

»Día de los Finaos« auf den Kanarischen Inseln

Auf den Kanarischen Inseln wird das fröhliche Fest »Día de los Finaos« gefeiert. Es werden traditionell Kastanien zubereitet und Geschichten über die Toten erzählt, oft in gesungener Form und begleitet von traditionellen Instrumenten wie Bandurrias, Gitarren und Tamburins. Besonders auf Teneriffa ist diese Tradition noch sehr lebendig.

 

»Pchum Ben« Fest in Kamboscha
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»Pchum Ben« Fest in Kamboscha

»Pchum Ben« in Kambodscha

Der »Pchum Ben«, auf Deutsch «Tag der Vorfahren», ist eines der wichtigsten buddhistischen Feste in Kambodscha. Hungrige Geister kehren 15 Tage lang von der Hölle auf die Erde zurück. Gläubige besuchen ihre Familien, bringen Opfergaben und zünden für verstorbene Familienmitglieder Kerzen an. In den Nächten versammeln sich Familien und werfen Reisbällchen („ben“) in die Luft, die den Geistern als Nahrung dienen.

»Halloween« in den USA und in der Welt

»Halloween« kommt aus dem Englischen für All Hallows‘ Eve, also der Abend vor dem Allerheiligen-Abend. Wie in den USA gehen mittlerweile auch hierzulande am Halloween-Abend Kinder und Jugendlichen verkleidet von Tür zu Tür und fordern »Süßes oder Saures« (»Trick or Treat«)! Die irischen Einwanderer brachten einst »Halloween« in die Vereinigten Staaten von Amerika – und von dort zurück in viele Teile Europas.

In den USA steigen nach wie vor die beliebtesten Halloween-Parties und Umzüge in New York, aber auch Salem, die einstige Stadt der Hexenprozesse, sowie Las Vegas bieten eine schaurig-schöne Kulisse.

»Striezelpaschen« im Weinviertel

Ein Brauch der gemütlichen Art: Seit Generationen wird in der Region nördlich von Wien alljährlich am 31. Oktober um die Allerheiligenstriezel gewürfelt. Die Regeln variieren von Wirtshaus zu Wirtshaus, das Ziel ist jedoch überall gleich: Den Allerheiligenstriezel zu gewinnen.


Travel-Redaktion
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