© Shutterstock

Reife Früchtchen: Diese 4 Tipps bieten genussvolle Abhilfe bei überreifem Obst

Wenn Früchte nicht mehr so schön anzusehen sind und vielleicht schon länger in der Obstschüssel liegen, entwickeln sie oft gerade dann ihr volles Potenzial.

Wer kennt es nicht? Die Banane, die vor einigen Tagen noch leuchtend gelb und reif war oder der knackig-saftige Apfel, der praktisch aus dem Obstkorb »gelacht« hat, wirken plötzlich nicht mehr so appetitlich wie zum Zeitpunkt des Kaufs. Oft fragt man sich, warum man das köstliche Obst nicht gleich genossen hat, aber aus irgendeinem Grund lautet die Antwort auf die selbstgestellte Frage: »Später«. Nur eben genau dieses Aufschieben sorgt oft dafür, dass das frische und knackige Obst überreif wird und es in den meisten Fällen unweigerlich im Bio-Müll landet.

Die lästige Angewohnheit der Lebensmittelverschwendung ist nach wie vor ein großes Thema in der Gesellschaft, auch wenn sie mittlerweile immer wieder offen thematisiert wird und dazu angehalten wird, sie aktiv zu vermeiden. Doch trotzdem schleicht sie sich immer wieder ein oder scheint schwer zu durchbrechen zu sein. Aber warum neigen wir dazu, leicht bräunliches Obst oder nicht mehr knackig frische Früchte zu entsorgen, obwohl sie nach wie vor einwandfrei und genießbar sind? Bestimmt liegt es für viele von uns einfach an dem Faktor der »Unansehnlichkeit« in Verbindung mit Unwissenheit – denn auch wenn bräunliches Obst vielleicht nicht mehr so schön ist oder eine weichere Textur hat, ist dieses oft reifer und daher süßer im Geschmack.

Reifung, Haltbarkeit und Lagerung

Das scheinbar »faulige« Erscheinungsbild des Obstes unterliegt dem Trugschluss, dass die Frucht ihr Ablaufdatum überschritten hat und somit »verdorben« ist. Daher landet dieses schneller im Mistkübel, bevor es weiterverarbeitet werden kann. Dabei ist das Eintreten der »Bräune« von Äpfeln oder Bananen eine natürliche Reaktion der Früchte. Sie entsteht, wenn die Enzyme in der Frucht mit Sauerstoff reagieren – beispielsweise, wenn die Zellen neben der normalen Reifung durch Druck oder Quetschen leicht beschädigt werden. Dabei entsteht eine Art chemische Reaktion, die bewirkt, dass Melanin freigesetzt wird, wodurch die Frucht wiederum schneller braun wird.

Unter anderem kann auch die falsche Lagerung dazu führen, dass der enzymatische Prozess beschleunigt wird. Zum Beispiel beschleunigt eine Lagerung bei wärmeren Temperaturen die Reaktion, während eine Lagerung im Kühlschrank sie verlangsamt. Neben der Aufbewahrung oder der natürlichen Reifung der Früchte, ist das schnelle Eintreten der Bräune auch stark sortenabhängig.

Überreife Bananen können zum Herzstück von EIscreme, Torten oder Muffins werden.
© Shutterstock
Überreife Bananen können zum Herzstück von EIscreme, Torten oder Muffins werden.

Wohin mit dem Obst?

Bevor die überreifen Früchtchen also ihre letzte Reise antreten müssen, können diese doch auf die unterschiedlichste Art und Weise verarbeitet werden. Falstaff hat einige Tipps parat, um der Lebensmittelverschwendung Einhalt zu bieten.

Zeit für Smoothies

Durch die Verwendung von überreifem Obst für Smoothies bekommt dieser eine intensivere Süße, was dafür sorgt, dass bei dem Getränk nicht noch extra nachgeholfen werden muss. Außerdem sorgt das reifere Obst dafür, dass der Shake eine cremigere Textur erhält und beim Trinken keine Stückchen stören können. Wenn die Früchte länger reifen, können diese noch eine Spur gehaltvoller und folglich zur optimalen Quelle für Vitamine, Mineralien und Antioxidantien werden. 

Backe, backe Kuchen

Eine ähnlich kreative Möglichkeit überreifes Obst zu retten, ist die Verarbeitung zu köstlichen Desserts wie Kuchen, Pancakes oder Muffins. Neben der natürlichen Süße und dem intensiveren Geschmack sorgt die Feuchtigkeit des überreifen Obstes dafür, dass die Backwaren wie Kuchen oder Muffins saftig und luftig werden. Dadurch setzt die Trockenheit erst später ein und das Gebäck bleibt langanhaltend genießbar.

Marmelade ist immer ein Hit

Eine weitere großartige Möglichkeit überreifes Obst zu bewahren ist Marmelade – und das aus mehreren Gründen. Das überreife Obst ist weicher und lässt sich dadurch müheloser zerkleinern, wodurch die Zubereitung der Marmelade einfacher gelingt. Durch die Überreife erhalten die Früchte ein intensiveres Aromenprofil, auch die Textur der Marmelade wird cremiger. 

Like Ice in the Sunshine

Besonders im Sommer eignen sich (gerettete) Bananen beispielsweise als Basis für Eiscreme ideal. Aber überreifes Obst bietet prinzipiell eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen, von süßen Beeren bis hin zu saftigen Tropenfrüchten. Dies ermöglicht eine breite Palette von Eisvariationen zu kreieren, die jeden Geschmack inkludieren. Trotz ihres fortgeschrittenen Reifegrades behalten überreife Früchte einen Großteil ihrer Nährstoffe bei. Das bedeutet, dass selbstgemachtes Obst-Eis immer noch zahlreiche Vitamine besitzt und gleichzeitig noch gesünder ist als die »traditionelle« Version.

HIER GEHT ES ZU REZEPTEN MIT OBST


Nichts mehr verpassen!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.

Tamara Kalny
Autor
Mehr zum Thema
Klein in der Rein, aber groß im Geschmack: Die berühmten Dukatenbuchteln schmecken einfach jedem.
Grundrezept Germteig
Das Grundrezept eignet sich optimal für Delikatessen wie Buchteln, Striezel, Strudeln und...
Von Redaktion