Starbucks-Eröffnung in Venedig ohne »Coffee to go«
Der amerikanische Kaffee-Haus-Gigant Starbucks hat seine erste Filiale in Venedig eröffnet. Jedoch mit einer Besonderheit: Kunden müssen auf den beliebten »Coffee to go« verzichten.
Die größte Kaffee-Haus-Kette Starbucks ist auf Expansionskurs. Erst kürzlich eröffnete das Unternehmen mit dem ikonischen Logo der Melusine (zweischwänzige Sirene) seine erste Filiale in Venedig. Jedoch mit einer Besonderheit: Die Filiale in der Lagunenstadt verkauft keinen »Coffee to go«.
Tradition trifft Umweltschutz
Die Begründung: Umweltverschmutzung durch Einwegbecher soll reduziert und die lokale Gastronomie vor zusätzlicher Konkurrenz zu geschützt werden. Damit sollen unter anderem der besondere Charme und die Atmosphäre der Stadt bewahrt werden. Die Maßnahme reflektiert die zunehmend lauter werdenden Forderungen nach einem nachhaltigeren Tourismus in der Stadt der Brücken.
Gäste des zweistöckigen Cafés sind demnach dazu angehalten, ihre Getränke vor Ort zu genießen. Die Filiale bietet Platz für 50 Personen und erstreckt sich über eine Fläche von 150 Quadratmetern. In den venezianischen Farben Gold und Rot gestaltet, verleiht die Inneneinrichtung dem Raum ein traditionelles Flair. Die an den Wänden angebrachten Sternbilder erinnern an die Geschichte der venezianischen Seefahrer.
Eröffnung verlief nicht ganz reibungslos
Der fehlende Mobilitätsaspekt scheint dem Interesse jedoch keinen Abbruch getan zu haben. Im Gegenteil: Der Andrang am Eröffnungstag war groß. Die Eröffnung verlief jedoch nicht ohne Zwischenfälle – schon am ersten Wochenende nach dem Start wurde das Café Opfer von Vandalismus. Unbekannte beschmierten die Fensterscheibe mit einer rassistischen Parole. Die Mitarbeiter der Filiale verständigten die Polizei, und die Inschrift wurde noch vor dem morgendlichen Gästeandrang beseitigt.
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